Zitat von Dracarys:Partnersuche ist ja ein liebes Hobby vieler Singles.
Und manchmal erstaunt es mich, zu welchen Zugeständnissen Viele bereit sind.
Flexibilität in Sachen Wohnort, Job, Optik, Lebensgewohnheiten scheinen gang und gäbe.
Das steht, meiner Auffassung nach, diametral zum Wunsch, so angenommen zu werden, wie man nun mal ist.
Was tun denn die Menschen, die mit sich selbst sehr zufrieden sind?
Verändern sie sich trotzdem?
Suchen sie nach dem passenden Partner oder resignieren sie?
Nehmen sie ab/zu und tun so, als ob sie Camping, Hardrock und Wandern toll finden, obwohl sie Hotels, Popmusik und Abhängen vorziehen?
Oder bleiben sie lieber authentisch und Single?
Dieses Verbiegen lese ich hier oft zwischen den Zeilen.
Und auch die unschönen Folgen.
Ich war z.B. sehr erstaunt, dass eine kräftigere Dame in meinem Bekanntenkreis erzählte, dass sie auf Partnersuche sei. Und sie war da absolut frank und frei und meinte offenherzig, dass sie, bei Erfolg, gerne etwas abspecken und jederzeit umziehen will.
Und ich saß da fassungslos und staunte.
Hallo @Dracarys !
Das ist ein interessantes und tolles Thema und wenn ich meine Dinge des alltäglichen Lebens heute erledigt habe (und auch endlich mal wach werde) ,schaue ich mir mal alle Beiträge hier an!
Veränderungen sind so ne Sache bei mir. Es gab "zwangsweise" Veränderungen in meinen letzten Lebensjahren, von denen manche schön, manche nicht so schön waren. Bezogen auf die Thematik Singlesuche und die Bereitschaft zu Veränderungswünschen kann ich folgendes zu sagen:
In diesem Forum habe ich mittlerweile eine Telefon-/Emailfreundin seit ein paar Jahren, die mich immer mal wieder gefragt hatte, ob ich nicht zu ihr hinziehen möchte und vielleicht käme man zusammen, sie würde mich gerne persönlich kennenlernen. Wir haben viel telefoniert, machen das immer noch und schreiben uns auch gegenseitig viel, es ist eine, ich nenne es mal, "Fernfreundschaft". Als vor ein paar Jahren bei mir viele existenzielle Fragen zu klären waren, eben ein Umbruch im Leben nach einer gescheiterten Ehe, war auch u.a. die Frage im Raum: Wohin hinziehen?
Ich habe mich dann für eine Stadt entschlossen, die ich einigermaßen kannte und wo ich jetzt lebe und soweit ganz zufrieden bin. Mit der besagten Dame bin ich freundschaftlich verbunden, aber ich würde vermutlich nicht mehr in Erwägung ziehen, in ihr Umfeld mal eines Tages zu leben. In meinem neuen Leben bin ich noch nicht mal gänzlich angekommen und ich genieße es sehr und bin gerade auch in einem Entwicklungsprozess, mit mir, beruflich, persönlich. Der Verlauf gefällt mir, denn viele Jahre lang habe ich eigentlich nicht gelebt, sondern eher alles schlechtgeredet und zerdenkt etc. kann man in meinen Themen nachlesen.
Um auf Deine Thematik zurück zu kommen: Ich möchte auch nicht alles mehr verändern, Entwicklungen und Veränderungen gehören aber zum Leben dazu und sind unaufhaltsam. Manche erfolgen freiwillig, manche kommen so und manche sind unvermeidbar. Ob ich z.B., sollte ich noch einmal Liebesglück erfahren, einen Umzug in Erwägung ziehe, da würde ich jetzt sagen: Vermutlich nicht, denn hier fühle ich mich wohl, an meinem jetzigen Standort. Da ist momentan alles gut so, wie es ist.
Ich kann mir vorstellen, auch woanders glücklich zu werden, wenn die Rahmenbedingungen passen und ich dort für mich eine Zukunft sehe, zumindest eine Zeitspanne, in der ich mich wohlfühle. Da, wo ich jetzt lebe, ist es derzeit auf meine persönliche Situation betrachtet, sehr gut und ich bin weitestgehend optimal aufgestellt. Was später ist - keine Ahnung.

Lasse ich auf mich zukommen.
Lerne ich absehbar die zukünftige tolle Partnerin kennen, dann muss ich schauen, was dann geschieht. Mein räumliches Umfeld möchte ich derzeit und absehbar nicht verlassen und idealerweise würde meine Freundin aus der räumlichen Nähe kommen bzw. leben, denn ich besitze keinen eigenen PKW und bin daher auf ÖPNV oder meinen "Füssen" angewiesen, Strecken zurückzulegen.

Daher käme beispielsweise eine Fernbeziehung für mich nicht in Frage und ich bin auch kein Freund von sowas.
Ob ich mit jemandem mal zusammen ziehen würde ? Vermutlich eher nicht, kann ich mir aktuell nicht vorstellen. Mir würde eine Liebesbeziehung (keine Affäre mit gebundener Frau, keine Fplus-Geschichte) derzeit reichen, was ich aber nicht erwarte, weil die Möglichkeiten für mich, eine neue Frau kennenzulernen, in manchen Bereichen doch eben eingeschränkt sind, gerade was Mobilität und Reichweite betrifft. Online suchen ist auch kein Ding mehr für mich, das Thema habe ich weitestgehend durch und in meiner Alterskategorie ist es sowieso oft schwieriger, neue Damen kennenzulernen. Jeder von uns hat seine Historie, seine Ansprüche, No Gos etc etc. Ich denke, Gevatter Zufall wird da wohl auch einen großen Einfluss haben.
Gezielt einen Single suchen macht für mich nicht allzu viel Sinn, es muss sich ergeben. Vielleicht werde ich ONS in Erwägung ziehen, um nicht "aus der Übung" zu kommen beim Flirten und so und ein bisschen Spaß auf gegenseitigem Einverständnis wäre auch okay. Sollte sich mehr daraus entwickeln - gut, man müsste schauen, wohin das führt, denn das wäre ja dann auch schon eine Veränderung des Beziehungsstatus.
So oder so, Veränderungen werden immer mal wieder kommen. Ich denke, es ist wichtiger für sich zu wissen und zu beherzigen, was ich (speziell bei der Singlesuche, beim Kennenlernen und in der Beziehung) möchte und was nicht. Denn jede Beziehung verändert etwas, immer. Und da muss man schauen, ob es gemeinsam passt.
Wenn Du von Dir aus sagst, Du möchtest keine Veränderungen, dann ist damit aber auch klar: Solltest Du mal Interesse an einer neuen Liebschaft haben, dann müsste sich jene vollumfassend (zumindest weitestgehend) auf Deine Wünsche, Ziele und Bedürfnisse einlassen, weil aufgrund Deiner Einstellung, keinen Bock auf Veränderungen zu haben, von Dir aus weit weniger Zugeständnisse in Sachen Veränderung des Lebens, der Lebensumstände und und und zu erwarten sind. Das stelle ich mir persönlich in der heutigen Zeit sehr problematisch vor und ich denke, die Suche nach einem geeigneten Partner könnte extrem lange dauern und ich spreche nicht von Jahren (!).
Daher handhabe ich es so, dass, wenn ich eine liebe Frau und potentiell mögliche neue Partnerin kennenlernen werde, damit auch einhergehen muss, dass wir uns in dieser Thematik auch verständigen können und sicherlich Kompromisse - beidseitig - eingehen werden müssen. Denn eine absolut passende Konstellation - die gibt´s wohl nur in Hollywoodstreifen, aber sehr selten im wahren Leben. Und Veränderungen werden da einfach dazugehören.
Liebe Grüße
