Pusteblume15
Gast
Zitat von Kaetzchen:Zitat von WhosThatGirl:
Sehr interessanter und guter Aspekt.
Die Veränderung ist offenbar so dringend notwendig um "sich für sich zu entscheiden".
Ab wann hört die Persönlichkeitsentwicklung wieder auf bzw. wann wird sie "weiter" geformt?
Oder kann sie gar rückläufig sein, wenn man zurück geht?
Hört das "sich für sich entscheiden" in dem Moment auf, indem man den Weg weg von dem "anderen" hin zu seinen Bedürfnissen abbricht und wieder mehr sich selbst "verliert"?
Ich kann für mich (!) sagen, dass die Affäre mir sehr geholfen hat, mich wiederzufinden. Und gleichzeitig zu sehen, was in den letzten Jahren bei mir (und in der Ehe) alles so schiefgelaufen war, wo meine eigenen Anteile lagen, und wo jetzt noch meine Baustellen sind. An denen kann ich nun arbeiten, weil ich sie endlich sehe. Vorher war das so ein Stochern im Nebel. Ich wusste, da ist was zu tun, ich wusste aber nicht, was genau und wo ich anfangen sollte. Das sehe ich jetzt klarer, und es wurde immer deutlicher je stärker ich mich schon während der Affäre wieder auf mich zurückbesonnen habe. Meine eigenen Werte wiedergefunden habe, die in der langen Beziehung vorher ein Stückweit verloren gegangen waren.
Mir hat die Affäre auch geholfen. Es lag nicht an dem Mann, er hat nicht bewusst much zu dieser Erkenntnis geführt. Sondern mein Handeln bzw eben nicht handeln hat mich aufgeweckt. Man steht dann schon mal ganz verwirrt da und hat plötzlich den Blick frei. Der Schutt der sich dadurch zeigt muss jetzt Stück für Stück be und verarbeitet werden. Vor allem auch richtig sortiert. Sonst landet es wieder am falschen Platz und das Drama geht erneut los, weil wieder was fehlt. Genau an dem Punkt ist es Do wichtig sich eben nicht mehr mit der Person sondern mit der Situation zu beschäftigen. Der nach dem man sich vermeintlich sehnt, ist nicht der Retter. Jetzt ist anpacken und reflektieren gefragt .
Wer das nicht konsequent macht findet sich im nächsten Drama wieder.
