SwetlanaRhan
Gast
Unsere Beziehung ist nicht nur sexuell sehr intensiv sondern auch zwischenmenschlich sehr tiefgründig und wir haben starke Gefühle füreinander. Als es mit uns angefangen hat, befand ich mich in einer 15jährigen Partnerschaft, die ich vor kurzem beendet habe. Mir ist dieser Mann so wichtig geworden, dass es mir unter diesen Voraussetzungen nicht mehr möglich war, an meiner alten Beziehung zu arbeiten, die sich durch viele Jahre aus verschiedenen Gründen ins Unglück entwickelt hatte.
Ich stehe zu dem was ich für ihn empfinde und habe mich aus Respekt für meinen alten Partner entschieden, mich zu trennen und nicht mehr zu lügen.
Mein Affäremann befindet sich allerdings immer noch in einer Zwickmühle. Er liebt mich, will mich in seinem Leben haben, findet unsere Verbindung partnerschaftlich gesehen ebenso sehr besonders, aber sich gleichzeitig ist er sich nach so vielen Monaten immer noch nicht im klaren, welche Auswirkungen seine Liebe für mich in seinem Leben haben sollte. Also ob er mit mir zusammen sein will oder bei seiner Frau bleiben will. Er will sich bisher noch nicht von seiner Ehefrau trennen, mit der er keine Sexualität mehr erlebt, und hat Angst vor einer Entscheidung. Seine Frau hat unsere Affäre entdeckt und ist sich von seinen Gefühlen für mich bewusst, aber sie wird noch von ihm angelogen. Zu mir sagt er, dass sie schauen, ob sie aktuell an ihrer Ehe und Familie arbeiten können, und ich frage mich, wie das gehen soll, wenn er eigentlich mich liebt und es mit mir auch nicht beendet. Mich belastet dieses Unwissen gewaltig, denn ich weiß nicht mehr woran ich bei ihm bin, wenn er sich nicht entscheiden kann. Ich fange durch dieses hinhalten auch an, an seinen Gefühlen für mich zu zweifeln, und fühle mich einfach abgestoßen. Sie kehren zuhause ihre Probleme vermutlich schön unter dem Teppich, um möglichst wie eine glückliche Familie zu wirken, und ich warte auf eine Entscheidung, die vielleicht nie kommen wird, und leide sehr darunter. Ich spreche über meine Bedürfnisse sehr offen mit ihm, er ist aber immer schnell überlastet, weil er einfach nicht weiß was er wirklich will, also bin ich dann noch mehr verunsichert und so drehen wir uns im Kreis.
Ich habe wirklich häufig nachgedacht, es mit ihm zu beenden, ich will es aber nicht, zumal ein kompletter Kontaktabbruch durch die gemeinsame Arbeit unmöglich wäre.
Kann ich irgendwas tun, um aus dieser Spirale, am liebsten zusammen mit ihm, rauszukommen? Wie kann ich ihn in seiner Entscheidungsfindung unterstützen? Meine Trennung war für mich schon sehr schwierig und schmerzhaft und ich habe Verständnis, dass es noch schwieriger sein muss, wenn Kinder dabei sind. Aber ich leide sehr und möchte, dass wir aus diesem Teufelskreis irgendwie rauskommen.