Elenor
Gast
Ich bin selbst in den Wechseljahren und kenne mich zeitweise nicht wieder. Leide auch an Gefühlsschwankungen und depressiven Verstimmungen. Auch die Affäre die ich von einiger Zeit hatte und die zum Glück rechtzeitig beendet wurde, wurde wohl dadurch begünstigt. Inzwischen schaffe ich es aber wieder ganz gut, mich zu regulieren und auch meine Ehe ist nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. In der Reha oder Klinik war ich nicht. Das erscheint mir im Nachhinein ja ein Segen zu sein. Das Desinteresse an Haus und Kindern kenne ich aber auch. Leider!
Ich habe aber eine wundervolle Schwiegermutter, die mir da ein gutes Vorbild ist. Sie lebt ihr eigenes Leben, kümmert sich immer schon um ihre Bedürfnisse, hat die Kinder gut losgelassen ist aber vor allem emotional bis heute ein zuverlässiger Haltepunkt für ihre Söhne. Genau dieses Gleichgewicht hinzukriegen ist für Mütter nicht leicht. Mein Sohn z.B. hatte eine für mich schlimme Pubertät. Er lehnte mich in dieser Zeit total ab und wendete sich zu 100% meinem Mann zu. Darauf war ich sehr eifersüchtig und lehnte ihn und meinen Mann gleich mit daraufhin ebenfalls ab. Inzwischen ist mein Sohn ausgezogen und ich imitiere jetzt das Verhalten meiner Schwiegermutter im Umgang mit ihm. Mit viel Erfolg! Ich "nerve" ihn zwar immernoch, es gibt aber auch wieder Lichtblicke, wenn er sich z.B. in Haushalts-Fragen an mich und nur an mich wendet. Ich habe die Hoffnung, dass daraus wieder eine neue erwachsene Beziehung zu meinem Sohn wachsen kann.
Die Lebensphase zwischen 45 und 55 scheint für Frauen echt die schlimmste überhaupt zu sein. Soweit die Exkursion über Wechseljahre. Sorry, liebe TE! Fühlt euch gedrückt! Elenor
