Zitat von Hartundfair:Wer, wie der TE, seinen Focus jedoch nur noch auf den Hauskauf, Renovierungen, Instandsetzungen, Ausbau im/am Haus in Eigenleistung legt mit einem überzogenen und teileweise Sinn befreiten Sparwahn legt, fährt sehr wahrscheinlich seine Beziehung/Ehe gegen die Wand.
Mein Fokus war mitnichten so gelagert. Ganz im Gegenteil. Die eigentlichen Arbeiten hatten noch gar nicht begonnen, weil zunächst erstmal eine Orientierung stattfand, die ToDos priorisiert und Angebote eingeholt wurden, um das Budget zu verplanen. Ich habe bis dato lediglich den Boden im WZ und in der Woche vor der Trennung noch die Tapete im WZ entfernt. Das ist gar nichts und hat uns auch keine PAARzeit gekostet. Sie hat in der Zwischenzeit im Garten gearbeitet oder Freundinnen besucht. Sie hatte Zeit für sich, was auch wichtig ist. Oder wir waren gemeinsam unterwegs. Oder wir haben das ganze Wochenende im Bett verbracht mit ausgibigem Frühstück, Faulenzen, Intimität etc. - PAARzeit eben.
Zitat von Hartundfair:Im Kern waren wahrscheinlich beide mit dem neuen Haus und alles was da dran hängt überfordert mit großen finanziellen Entbehrungen und Engpässen.
Nein, waren wir nicht. Wir haben genug Mittel und hatten keinen echten Zeitdruck, da das Haus bewohnbar ist. Der Plan war, bis Anfang Mai das WZ fertig zu haben. Das ist von der Zeit und den Mitteln her kein Problem gewesen. Es sollte nun losgehen. Der Bodenbelag wurde 2 Tage vor der Trennung ausgesucht. Die Planung der Vorarbeiten war abgeschlossen. Die Materialien sollten bestellt werden. In der Hinsicht war alles entspannt und im Grünen Bereich. Klar hätte sie diesen Punkt gern etwas früher erreicht, aber da waren noch Fragen mit Handwerkern zu klären. Das war kein Problem.
Zitat von Hartundfair:Die Paarebene wurde offenbar total vernachlässigt.
Nein, wurde sie nicht (siehe auch erster Absatz). Unter der Woche fanden keine Arbeiten am Haus statt, weil die Planung nicht abgeschlossen war. Wenn ich von der Arbeit nachhause kam, haben wir zusammen gegessen und geredet, über ihre Erlebnisse an der Arbeit, ihren Ärger etc. - mind. 1h. Wir haben uns Zeit für einander genommen. Danach haben wir im SZ noch zusammen ferngeschaut oder weitergeredet. Wenn ich am Wochenende am Haus gearbeitet habe, haben wir abends zusammen gebadet, sie hat mir anschließend den Rücken massiert und ich habe ihren gegrabbelt - zum letzten Mal während der letzten Folge vom Bachelor.
Am 1. Februar hatten wir ein Romantisches Eisessen-Date. Es war ihre Idee.
Täglich gab es Nachrichten mit vielen Herzchen-Stickern und -Smilies.
Regelmäßig gab es Nachrichten wie
Ich freue mich auf dich. oder
Ich wünsche dir einen guten Tag. - bis zum Sonntag vor der Trennung. An dem Morgen waren wir das letzte Mal intim. Danach, beim Frühstück kam die letzte große Auseinandersetzung auf - wegen meines Vorschlages mit dem Wasser. Diese eskalierte, weil ich etwas Unüberlegtes sagte, das ich sehr bereue. Danach ging sie ins Gästezimmer und mit bis Mitte der Woche aus dem Weg. Am Mittwoch folgte die Versöhnung. Ab da wieder Herzchen-Smilies bis zum 1. März. Ich war seit dem Tag erkältet, weshalb sie im GZ blieb. Ich schrieb ihr am 2. März abends:
Zitat:Es ist einsam hier ohne dich.
Ihre Antwort war:
Zitat:Ich brauche das aber mal. Einfach mal für mich allein sein.
Ich bin satt und irgendwie auch leer. Kann das nicht wirklich erklären.
Ich hatte Verständnis, weil ich annahm, es liege daran dass sie seit Monaten sehr unter etwas litt, das man an der Arbeit mit ihr gemacht hatte. Dazu kam, dass sie diesbezüglich weder bei ihrer Mutter noch bei ihrem Vater ein offenes Ohr fand. Mutter ging nicht darauf ein und kam immer wieder mit eigenen Problemen. Vater entwickelt Depression und sie kann ihm nicht helfen, weil er nicht will. Sie sollte Zeit haben. Das war absolut in Ordnung.
Zitat von Hartundfair:Klar ist aber auch, sie hatte sich bereits mit Beginn der Affäre aus der Beziehung mit betrügen, lügen, hintergehen und Vertrauensmißbrauch verabschiedet.
Und das ist, was mich menschlich so enttäuscht, egal ob am Punkt X konsequent getrennt wurde. 4 Monate lang vornerum Herzchen-Smilies, Love U-Sticker,
Freue mich auf dich!-Nachrichten und Romantisches Date und hintenrum sowas.
Sie hätte das alles verhindern können. Man ist nicht von Anfang an fremdgesteuert. Das ist man erst, wenn man sich bekennt und darauf einlässt.
17 Jahre ... mit einem Wimpernschlag nichts mehr wert ... und das von dem Menschen, dem man am tiefsten vertraut hat. Das ist die härteste Ohrfeige, die ich mir vorstellen kann.