Wolfmoon
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[quote author= link=board=allgemeines;num=1159176537;start=56#60 date=11/15/06 um 19:11:16]@Wolfmoon
Bedeutet es jetzt das Kinder grundsätzlich nicht miterleben sollten, das Eltern streiten, auch dann nicht, wenn die Kinder mit unter der Grund für diese Streitigkeiten sind.
[/quote]
Bedeutet es nicht. Steht da aber auch nicht. Es sei denn du ersetzt die Worte "ständig" und "ausbaden" durch "grundsätzlich" und "miterleben".
Gibt´s ´nen besonderen Grund dafür mich falsch verstehen zu wollen?
Du hast deine Ohrfeigen gekriegt, ich meine auch, naja was soll´s ich lebe ja noch. Meine Eltern waren zumindest so fair ihre eigenen Probleme nicht an mir auszulassen oder mir das Gefühl zu vermitteln, das fünfte Rad am Wagen zu sein. Ich fand und finde das auch heute noch die richtige Mischung. Das hat doch mit *beep* und Waldorf nichts zu tun.
@
Zitat:
Ach komm ,jetzt fang nicht wieder damit an,durch Eltern und falsche Erziehung traumatiserte Kinder hat es schon immer gegeben,letztendlich ist nur entscheidend wie sich diese als Erwachsene verhalten und das hat dann irgendwann nix mehr damit zu tun,das andere schuld sind,oder das Leben schuld ist für eigene Defizite oder Verhaltensauffälligkeiten.
Jeder hat das selber in der Hand,ob er anerzogene Muster oder Traumata ändern will,muß oder kann!
Hat er das in der Hand?
Du wirst deine Traumata/Sozialisation/Erfahrungswerte ebensowenig selbstbestimmt ändern können wie ich meine eigenen. Ich nicht mein Sammelsurium von Idealen und Enttäuschungen, die mir dann wahlweise als Opportunismus oder Spinnerei ausgelegt werden und du nicht deinen Fatalismus, den ich teilweise teile, teilweise eben nicht.
Wo wir dann wieder bei Schopenhauer wären: "Der Mensch kann wohl tun was er will, aber er kann nicht wollen was er will"
Völlig selbstbestimmtes Leben ist eine Illusion. Jeder bewegt sich in seiner eigenen Erfahungswelt, Kritik und Selbstreflexion sind letztlich eine Frage des Zulassens und Ausschließens von Möglichkeiten und ausnahmslos jeder projiziert die von sich selbst erwartete Handlungsweise auf seinen Gegenüber.
Wieviele Spielräume hat man denn schon, wenn man in einem bestimmten System, einer bestimmten Norm aufwächst?
Durch Erziehung werden Personen determiniert und Handlungs-/Verhaltens-/Interpretationsmuster abzulegen erfordert schon einiges mehr als blosse Erkenntnis. Wäre dem nicht so, dann würde ich hier nicht ständig so eine "[Zitat ]: Gequirlte schei." schreiben, Du nicht Realität als einzig gültigen Masstab nehmen, nicht so allergisch auf Kinderfragen reagieren, Nightrider mir nicht ständig meine Ex als Damokles-Schwert retropsychologisch in Erinnerung rufen, Fragezeichen hätte sich nicht Fragezeichen genannt und Emma würde wohl nicht über Wespennester schreiben.
Man kan sich ja auch selber mal hinterfragen inwieweit man zum Beispiel berechtigt daran festhält, das Fremdgehen etwas moralisch verwerfliches sei. Es ist Sex mit jemand anderem. Biologisch, animalisch, körperlich, natürlich. Offensichtlich ein Bedürfniss. Wie verwerflich kann dass sein? - Es sei denn, ich stehe eben doch nicht über althergebrachten Normen!
lg
Wolfmoon
