Ich glaube, da werden zwei Dinge vermischt : einmal, dass Menschen 'alles dafür tun würden, um einen Partner zu bekommen' - hört sich nach : egal, was für einen, Hauptsache, da ist jemand, der zu mir gehört. Für den wird dann auch abgenommen, zugenommen, der Musikgeschmack verändert oder die Ernährung vollends umgestellt. Hauptsache derjenige bleibt.
Zum Anderen gibt es die Veränderung in Form von angleichen... Über die Zeit gleichen sich die Partner natürlich an. Es gibt vielleicht neue gemeinsame Hobbies, inspiriert durch den einen Teil, neue Lieblingsgastros, neue Klamotten, evtl sogar eine neue Lebenseinstellung, politische Ansicht oder Beziehungsform... Aber das finde ich nicht schlimm, sogar eher normal. Eine Beziehung bedeutet ja immer auch ein bis drei Kompromisse etwa

. Sonst funktioniert es gar nicht.
Gehe ich also in eine Beziehung, und sage aber 'nö... Ich will mich aber nicht verändern' *schmollmundzieh*, brauche ich den Schritt gar nicht erst zu machen.
Aber vorsätzlich zu sagen, 'wenn ich einen Partner bekäme, ändere ich auch das und das für ihn' beinhaltet nach meinem Gefühl, dass ich nach Anerkennung lechze und vermutlich nicht auf der gleichen Ebene agiere.
Zunächst hat mich der Partner ja (hoffentlich) so lieben gelernt (oder wenigstens sich in mich verliebt) , aufgrund meiner derzeitigen Art und Weise. Was dann an (freiwillig-automatischen) Änderungen irgendwann eintritt, merke ich vielleicht gar nicht, weil es unterbewusst geschieht.