Vielen lieben Dank an alle, die mir hier mit Ihren unterstützenden Worten beistehen.
Es tut mir gut zu hören, dass zumindest einige von Euch ein ähnliches Gefühl dazu haben: Dass es feige ist, sich nach 7 Jahren einfach so ohne jemals vorher das Gespräch zu suchen aus dem Staub zu machen. Und ich kann mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass er dieses Gespräch niemals gesucht hat. Vielmehr hatte ich es im Sommer gesucht, weil ich den Eindruck hatte, dass er nicht glücklich ist. Die Antwort war irgendetwas in der Art von: "Alles gut, man muss ja auch nicht alles zerreden".
@pieps: Es stimmt. Auch ich bin schon für eine Andere verlassen worden fühlt sich noch bescheidener an. Möglicherweise hat er natürlich längst eine andere. Nur weil sein Profil noch online ist, heißt das ja nichts. Die "Erklärung", die ich dann noch bekommen habe, war, dass er einfach nicht der Beziehungstyp sei (bullsh* ... er war immerhin schon mal 20 Jahre verheiratet).
Danke für deinen langen Beitrag.
"Selbstliebe" ist das Trigger-Wort. Ein Riesenthema, aber wahrscheinlich ist das die Lektion, die jetzt endlich ansteht!
Alleine sein kann ich übrigens sehr gut. Ich mag das. Ich hab immer wieder längere Zeiten als Single hinter mir. Das macht mir keine Angst.
@ JessesMädchen: Was für eine Horrorstory von deiner Bekannten absolut unglaublich sowas! Bei mir kommt inzwischen auch manchmal die Wut durch, was besser ist als die Depression. Zu den praktischen Dingen bin ich gerade noch nicht in der Lage. Ich müsste Entscheidungen treffen über mein Zuhause und nachdem er mich nicht drängt, hoffe ich, dass ich mit weniger Liebeskummer wieder klarer sehen kann.
@mandeep: Ich glaube nicht, das Männer
so sind und Frauen anders. Aber es scheint doch so, dass es eher eine männliche Strategie ist, loszuziehen und sich direkt die Nächste zu suchen. Und es ist auch überhaupt nicht so, dass ich es nicht verstehe. Man(n) kann mal gucken, wo der Marktwert liegt und den Selbstwert ein bisschen aufmöbeln. Neues ist immer interessanter kann ich absolut verstehen, geht mir gar nicht anders. Würde mir nur nicht helfen gegen den Schmerz und finde ich auch keine sinnvolle Strategie. Als abgelegte Partnerin hinterlässt es bei mir den Geruch von Austauschbarkeit und ... Wertlosigkeit.
@ Samuela: mein aufrichtiges Mitgefühl! 13 Jahre ... das ist wirklich nochmal eine andere Hausnummer. Ich kann es einfach nicht verstehen. Klar entlieben sich Menschen. Ist ja nicht so, dass ich mit 50 Jahren zum ersten Mal Liebeskummer hätte. Aber warum wird nicht miteinander geredet?
Sicher kann man mit Reden nicht alles aus der Welt schaffen. Vielleicht auch gar nichts. Aber man kann doch den anderen, den man immerhin mal geliebt hat, an seiner Gedankenwelt teilhaben lassen, kann sagen "mir gehts nicht gut", "ich wünsche mir xy" ...
*Seufz* nochmal vielen Dank es hat mir geholfen zu lesen, dass ich nicht alleine bin. Vielleicht ist es besser gemeinsam durch die Hölle zu gehen als alleine.
