Zitat von 6rama9:Doch, den würde ich sehr wohl als Vorbild für jemanden nennen, der sich bewusst zum Ziel gesetzt hat, etwas Besonderes zu erreichen. Tatsächlich haben solche Persönlichkeiten fast immer auch ihre Schattenseiten, getreu dem Motto "wo viel Licht, da auch viel Schatten". Und genau das macht die Faszination solcher Menschen aus. Meine Lebensphilosophie ist: "Lieber ein Mensch mit vielen Ecken und Kanten, als ein kleiner grauer Niemand."
Steve Jobs finde ich aber einen besonderen Fall. Den würde ich gar nicht so sehr in diese Narzissten-Ecke drängen, so von wegen, dass der nahezu über Leichen gegangen ist, weil er von allen bewundert werden wollte und megaerfolgreich.
Denke dem ging es nicht um Erfolg um sein Ego zu füttern. Sehe den eher als Visionär.
Also eher in dem Sinn, dass er ein Motor der menschlichen Entwicklung sein wollte, Ästhet war er ja auch noch und diesem Ziel alles unterworfen hat. Seine zwischenmenschlichen Verbindungen, sein Ruf waren für ihn uninteressant und dann passiert es eben, dass ein Kind in jungen Jahren genauso wenig reinpasst wie "normale" Mitarbeiter, die nach 20 Stunden harter Arbeit nicht noch angebrüllt werden wollen, wenn XY nicht perfekt ist sondern auch mal ne Pause brauchen und Anerkennung.
Da hat er knallhart alles möglichen Hindernisse aus dem Weg geräumt.
Bei so den gängigen Erfolgsmenschen oder erweitern wir das mal auf Menschen, die in die Öffentlichkeit streben - ist mein Erfahrungswert, dass das eben so Aufmerksamkeitssüchtige sind und sich um sich selbst drehen.
Da gehts um den Ausbau des eigenes Egos aufgrund innerer Defizite. Um die würde ich immer einen großen Bogen machen, ob das Professoren oder Künstler sind. Wobei auch da Ausnahmen die Regel bestätigen, aber die sind eben mit ihrer Mission oder ihrem Job verheiratet.