101

Vorbei nach Reha

M
Hallo!

Ich weiß nicht, ob es helfen wird, aber ich versuche es einfach mal.
Ich wurde am Montag auf mir immernoch unerklärlich eiskalte Weise von meinem Freund verlassen.
Arbeitsunfähig erkrankt war er seit mehreren Wochen in einer psychosomatischen Reha. Zu Beginn der Reha haben wir fast täglich telefoniert, uns ausgetauscht, lange gesprochen, etc. Ich selbst bin dann mit meiner Schwester für einige Tage in den Urlaub (Strand, Erholung) gefahren. Dieser war schon lange gebucht, und tat mir auch gut. Als ich wieder nach Hause kam, war das erste Telefonat mit meinem Freund schon absolut merkwürdig. Er fiel mir ins Wort, fragte nicht wie der Urlaub war, erzählte nur noch von sich, und benahm sich so dermaßen unfreundlich, dass wir uns anzickten, und unser Gespräch beendeten. Am nächsten Tag erzählte er mir dann am Telefon, dass er sich über seine Gefühle nicht mehr im Klaren sei, und sich fragen würde, ob unsere Beziehung überhaupt noch Sinn haben würde. Drei Tage später hörte ich dann am Telefon, dass er über alles nochmal nachgedacht hätte, und wir doch die Probleme bewältigen sollten, wenn wir nur genug und ganz lange reden würden.
Daraufhin meldete er sich dann eine komplette Woche gar nicht mehr. Am Montag dieser Woche kam er dann zurück. Er rief mich an, ich ging in seine Wohnung. Als ich ihn sah, musste ich weinen, da ich mich so freute, ihn wieder zu sehen, und natürlich hoffte, dass das ganze Gefühlschaos in meinem Kopf sich nun langsam in Luft auflösen würde. Er jedoch forderte mich auf mich zu setzen, teilte mir eiskalt mit, dass er zu der Entscheidung gekommen sei, dass es besser sei, unsere Beziehung zu beenden. Er hätte da auch jemand kennengelernt... Ich fühlte mich so, als hätte mich ein Bus angefahren. Als ich ihm sagte, wie sehr ich ihn liebe, lief er kurz in seine Küche, rief schei., schei., schei...., heulte kurz, und kam dann sehr gefasst wieder ins Wohnzimmer.
Mit der anderen Frau, die er in der Reha kennengelernt hat, hat es seiner Aussage nach natürlich nichts zu tun. (Ja...klar...)

Ich habe geweint, geredet, gefragt, aber er war eiskalt wie ein komplett anderer Mensch. Ich kannte ihn als empfindsamen, liebevollen, aufmerksamen Partner. Jetzt sass vor mir ein Mann, der mir allen Ernstes sagte: Ich sehe es nicht so, dass ich Dich betrogen habe, ich habe die Beziehung zu Dir schon vor Monaten beendet.

Unsere Beziehung war in den letzten Monaten in der Tat etwas ins Stocken geraten. Allerdings ging es ihm nicht gut, und ich habe ihm in seinen Augen evtl. nicht die Aufmerksamkeit gegeben, die er benötigte. Allerdings war ich immer und immer für ihn da.
Jetzt gebe ich mir komischerwise auch noch die Schuld an der ganzen Misere. Wir hatten in meinem Augen zwar einige Probleme, allerdings keine, die wir nicht hätten lösen können, da die Basis unserer Beziehung eine tiefe Liebe war. Zumindest habe ich das geglaubt.

Er teile mir dann noch mit, dass er plant, dieses Wochenende mit der anderen Frau zu verbringen, und das war es.

4 Jahre, und dann von einen Tag auf den anderen aus und vorbei.
Zu Beginn telefonierten wir wie gesagt jeden Tag, und er schickte mir liebevolle Postkarten, und war einfach gedanklich bei mir, und ich bei ihm.

Mich hat das Ganze absolut aus der Bahn geworfen, wie noch nie etwas in meinem Leben. Ich konnte schon nach dem zweiten merkwürdigen Telefonat nicht mehr schlafen und essen. Ich verstehe es immernoch nicht. Er hat sich seitdem kein einziges Mal mehr bei mir gemeldet, und ich habe das Gefühl, er hat mich aus seinem Leben geschnitten. Allerdings weiß ich nicht, wieso. Die Liebe sei weg, das sagte er mir.
Wie man einen Menschen so einfach gegen einen anderen tauschen kann ist mir allerdings ein Rätsel. Ich habe ihm immer vertraut, und mir vor Beginn der Reha auch nicht ansatzweise Gedanken darüber gemacht, dass da was anderes laufen könnte. Er stellte es so dar, dass ich wohl gedacht hätte, dass bei dem Depp sowieso nichts passieren würde. Wie er auf so etwas kommt, ist mir auch absolut schleierhaft, denn so habe ich ihn nie gesehen. Es ist einfach so, dass der Mensch, mit dem ich 4 Jahre meines Lebens verbracht habe, verschwunden ist, und ein völlig anderer zurückgekommen ist. Ich habe das Gefühl, damit nicht klar zu kommen. Am Freitag habe ich ihm noch einen kurze Nachricht zukommen lassen, in der ich meine Fassungslosigkeit zum Ausdruck brachte, und ihn fragte was mit ihm passiert sei. Eine Antwort kam nicht. Im Nachhinein habe ich im Netz schon häufig gelesen, dass so etwas in einer Reha passiert. Das hilft mir aber auch nicht weiter. Vielleicht ist etwas ähnliches jemand auch passiert. Das Gefühl, dass das alles gar nicht wahr sein kann, und ich dagegen überhaupt nichts unternehmen kann, lässt mich nicht los, und langsam verzweifeln.

Traurige Grüße
Mintie

21.07.2013 06:10 • x 4 #1


S
Lies meine Geschichte.Ich teile deinen schmerz.ist meine ex ein borderliner?

21.07.2013 22:05 • x 2 #2


A


Vorbei nach Reha

x 3


M
Liebe Mintie,

Dein Freund hat in der Reha scheinbar, mit den Mitpatienten, Menschen getroffen die IHN so richtig verstehen! Ähnliche Probleme, Ängste, Gefühle etc.! Das verbindet, er fühlt sich ernst genommen, verstanden und glaubt wohl das die neue Partnerin, die ja ebenfalls psychische Probleme hat, sich ihm deshalb mehr verbunden fühlt wie Du es jemals tun könntest!

Oftmals zeigt jedoch der gemeinsame Alltag dann, dass es NICHT funktioniert denn das Rehaleben ist was völlig anderes! Damit möchte ich Dir jetzt keine Hoffnung machen, dass er zurück kommt, ich möchte Dir damit nur sagen, dass es möglich ist, dass die Beiden sehr schnell erkennen, dass das Leben ausserhalb der gut tuenden Klinikmauern ein anderes ist!

Das Dir jetzt die Beine weggerissen wurden kann ich gut verstehen! Du musst versuchen Dich auf Dich zu konzentrieren! Nimm den Schmerz an, weine und sei traurig ABER denk bitte daran Dich nicht aufzugeben! Es wird einige Zeit dauern bis der erste Schmerz vergeht! Versuch darüber zu reden was Dich belastet, lass Dich auffangen! Lies und schreib hier, das lenkt Dich ab und lässt Dich erkennen das auch wieder die Zeit kommt wo es Dir Stück für Stück besser gehen wird!

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft und eine gaaaanz kurze Leidenszeit!

LG

21.07.2013 22:39 • x 5 #3


Lilli1966
Hallo mintie,
Genau das selbe ist mir im passiert, genau so.
Ich habe ihn rausgeschmissen, Seit dem lebt er mit ihr zusammen, Denn sie hat für Ihn Ihre Familie inklusive der Kinder verlassen. Seit vier Wochen habe ich keinen Kontakt mehr mit ihm und habe ihn gebeten keinen Kontakt aufzunehmen. Ich kann deine Enttäuschung gut verstehen mir ging es genauso wie dir. Und eigentlich bin ich immer noch fassungslos. Trotzdem, jetzt nach zehn Wochen geht es mir bereits etwas besser. Es dauert seine Zeit bis man diesen Verlust verstehen und verschmerzen kann aber es werden auch wieder andere Zeiten kommen.

23.07.2013 20:15 • x 1 #4


Y
hallo mintje
würde mich gerne mit dir unterhalten ,mir ist vor einer woche der boden unter den füssen
weg gezogen wordenmeine ex freundin hat mir drei tage vor ende der reha gesagt bzw geschrieben
sie will einen anderen weg ohne mich seit freitag weiß ich sie hat in bad kissingen einen neuen kennen gelernt
ihr ist dort klar geworden das es keine liebe ist die sie für mich empfunden hat eher wie bruder und schwester
wenn du lust hast gedanken aus zu tauschen melde dich doch mal bei mir
email papabob@live.de oder unter gleicher adresse via facebook
würde mich freuen von dir zu hören

07.12.2013 07:42 • x 1 #5


Y
ich beschäftige mich seit 1 1/2 wochen mit dem thema frage mich was die psychologen dort veranstallten das so viele beziehungen in einer reha kaputt gehen
echt erschreckend ich verfluche den tag an dem sie gefahren ist wollten am 1 dez zusammen ziehen habe alles aufgegeben und jetzt sitze ich hier und habe völig die kontrolle verloren und sie schwebt auf wolke sieben mit dem kurschatten

07.12.2013 07:52 • x 2 #6


C
Hallo zusammen, bin der Chris aus Frankfurt. Habe mich gerade hier angemeldet.

Mache das selbe seit 2 Wochen durch. Meine Frau depressiv seit 2 Monaten in einer Reha Einrichtung.(ist mit den 2 Kindern und Haushalt ) überfordert gewesen. Sie war durch ihre vorherige Beziehung sehr labil und ich habe ihr wie ich dachte endlich halt gegeben im Leben. Sie wurde von ihren eigenen Eltern verstoßen. Bin mit ihr durch dick und dünn gegangen, habe sie bei allem unterstützt und gehalten. Habe sie nach ihrem Schlaganfall zusammen mit den Ärzten aufgepäppelt und ihr viel abgenommen. Habe sie mit ihrer zerstrittenen Familie wieder zusammen gebracht. Bin selber teilweise (gefühlsmäsig) durch die Hölle gegangen. Selbst ihr Pyichater sagte ihr in einem Paargespräch das eigentlich ihre Eltern die meiste schuld an ihrem Zustand hatten. Die ständigen aufs und ab`s . Sie wollte die Reha machen um ein (wie sie sagte endlich ein besserer Mensch zu werden ). Am Anfang folgten noch tägliche Anrufe. Sie liebt mich und will mich nicht verlieren. Ich sei das beste und schönste was ihr im Leben passiert ist usw. Mit den Tagen wurde der Kontakt immer weniger. Ich dachte ok, sie hat viel Therapie, aber nach 2 Wochen blieben die Telefonate zu den festen Zeiten Abends auch aus. Mir wurde sofort klar das da jemand anderes im Spiel sein musste. Wenn wir mal wieder Telefonierten hörte ich nur Schuldzuweisungen. Irgendwann wurden meine Anrufe gar nicht mehr entgegegen genommen oder gar erwiedert selbst wenn unsere Kinder nur mal mit ihr reden wollten. Nach 6 Wochen bekam ich eine Einladung zum Paargespräch. Ich dachte ja jetzt geht es voran und es würden die Probleme angesprochen und sich damit ausseinander gesetzt werden. Stattdessen erzählte sie ihren Ärtzten, ich würde sie kontrolieren wollen und sie fühlte sich eingeengt. Sie war kalt und distanziert zu mir und den Kindern. Die Ärtzte meinten wir sollten doch unseren Kontakt weistest gehend minimieren. Ich sei doch an allem Schuld und die Ursache für ihren Aufenthalt. Ich folgte den Anweisungen der Ärtzte und dachte mir ok wenn das zum Heilungsprozess dazu gehört. Vor 2 Wochen kam meine Frau nach langer Zeit wieder an dem Wochenende nach Hause. Ich freute mich wie ein Schneekönig. Wir schliefen miteinander, wir kuschelten wie in alten Zeiten. Sie sagte mir das sie mich lieben würde und wir eine neue gemeinsame Zukunft hätten.Es war wunderschön. Sie fuhr mit feuchten Augen am nächsten Tag wieder in die Klinik. Am Montag darauf dann der Hammer. Sie rief mich morgen um 9 Uhr an. Was sie in letzter Zeit nicht mehr gemacht hat. Sie teilte mir kühl mit das sie die Woche entlassen werden würde aber nicht mehr nach Hause zurück kommen würde sondern wieder bei ihren Eltern einziehen würde. Sie würde mich nicht mehr Lieben und möchte ein neues Leben beginnen. Wie sich jetzt heraus stellte, mit ihrem Kurschatten. Er wäre ja so zärtlich und verständnisvoll und er wäre ihr Seelenverwandter. Die Kinder wären bei mir gut aufgehoben. Tschüss ich melde mich die Tage nochmal bei dir.

Jetzt steh ich da mit 2 traurigen Kindern und einer zerstörten Zukunft.
Es ist immer leicht von den Ärzten zu sagen lassen sie uns das Bein abschneiden. Ich finde es sehr bedenklich von den Ärzten ihren Patienten zu sagen trennen sie sich von ihren Altlasten anstatt mal zu hinterfragen und erst recht wenn 2 Kinder mit im Spiel sind. Selbst wenn es in der Ehe nicht gestimmt hat, (kann es auch gar nicht mit so einer Krankheit) aber immer dem Partner alles anzudichten. Zu einer Ehe, egal wie sie aussieht, gehören immer 2. Meiner Frau gehts im Moment vielleicht besser durch die Schemtterlingsgefühle (Kurschatten) und die Therapeuten haben ja ihr Ziel erreicht, ihrem Patienten geht es besser, aber wie es den verlassenen Angehörigen geht davon spricht keiner.

Vielleicht habt ihr ja ähnliche Erfahrungen würde mich mal intressieren.

Lg Chris

20.06.2015 13:57 • x 4 #7


KristinP
Hallo Mintie, ich kann deinen Schmerz und deine Fassungslosigkeit verstehen. Genau das selbe ist mir vor 2 Tagen auch passiert. Ich verstehe es auch nicht, ich weiß nur nur das die Psychologen immer dazu raten von vorne an zu fangen, ist ja auch der leichteste Weg. Mein Verlobter hat in der Psychatrie auch jemanden kennengelernt, mit der er dann ins Bett gestiegen ist, weil wir lange zeit keinen S. mehr hatten (habe eine 10 cm große Zyste am Eierstock und alles schmerzt dabei). Jetzt haben wir uns erstmal auf Zeit getrennt, weil er sich erstmal über seine Gefühle sicher werden muss. Ich wünsche dir viel Kraft für die Zukunft

14.02.2016 19:33 • x 1 #8


T
Ja hi auch...

Auch ich habe diese Geschichte durch....und ich kann da nicht viel hinzufügen. Meine Frau ist wegen einem Trauma zur Heilung in eine Reha...Mobbing,kranke Mama und Kollegen die nicht zu ihr standen und dazu noch eine Verletzung einer Person das sie mit ansehen musste. Nach 7 Wochen Reha kam sie Heim und ich war fällig....das verstehe ich bis heute nicht.
Ich merkte das irgendwas nicht stimmt und sprach sie auch an...daraufhin nur ein...alles gut Schatz.

Dann habe ich zufällig eine Nachricht gelesen....ich liebe dich mein Schatz....nur war ich nicht damit gemeint.

Später kamen noch andere Sachen raus die ich hier nicht erwähnen möchte.

Ich habe nach vielen Tränen und einem tiefen Fall für mich entschieden,aus dem Loch zu krabbeln und sie zu verlassen, denn es gibt keine Basis wenn das Vertrauen weg ist. Ich gebe der Reha die Schuld für unsere Trennung.
Denn was dort geraten wird , hat nichts mit der realen Welt zu tun. Aber diese bestimmt nunmal unser Leben...und keine Märchen.

Denken sie an sich...sie müssen sich nicht rechtfertigen...tuen sie etwas für sich.Also die rosarote Brille...das Leben ist schön... Hallo.. und wer denkt an die Partner und Kinder?....Die müssen jetzt klarkommen...und die ganze Familie und 24 Jahre an die Wand gefahren...für die Selbstfindung...
Selbstfindung ist für mich ein Wort der Rechtfertigung und nichts anderes....die Schandtaten zu verstecken die in der Reha vorgefallen sind.

Denn das Lügen in einer Beziehung ,ist das schlimmste....der Schatten macht weiter wie bisher....nur hat er auch eine Familie und verlässt sie auch nicht. Also verarscht er seine Frau weiter..das ist für mich das letzte...






Als Single gar kein Problem....in der Ehe ...mit dem täglichen Arbeitsablauf ....Job.. Haushalt?....

Ihr Psychologen....gibts das bei euch nicht?

Ich fange jetzt neu an...es wird sehr schwer ,wieder Vertrauen aufbauen zu können.

10.08.2017 17:30 • x 6 #9


P
Hallo,

ich habe hier und in anderen Foren mal etwas gestöbert zum Thema Trennung nach Reha und bin, ehrlich gesagt, etwas schockiert über die vielen ähnlich klingenden Erfahrungen von Betroffenen hier.
Was machen die Therapeuten in solchen Kliniken denn mit den Patienten? Setzen die sie auf einen totalen Egotrip ohne Rücksicht auf Verluste? Wird das persönliche Umfeld des Patienten völlig außer Acht gelassen oder zählt es einfach nicht?

Ich selbst erlebe im Moment ähnliches, allerdings aus einer etwas ungewöhnlichen Position heraus. Ich hoffe, ihr könnt hier ohne Vorurteile und Vorverurteilungen an meine Situation herangehen.
Ich bin seit nun fast sechs Jahren die Geliebte eines verheirateten Mannes. Er hat mir gegenüber von Anfang an mit offenen Karten gespielt und gesagt, dass er seine Frau nicht verlassen wird und dass er sie nach wie vor liebt, dass ihm nur die körperliche Nähe in seiner Ehe fehlt, sprich S. und Zärtlichkeit. Für mich war das okay, ich habe das von Anfang an so akzeptiert.
Ich brauche nach vielen Jahren des Alleinelebens (mit meinen beiden Kindern) selbst meine Freiräume und habe nicht unbedingt das Bedürfnis nach einer allzu engen Beziehung, zumindest nicht, was die Äußerlichkeiten betrifft. Was heißt, ich muss nicht unbedingt mit einem Mann zusammenleben, um mit ihm glücklich zu sein, bin auch ganz gerne alleine in meinen eigenen vier Wänden.
Daher hat das mit uns beiden die ganze Zeit über recht gut funktioniert. Das Aufregende der heimlichen Treffen bei mir, toller S. und das ganz Besondere unserer Beziehung.
Ich habe seine Ehe und seine Frau immer respektiert und habe niemals von ihm verlangt, diese aufzugeben bzw. zu verlassen. Und ich war auch niemals besonders eifersüchtig. Sie hatte eben ihren Teil von ihm und ich meinen, habe ihr nichts weggenommen.
Sie wusste nichts von uns und weiß wohl auch heute noch nichts. (Was ich zwar schon etwas merkwürdig finde, aber es ist wohl wirklich so.)
Jedenfalls war ich mit der ganzen Konstellation und unserer Beziehung durchaus zufrieden und hatte nicht das Bedürfnis, etwas daran zu ändern.

Jetzt war er sechs Wochen in Reha wegen Burnouts, nachdem er zuvor schon fast ein halbes Jahr lang krankgeschrieben war. Er fühlte sich in seinem Job überfordert, unverstanden und gedemütigt, suchte deshalb Hilfe bei Ärzten und Therapeuten. Das fand ich grundsätzlich gut und ich habe ihm zugeraten.
Während der Reha haben wir nur sporadisch miteinander kommuniziert, meist über WhatsApp. Das war für mich okay; ich dachte, er will sich auf sich selbst konzentrieren in dieser Zeit und soll das auch ruhig tun.
Und dann der absolute Hammer:
Nach der Reha meldet er sich telefonisch bei mir und teilt mir mit, er würde sich von seiner Frau trennen und zu mir käme er wieder im Januar, dann könnten wir über alles reden. Danach war er erst mal hier und da bei irgendwelchen Freunden unterwegs, über Weihnachten und Neujahr. Und seitdem ist mehr oder weniger Funkstille.
Ich habe erfahren, dass er sich wirklich getrennt hat und dass sowohl seine Frau als auch sein gesamter Freundes- und Bekanntenkreis aus allen Wolken gefallen und total schockiert sind. Keiner hat mit so etwas gerechnet.
Und ich hänge jetzt total in der Luft und weiß nicht, wie es mit uns weitergeht, weiß nicht einmal, wo er sich im Moment aufhält. Auf Versuche zur Kontaktaufnahme reagiert er kaum, er liest meist, was ich geschrieben habe, antwortet aber nicht darauf.
Ich verstehe sein Verhalten derzeit einfach nicht, er wirkt wie umgedreht und ausgewechselt - und das muss irgendwie in der Klinik geschehen sein.
Nach alldem, was ich hier schon so gelesen habe, wundert mich nichts mehr...

Ich weiß aber im Moment auch nicht so recht, wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll, meine Gefühle sind sehr ambivalenter Natur, wechseln ständig zwischen Sorge und Wut. Nur die Liebe ist immer noch da und bleibt.
Was soll ich tun: Weiterhin warten oder irgendwas anderes?
Diese Ungewissheit und Untätigkeit kann ich nur sehr schwer ertragen.

Annette

23.01.2018 14:40 • x 1 #10


M
@all an Euch
Wie sowas passiert kann keiner erklären, aber
1.) ihr seit hier nicht allein, immer ist jemand da, bereit sich schriftlich mit Euch zu unterhalten
2.) Kontaktsperre zu eurem Ex Partner, mindestens 8 Wochen und kein FB checken usw. außer bei gemeinsamen Kindern, und da nur das Nötigste
3.) Trauert, weint - aber auch, geht hinaus powert euch beim Sport aus, damit ihr schlafen könnt

Fühlt Euch gedrückt

23.01.2018 14:50 • #11


R
Irgendwie haben wir alle das selbe Problem.Mein Ehemann ist seit knapp 6 Wochen bei einer Reha. Die ersten 3Wochen alles super.Jeden Tag telefoniert und geschrieben. Kam Wochenende für ein paar Stunden heim.
Alles war gut.
In der 4.Woche kam nur sporadisch mal eine Nachricht.Bis keine mehr kam.Bin darauf hin zu der Reha gefahren um mit ihm zu reden aber er hat mich am Telefon abgewimmelt und wieder nach hause geschickt ohne das wir uns gesehen haben.
Abend kam eine Nachricht brauch seine Ruhe er müsste sich über einiges klar werden.
Eine Woche Funkstille und letzten Mittwoch kam Nachricht Reha würde um eine Woche verlängert.Wieder Funkstille.Muss dazu sagen habe ihm aber auch nicht geschrieben.
Am Mittwoch hat er mir per Brief mitgeteilt das er keine Gefühle mehr für mich hat. Von heute auf Morgen?Das schlimme ist der Brief ist so kalt und herzlos geschrieben das mir Angst wurde.Das ist nicht der Mann der von knapp 6 Wochen zu der Reha gefahren ist.
Wir sind knapp 3jahre verheiratet. Es war alles wunderbar.Es gab nie Streit,haben viel unternommen sind viel verreist.Wenn ich von der Arbeit kam stand er an der Tür und hat mich angelächelt und mich umarmt und geküsst.Wollte mich immer in seiner Nähe haben.Er sagte immer zu mir,wir werfen einen gemeinsamen Schatten.Und jetzt sind da keine Gefühle mehr? Hat mir vor 2 Wochen noch geschrieben wie sehr er mich liebt und vermisst und sich auf zu Hause freut. Und dann soll plötzlich alles weg sein?
Was machen die mit den Leuten dort?Sind die sich darüber im klaren wie viele Beziehungen und Ehen die kaputt machen?
Lg

06.04.2018 17:45 • #12


M
Zitat von Renée:
Und dann soll plötzlich alles weg sein?
Was machen die mit den Leuten dort?Sind die sich darüber im klaren wie viele Beziehungen und Ehen die kaputt machen?

Wird einen Kurschatten haben, fahr hin und nimm dir Zeit

06.04.2018 17:58 • #13


fe16
Ihr lieben @all es liegt nicht an der Reha . Es liegt an dem Menschen der dort versucht zu sich von der Krankheit zu erholen .
ich habe die Reha 2017 erlebt ,und als normal denkender Mensch , war ich über das Balzverhalten der Mitpatienten ent setzt .
Scheinbar ist es so das wenn der Mensch ans denken kommt , zur Ruhe kommt , irgendwas im Gehirn aussetzt.
Natürlich kann oder schimpft man dann als Partner erst mal auf die Reha ,auf die Psychologen.
kann ich nachvollziehen
Das aber jeder Mensch eine Eigenverantwortung hat und weiss das er in einer Beziehung ist , bitte kein Psychologe geht hin und sagt ändern sie ihre Partner . da jeder Psychologe weiss , das der Patient seine Probleme mit nimmt in die nächste Beziehung
Das Leben in der Zeit der Reha ist wie in einer Käseglocke .Man hat nur den Reha Alltag
Man beschäftigt sich viel mit sich selbst , oder mit den Problemen der anderen.
und durch die Zeit Intensität die man mit diesen fremden Menschen verbringt , glauben viele das es nun endlich die wahre liebe ist .
Letztendlich ist es das aber nicht

Nach dem was ich dort erlebt habe , und wie ich es erlebt habe
ist die Reha sehr gut ,
und Beziehungen die durch die Reha kaputt gehen , würden auch im realen Leben kaputt ,
und Menschen die in der Reha fremd gehen , gehen auch in normalen leben fremd .

ich kann das aber nur für die Reha wieder geben die ich erlebt habe und die Menschen dort .

in der ersten Reha (orthopädisch bedingt )
gab es diese Verhaltensweisen nicht
fühlt euch gedrückt

06.04.2018 18:13 • x 8 #14


K
Der Klinikschwurbel steht für eine Ausnahmesituation. War auch mal 12 Wochen zur Kur. Da kamen Leute an, die berichteten ungefragt das sie liiert sind. 2 Tage später hatten sie das anscheinend komplett vergessen. Kann auch sein,das dein Freund wieder erwacht ,wenn Alltag und reales Leben ihren Tribut fordern. Aber es muss schon im Vorfeld geknackt haben,sonst wäre er nicht weiter. Meine Person hatte kein Interesse an neuen Partnerschaften. Hatte ja eine Frau,die ich liebte.

06.04.2018 18:21 • x 1 #15


A


x 4




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag