Zitat von Brockenhexe77:Die netten Jungs aber interessieren mich nicht. Was ist bloß verkehrt bei mir. Ich hätte einen netten Typen in der Warteschleife, der mich wahrscheinlich sogar glücklich machen könnte. Stattdessen heule ich aber gerade wieder so einem Honk nach, der mich 3 mal flach gelegt hat, nur um dann das Weite zu suchen. Ist das noch normal? Hilfeee!
Ich hab noch eine ganz pragmatische Erklärung für Dich - es gibt ja die Theorie der verschiedenen Bindungstypen. Dabei geht man davon aus, dass etwa 50% der Menschen dem sicheren Bindungstypen angehören. Das sind also die, die immer langjährig in stabilen Beziehungen und auch nur selten oder kurz mal Single sind.
Der Rest verteilt sich auf die Bindungsängstler (die "bösen Jungs" gehören dazu

und die Verlustängstler (die unglücklich verliebten weiblichen Mädels gehören meistens dazu). Da sich Bindungsängstler und Verlustängstler gegenseitig arg heftig anziehen.
Du hättest Dein Problem mit einem sicheren Bindungstypen nicht, allerdings sind die halt meistens, gerade in Deinem Alter jetzt, in stabilen Beziehungen, und wenn diese dann doch mal beendet werden, sind sie auch nicht lange Single. Sind also ab einem gewissen Alter nur noch schwer zu erwischen.
Die "lieben" Jungs, die sehr an Dir interessiert sind, gehören wahrscheinlich auch eher zu den Verlustängstlern. Da entsteht also gar keine Anziehung bei Dir, im Gegenteil. Deshalb landest Du immer wieder bei den "bösen" (Bindungsängstlern). Und dann gibt es noch einen zum Glück recht kleinen Prozentsatz von Menschen, die gleichzeitig Bindungs- und Verlustangst haben. Das sind dann die, die immer gerne in On-Off-Beziehungen mit ähnlich gestrickten Menschen landen und nur Drama und Katastrophen anziehen.
Das ist nicht ungewöhnlich und kommt heutzutage extrem häufig vor, gerade bei Singles über einem gewissen Alter (>25-29, sag ich mal

zumal Menschen vom sicheren Bindungstypen auch seltener werden, bedingt schon allein durch mehr Scheidungskinder (die meistens durch die Trennung der Eltern Bindungsstörungen entwickeln).
Im Grunde bleibt Dir also nichts, als selbst vom Verlustängstler zum sicheren Bindungstypen zu werden. Das ist schwierig und nicht von heute auf morgen machbar, kann aber funktionieren. Manche Verlustängstler entwickeln auch Strategien, um in einer Beziehung mit ihrer Verlustangst besser umzugehen. Fremdgehen zum Beispiel

sie verhindern so, unter ihrer Verlustangst zu leiden, weil sie sich immer ein "Back-up" sichern. Kann ich Dir jetzt so nicht unbedingt empfehlen.
Vielleicht informierst Du Dich mal darüber, es gibt gute Lektüre zum Thema. Und falls Du Dich da wiederfindest, wäre ein Therapeut die beste Anlaufstelle.