Zitat von Wieimmer:Schuldzuweisungen und Moralisieren.
Schwarzweiß.
Der Grundtenor bleibt wohl immer diese bizarre Mischung aus JVA und Kirche.
Und am Ende des Beitrages..
Aber ich bin nicht so.
Ich habe alles richtig gemacht.
Moralisch einwandfrei eben.
Pharisäer haben Jesus im Tempel genau so verraten.
Also:.
Affären sind moralisch schlimm. Schlimmer als Mord womöglich.
Ungebundene Affärenpartner moralisch nicht zu akzeptieren.
Gebundene Affärenpartner verwirrtes und gejagtes Hetzwild der Ungebundenen. Also Opfer. Damit moralisch wieder einwandfrei nach Buße und unbedingten Verbleiben in der Ehe. Auflage zur Bewährung ist Therapie.
Moralisch absolut einwandfrei ist der betrogene Ehepartner. Dieser darf aus dieser Position heraus die beiden anderen verurteilen.
Damit wäre doch alles gesagt.
Es lebe die Polemik. Nennen wir einfach alles, was uns nicht gefällt Motal und schon sind wir fein raus. Dann unterstellen wir den anderen noch eben, sie würden sich erheben und Fertig ist das Paket. Das Leben kann so einfach sein.
Ich freue mich, wer hier gerade schwarz weiß Malerei betreibt? Doch wohl eher Du.
Jeder Mensch hat ein Wertesystem, jeder! Mancher schmeißt die opportunistisch über Bord - oder glaubt es zumindestens - und ruft im nächsten Moment Toleranz. Ach ja, Toleranz ist richtiger Wert, der hat nichts mit Moral oder diesen komischen Werte wie Ehrlichkiet und Respekt zu tun. Nein, der steht über allem. Und jeder der das nicht hat, ist ein Moralist. Klar, ist aber auch schwarz- weiß. Aber halt das richtige schwarz-weiß.
Nach Belieben wird dann auf die Bibel zurückgegriffen. Aber nur selektiv, denn die zehn Gebote, die da auch stehen, sind Pfui. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, wird gerne mal uminterpretiert.
Ist dann doch eher Pipi langstrumpf - ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt. Dann bin ich auch Herr über alles.
Lügen wird in keiner Kultur positiv gesehen. Alles Moralisten.
Machen wir doch einfach alle, was wir wollen. Und wem das nicht gefällt, was wir machen, der ist ein intoleranter Moralist der von der Kirche beeinflusst wurde.
Fehler zugeben ist was für Feiglinge.