Zitat von elisabeth123:Zitat von Kaetzchen: Das ist das Paradoxe daran (und vielleicht bei vielen auch der Grund, warum der Zustand so lange aufrechterhalten wird? Weil man eben doch lieber nicht so GANZ alleine sein möchte, und dann ist zumindest so ein temporär geliehener 1/8-Mann besser als gar keiner?).
Aber das ist doch ein wahnsinniger psychischer Stress. Müssen die denn nicht arbeiten, Kinder versorgen oder die Blumen gießen?
Ich habe für diese Sorte Dramen gar keine Zeit. Mal im Urlaub - klar - aber da möchte ich doch auch entspannen.
Hab mich auch mal in der Single-Zeit mehr oder weniger bewusst veräppeln lassen, der Gute war zumindest Single. Nach zwei Monaten wollte ich dann doch lieber in Ruhe ein Buch lesen, als mir das Drama zu geben. Da hab ich mich aus Langeweile drauf eingelassen.
Oh ja, Langeweile ist ganz bestimmt auf beiden Seiten ein starker Motivator für eine Affäre

Wenn man das mal erkannt hat und anfängt, die leeren Stellen im Leben mit Dingen zu füllen, die einen wirklich weiterbringen, hat man auch ganz fix keine Lust mehr auf die Affäre. Also so war es jedenfalls bei mir. Ich kam ja gerade aus einer sehr langen Ehe, und da waren natürlich plötzlich viele Leerstellen, die vorher durch meine Beziehung besetzt gewesen waren. Ich habe erst im Laufe der Affäre angefangen, diese zu füllen. Mit Sport, (alten und neuen) Freunden, mehr Arbeit, Weiterbildung, neuem ehrenamtlichen Engagement... und je mehr ich davon tat, desto unwichtiger und teilweise sogar nerviger (weil zeitraubend) wurde mir die Affäre.
Jetzt gönne ich mir noch ein paar (Wochen? Keine Ahnung), um das ganze für mich aufzuarbeiten, zu verstehen, warum und wieso ich was getan und was nicht getan habe, habe ein Buch darüber geschrieben, versuche, hier und woanders anderen "Betroffenen" ein bisschen zu helfen, wenn ich kann, und in ein paar Wochen, hoffe ich, bin ich dann auch für mich "durch" damit und kann mich wieder den wirklich wichtigen Dingen meines Lebens zuwenden. Dann bin ich auch hier hoffentlich wieder weg
