Zitat von Dummda:Nein, aber die Heimlichkeit ist auch wichtig, denn damit gibt es die Illusion einer Einheit und besonderen Bedeutung. Jeder will doch was Besonderes sein. Stell Dir vor der Mann sagt zur AF, hey, ich will jetzt eine Affäre mit Dir, meine Frau weiß Bescheid und es ist okay für sie. Dann wäre ja offensichtlich, dass er sie benutzt.
Wieso "benutzt"? Er ist dann einfach straight. Ich habe Bock auf Dich und Deinen Körper. Dann kann sie entscheiden, ob ihr das reicht. Du gehst von der Prämisse aus, dass jede Frau automatisch das Verlangen danach hat in jedem Fall die feste Partnerin oder Ehefrau des besagten Mannes zu werden. Dieser Drang kann entstehen, muss er aber nicht. Wenn sie sich unter diesen Umständen darauf einlässt, hat sie am Ende im Übrigen auch gar nichts - nicht mal ein Druckmittel. Dann müsste sie sich mit sich selbst auseinander setzen. Super, oder?
Zitat:Hat er aber eine Affäre hinter dem Rücken der EF, dann ergibt sich das Gefühl von partieller Überlegenheit, denn sie hat Einfluss auf den Am jenseits der EF. Auch für den AM ist es durchaus prickelnd, denn auch er meint dann Macht zu haben, denn er macht etwas ohne dass die EF Einfluss hat. Beide erschaffen sich einen Freiraum über den sie verfügen und die EF kann nichts machen. Kann man natürlich leugnen, aber wer eine Affäre hat, leugnet ohnehin gerade sehr viel.
Dann würdest Du sagen, dass es bei jeder Affäre um einen Machtkomplex geht. Das wage ich ganz einfach mal zu bezweifeln, weil die meisten Leute nicht mit einer Machtvorstellung da hinein gehen. Bei Macht geht es ja eher um Bestimmung über andere oder um das Bewirken des eigenen Selbst. Meistens geht es hierbei doch eher darum, dass einem etwas fehlt und es sich dann woanders geholt wird. Als ich fremd ging, hatte ich in keiner Weise einen Machtanspruch, meine Affäre auch nicht. Wir fuhren einfach aufeinander ab.
Zitat:Wahre Liebe habe ich in Anführungszeichen gesetzt, denn ich meinte es nur ironisch. In einer Affäre kann es keine wahre Liebe geben. Bestimmt eine ganz tolle Verliebtheit, je nach Temperament und Bedürfnissen, aber keine Liebe. wer das glaubt, der hat sie nich nicht erlebt.
Ganz ehrlich, wenn ich diese Texte mit der großen Liebe lese, dann muss ich mich innerlich immer wegschmeißen vor lachen (wenn es nicht so traurig wäre). Liebt man wirklich, dann trennt man sich und das zügig.
Auch Du hast keine Definition für "wahre Liebe", denn die gibt es nicht. Du kannst darüber lachen, weil nach DEINER Definition "Wahre Liebe" so und so auszusehen hat. Da gibt es aber keine allgemeingültige Ausführung für. "Liebe" definiert jeder für sich.