MrLuft
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momentan herrscht große Unsicherheit, wie mit der aktuellen Situation umzugehen ist. Die Ehe besteht seit fast drei Jahren, nach einer fünfjährigen Partnerschaft. Gemeinsam mit dem Sohn wird ein erfüllter Alltag gestaltet, beide Partner sind berufstätig.
Vor vier Wochen begann meine Frau eine Reha. Der Kontakt blieb zunächst eng, es wurde oft über das gegenseitige Vermissen gesprochen. In dieser Zeit wurde deutlich, dass viele Dinge in der Beziehung als selbstverständlich betrachtet wurden. Der Wunsch entstand, nach ihrer Rückkehr bewusster an der Partnerschaft zu arbeiten und Veränderungen einzubringen.
Dann kam die Nachricht, dass sich die Reha um zwei Wochen verlängert. Die Hoffnung war, dass dies dem Heilungsprozess dient. Doch in den letzten Tagen haben sich Veränderungen bemerkbar gemacht, die schwer einzuordnen sind. Ein Beispiel: Als kürzlich nach einem Telefonat gefragt wurde – aus dem Bedürfnis heraus, in einer familiär schwierigen Situation Unterstützung zu finden – kam eine unerwartete Reaktion. Die Antwort war, dass die Reha eine Zeit sei, in der es darum gehe, sich ausschließlich um sich selbst zu kümmern. Für den gemeinsamen Sohn sei sie weiterhin da, aber darüber hinaus könne sie momentan keine Verantwortung übernehmen.
Diese Worte haben getroffen, vor allem, weil bisher immer ein liebevoller, unterstützender Umgang miteinander gepflegt wurde. Gleichzeitig wurde erklärt, dass die kommende Woche von intensiver Psychotherapie geprägt sein wird. Viele schwierige Themen aus der Vergangenheit, insbesondere aus der Kindheit, müssen aufgearbeitet werden.
Obwohl die Reha ursprünglich aufgrund einer körperlichen Erkrankung angetreten wurde, scheint nun auch die Auseinandersetzung mit tieferliegenden, emotionalen Themen Raum einzunehmen. Das wirft viele Fragen auf und hinterlässt ein Gefühl von Unsicherheit, wie es weitergehen wird.