Zitat von Dracarys:TE, Deine Partnerin hat sich verändert, ihr gefällt dieses neue ICH, das sie erschaffen hat, sehr gut, sonst würde sie anders agieren.
Ist das so?
Kennst du sie?
Ich weiß nicht, aber ich wundere mich wirklich, dass ausschließlich von einer selbst gewählten, gezielten und für die Frau positiven Veränderung ausgegangen wird.
Vielleicht ist das gar nicht so.
Vielleicht geht es ihr psychisch sehr schlecht und versucht das irgendwie zu kompensieren.
Vielleicht hat sie einen Gehirntumor und macht deshalb eine Persönlichkeitsveränderung durch.
Ich könnte ja mal über ein paar Seiten diese These vertreten. Vielleicht finde ich ja Leute die irgendwann mit einsteigen.
Bitte versteht mich da nicht falsch, ich bin der Letzte, der eine Entwicklung bei Menschen negativ sieht und das jedem wünsche.
Aber das was hier ständig kommt ist einfach sehr einseitig.
Manchmal habe ich fast das Gefühl, dass wir hier in so einer typischen Gendergeschichte stecken.
Der Mann der seine Frau grundsätzlich als die Schwache, Unselbstständige und Unterlegene sehen und haben möchte und die Frau die sich endlich befreien möchte und sich emanzipiert. Der Mann der damit einfach nicht klar kommt und die Frau die unterdrückt werden soll und dafür kämpft.
Natürlich gibt es das, aber kann man das immer gleich so einordnen oder sind wir da dann zu unbeweglich und machen es uns einfach mit Stereotype.
Ich finde das eben etwas bedenklich und zu einseitig. Vor allem weil wir keinen der beiden kennen.
Ich habe das bei Menschen selbst erlebt. Veränderungen die zunächst gar nicht so auffällig waren, sich dann etwas gesteigert haben, bis derjenige dann irgendwann am Arbeitsplatz ausgeflippt ist. Ich hatte dann, als guter Freund, das Vergnügen denjenigen in die Psychatrie zu bringen, wo er dann für die nächsten Monate bleiben durfte.
Die Veränderungen waren zunächst nicht besonders extrem, aber irgendwann habe mal angemerkt, dass er offenbar nicht mehr zur Ruhe kommt und was denn los sei.
Bis zum tatsächlichen Zusammenbruch hat es dann noch ein Jahr gedauert.
Bis dahin gab es auch weitere Veränderungen, im Verhalten und auch äußerlich.
Also, ist es immer so einfach, wenn man nur bestimmte und kleine Einblicke hat?
Können wir jemanden einfach etwas aufdrücken, das so schön in eine Mainstreammeinung passt obwohl er eigentlich gerade verzweifelt ist und nicht weiß, wie er es besser beschreiben soll?
Vereinfachung ist manchmal gut und lässt schneller Schlüsse zu, aber manchmal unterschlägt es auch die wichtigen Informationen und man übersieht den eigentlichen Punkt.