H
Hinrich
Gast
Zitat von heißerBrei:Hallo!
Ich muss doch noch mal etwas sagen
Zitat:Das ist alles sehr liebevoll und das meine ich ernst aber es zeigt genau das, was ich meinte: Wo bleibst das Du? Es ging immer nur um ihre Konflikte um ihre Zweifel, Unsicherheiten. Was ist mit Deinen Themen? Deinen Gefühlen? Du scheinst ganz darin aufgegangen zu sein, Dich auf sie zu konzentrieren?
Du schreibst immer nur über ihre Gefühle und Dein darauf Eingehen. Das meine ich wenn ich frage: Wo warst DU?![]()
Es tönt wirklich so, als hättest Du es mit einem zerrissenem Menschen zu tun gehabt und hast Dich darauf eingeschossen. Sie hat ein Problem und Du reagierst. Was aber ist mit Deinem Beitrag in der Beziehung? Bist Du ein lediglich reagierender Mensch? Verstehst du es jetzt besser?
Es steht mir nicht zu, Dich zu kritisieren, ich schildere mir nur den Eindruck, den ich von Dir habe und der ist durchaus nicht negativ aber kritisch![]()
Hallo "heißerBrei",
damit magst Du recht haben und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht so genau, warum ich mich so verloren habe. Normalerweise bin ich ein Mensch, der auf sich und seine Themen und Gefühle acht gibt und vernünftig ist. Der Mensch scheint aber an einem Punkt auf der Strecke geblieben zu sein. Den muss ich jetzt erst einmal wieder vom Straßenrand abholen. Vielleicht liebe ich einfach "zu viel".
Ich habe einfach ein Idealbild einer Liebe, in der sich beide Partner wirklich offen begegnen können und dem habe ich nachgeeifert.
Meine Themen habe ich eben auch viel mit mir alleine "besprochen", weil von der anderen Seite teilweise kaum Interesse kam. Ich meine jetzt zum Beispiel Interessen und Leidenschaften. Das ist ein Punkt, der mich auch zweifeln lassen hat.
Du bringst mich hier gerade echt zum Nachdenken... Und Du hast sicher mit Deiner Analyse recht, dass ich weniger ein "agierender", denn ein "reagierender" Mensch bin. Das passt ja auch irgendwie zum ganzen Rest.Zitat:Warum hast Du dann das Gefühl, ihr habt euch nie wirklich kennengelernt? Sie hat Dich offenbar sehr an ihrem Leben teilhaben lassen, auch an ihren inneren Konflikten, ihr hattet viel körperliche Nähe, habt jeden Tag telefoniert...woher das Gefühl, sie nicht kennengelernt zu haben? Woher die Frage, wo Du in der Beziehung warst?
Ja, an ihrem täglichen Leben hat sie mich teilhaben lassen, aber an diesen "inneren Konflikten" eben nicht so wirklich. Es kam z.B. ganz selten einmal ein Rückschluss von bestimmten Lebensereignissen auf Verhaltensweisen im Jetzt. Manchmal auch nur Selbstanschuldigungen, die für mich teilweise nur schwer einzuordnen gewesen waren. Und eben diese Stimmungsschwankungen, in der ich sie nur ganz schwer einschätzen konnte. Einmal die Stärke, Selbstbewusstsein und der Aktionismus und dann wieder völlige Schwäche, Lethargie und Selbstzweifel. Also kein wirklich klares Bild. Es gab auch den Menschen in ihr, der wirklich in seiner "Mitte" war und unbeschwert wirkte. Das ist der, in den ich mich verliebt habe und bei dem ich mich sicher und ebenfalls unbeschwert gefühlt habe. Aber dann kamen eben wieder diese Umbrüche, die mich in Unsicherheit zurückgelassen haben.Zitat:Das ist viel Wert nach 7 Jahren! Ja, ich kenne beides.![]()
Darum legte ich Deine Worte auf die Goldwaage![]()
Überlass es nicht "Gott", sondern lerne, Dich auf Dich zu besinnen. Schau, was Deine Rolle, Dein Beitrag, DEINE GEÜHLE in der Beziehung waren.
Dass mit dem "Gott" war eigentlich so gemeint, dass die Zeit zeigen wird, ob wir noch einmal irgendwie zusammenfinden. Jetzt ist jedenfalls erst einmal die Zeit, in der wir uns beide erst einmal wieder zurückgewinnen müssen. Uns hinterfragen können und all das erkennen, was zum Scheitern geführt hat.
Und für mich ist ganz klar die Zeit gekommen, mich zu entwickeln, die alte Stärke wiederzufinden und meinen Weg zu gehen. Erwachsen zu werden.Zitat:Nein, mir scheint es so, als seist Du eben nur als Helfer beteiligt aber zu wenig mit eigenständigen Gefühlen.
Das Gefühl beschleicht mich gerade auch und ich schäme mich fast etwas dafür.Zitat:Du bist ein kluges Kerlchen und weißt sicherlich, dass man sich häufig selbst helfen möchte, wenn man anderen hilft. Das ist ja auch nicht grundlegend schlecht aber wenn eine Beziehung zerbricht oder droht, zu zerbrechen, dann wird es Zeit, sich selbst anzuschauen- damit es bei der nächsten Aschenputtel besser klapptOder ihr sogar wieder zusammen findet
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Ich danke Dir! Du hast so recht! Das ist der Knackpunkt. Ich habe meine Kraft zu sehr an der falschen Stelle eingesetzt. Zu wenig auf mich geachtet. Vielleicht war da wieder die Angst, die ja ein Teil von mir ist.Zitat:Lieben Gruß und ich finde es übrigens super, dass Du jetzt so viel für Dich tun willst!
Vielen, lieben Dank für die Antwort! Und ja, ich finde mich gerade auch super, weil ich endlich mal ohne Zweifel und Angst an die Zukunft gehen kann. (Das soll nicht narzisstisch klingen!)
Einen lieben Gruß zurück!