Hallo Ihr Lieben,
wow, soviele liebe und klare Worte.
Ich war heute nur unterwegs, Sachen gepackt, Baustelle abgeklärt (Ja, Freunde sind da!), geheult, geschimpft etc.
@Willan: Alles ok, natürlich darfst du dich einklinken. Auch ich bin froh, dass ich nicht alleine bin. Zweifel immer sehr schnell an meinem Verstand. Doch heute sagt mir mein Kopf ganz klar, dass es so nicht mehr geht und dass ich mit Meinungsverschiedenheiten bestimmt in einer Beziehung leben kann auch wenn man sich mal anschreit oder richtig streitet. Doch ich persönlich bin ein Typ, der nicht ewig wütend sein kann und die Harmonie sucht und sich wegen solcher Kleinigkeiten, die ich gestern erlebt habe, eine Trennung nie im Kopf haben würde. Mein Ex-Freund ging es aber anders - vielleicht aus dem Grund, wie Idaho es beschreibt. Ich glaube, es kommt dem wirklich sehr nahe... er war zuletzt auf der Hut wie meine Stimmung war und ich war auf der Hut bloß "happy" zu wirken, damit es keinen Stress gab. Das funktioniert wohl nicht ...
Meine Therapie habe ich in erster Linie begonnen, weil ich mit depressiven Phasen zu kämpfen habe. Sprich: ein Stimmungstief war nicht selten. Und wurde ich von ihm darauf angesprochen (mal mehr mal weniger sensibel) habe ich mit Gegenwehr reagiert, weil ich es selber nicht händeln konnte. Klar: das war nicht der richtige Weg!
Es gab, in der letzten Eskalation, ein Gespräch wo ich ihm gesagt habe, wenn ich merke, dass ich wieder in ein Loch falle, es ihm klar sagen werde - doch ich habe es mich gar nicht getraut, bzw. konnte es gar nicht abschätzen, ist es nun so oder nicht? Er hat es wohl eher gemerkt als ich?
Ich glaube, die Art wie er mit negativen Emotionen umgeht ist das komplette Gegenteil wie ich es tue - er ist ein Lebemensch und man merkt es ihm nicht an, wenn es ihm schlecht geht. Selbst ich nicht... nur wenn er von sich aus darüber gesprochen hat. Irgendwie traurig, oder?
Was bedeutet denn KS?
Wisst ihr, mein Kopf sagt mir ganz klar: es geht nicht mehr!
Aber mein Herz ist gebrochen und vermisst diesen Mann, den ich liebe, so sehr. Nur kann eine Beziehung funktionieren, bei sovielen Trennungen, auch wenn unsere längste "nur" 2 Wochen war? Ich glaube, es waren in den fast 6 Jahren ca. 3 oder 4 Trennungen. Wirklich mit alle Klamotten raus aus seinem zu Hause und wieder zurück zu meinen Eltern, Schlüssel abgeben etc. Das bin ich ein für alle mal leid ...!
Liebe Willan, hoffst du darauf dass sich dein Freund bei dir meldet und einsieht, dass auch er ein Teil der Beziehung war und seine Emotionen oder seine Reaktionen genauso dazu beigetragen haben, wir ihr miteinander gelebt habt?
Diese Hoffnung habe ich auch, ich habe sogar in der letzten Trennung einen Hauch von Einsicht bei ihm erlebt - aber im Grunde haben wir es nie hinbekommen. Das Muster wie wir mit Stress umgehen, war immer wieder gleich.
Wir hatten sogar ein Zeichen, was hieß "Stopp - ich komme an meine Grenzen" Dann war klar, der andere ist still und gibt dem einen die Zeit die er benötigt. Aber in solchen Situationen, die dann eskalieren, ich glaube, dafür waren wir beide zu aufgebracht und in unserer kindlichen Rolle, als dieses Zeichen zu geben
Lernt man denn zu ATMEN wenn man merkt, es geht los und sich dann zu kontrollieren ... ich glaube, es müssen auch beide darum wissen und beide bereit sein, zu erkennen, dass das was nun kommt, wieder katastrophal wird und anders geregelt werden könnte. Einer alleine hat es da sehr sehr schwer.
LG