Zitat von Zugaste:Erklärt ihr mir bitte mal was Spielchen spielen genau bedeutet?
Welche Art von Spielchen? Diese Art von Spielchen, die einer Beziehung und dem Partner einen positiven Kick geben oder diese Art von Spielchen, in denen ich versuche, trotz eklatanter emotionaler und sozialer Mängel die Oberhand über den Partner zu behalten?
Erstere sind tatsächlich Spiele, die zwar neuen Input geben, aber nicht so machtvoll sind, dass sie eine Beziehung oder einen Partner in die Schieflage bringen können.
Zweitere sind keine Spiele, sie werden nur so von den emotionalen Legasthenikern genannt, um sie harmlos erscheinen zu lassen. In Wirklichkeit sind sie ein Psycho-Krieg.
Nehmen wir als Beispiel den aktuellen Fall bei Jungspund und mir. 6uelle Enthaltsamkeit, trotz ero. Trigger. Ausgangspunkt war das leidige "Toy Boy" Thema und der Vorwurf, dass ich in erster Linie rein körperlich interessiert sei. ..Das ist mir echt noch nie passiert. Wir hätten das Thema zu Tode diskutieren können. Ich fand die Variante besser, ihm genau das zu geben, was er wollte. Tiefe, Gemeinsamkeiten, Alltag, zusammen Spaß zu haben, auch wenn man die Finger bei sich behält. Gleichzeitig alle Annährungsversuche abwehren, weil man ja den Partner schätzt und respektiert und auf geistiger Ebene mit ihm in Kontakt treten will. Emotional und intellektuell stimulierend.
Gleichzeitig in schriftlicher Form das Körperliche thematisieren. Hey, ich bin Schriftstellerin, ich kann darüber schreiben, ohne Hintergedanken zu haben. Ist das nicht toll?
Zwangsläufig musste der Jungspund seine Meinung noch mal überdenken. Und geschadet hat es ihm nicht. Er kam endlich mal dazu, zu verführen, alle Register ziehen zu müssen und auch noch von langer Hand zu planen. Der kann mir erzählen, was er will, ihm hat das auch Spaß gemacht. Selbst wenn er mal in die Bettkante gebissen hat. Ist halt wie "Mensch-ärger-dich-nicht" Da fliegen auch schon mal die Figürchen, aber am Ende hatten alle Spaß.
...Ich werde das jetzt sogar noch häufiger tun.
Gerade im ero. Bereich gibt es wohl jede Menge Spielarten. Je weiter das Spiel geht, um so ernster wird es. Nehmen wir den SM-Bereich. Es gibt genug Idioten, die sich sabbernd dem Irrglaube ergeben, als Dom die absolute Macht zu haben. Einen Schei*dreck hat man! Da es sich immer noch um eine wie auch immer gelagerte Liebesbeziehung handelt, sollen beide Spaß haben. Der Dom hat die undankbare Aufgabe, die Grenzen auszutesten, Spaß zu gewährleisten und noich die gesamte Verantwortung zu tragen Komplett. Dem Sub muss es möglich sein, sich absolut fallen zu lassen. ...Als Dom darf man genau das nicht. Kapieren aber nur die wenigsten. ...Wer das Spiel nicht beherrscht. sollte erst gar nicht das Spielfeld betreten.
Genauso verhält es sich mit Spielchen innerhalb der Beziehung. Wer spielen will, muss die Regeln kennen. Und er muss die Grenzen erkennen, wann das Spiel nicht mehr für beide erheiternd ist.
Nehmen wir das Thema Eifersucht. Ich hatte mal einen Partner, der immer dann, wenn ich ihm zu wenig Aufmerksamkeit schenkte, weil ich tatsächlich auch noch andere Lebensinhalte als ihn hatte, andere Frauen ins Spiel brachte, indem er aufreizend vor mir flirtete. Was er als harmlos abtat und mir damit signalisierte: Wenn Du das nicht abkannst, bist du uncool. Ist doch normal.
Die wirkliche Intention war leicht erkennbar: wenn Du nicht so bist, wie ich das will, kann ich mir auch andere suchen.
Das war der Versuch, mich klein zu halten. Er hat bis heute weder verstanden noch verwunden, dass ich ihn bei Nacht und Nebel verließ und mich nie wieder bei ihm gemeldet hab. So ist das hallt, wenn m,an jemanden zermürbt. Selbst schuld. Klar, werden jetzt alle sagen, ich hätte den armen Kerl geghostet. Ein feuchten Dreck hab ich. Ich habe es mehrmals offen angesprochen, weil ich im Gegensatz zu ihm kein Problem mit einer offenen Konfrontation habe. ...Umso mehr hat er "gespielt". Ich war zermürbt und habe mich vom Schlachtfeld geschleppt. Sorry, die Hauptschuld liegt bei ihm. Es ist ja schon traurig genug. dass er noch immer so versucht, Frauen unter Kontrolle zu bekommen. ...Und jedes Mal verlassen wird.
Man kann den Partner auch auf andere Art und Weise klein halten. Wir necken ihn, natürlich rein liebevoll immer wieder mit seinen Schwächen und Unzulänglichkeiten. Während wir selbst so etwas nicht zeigen. Wir torpedieren sein Selbstbewusstsein, weil er uns zu groß ist und wir uns selbst zu klein vorkommen. Das ist kein Spiel. Das ist ein Machtkampf.
Genauso die Leute die immer und immer wieder auf die Unterscheide von Mann und Frau und deren Rollen pochen, die eingehalten werden müssen.
Auf männlicher Seite werden natürlich weibliche Tugenden in den Himmel gelobt- ...die fast ausschließlich damit zu tun haben, einen Mann den Verstand zu rauben, von rein 8ueller und emotionaler Natur zu sein. Was ihr die komplette Verantwortung für den emotionalen Halt der Beziehung aufs Auge drückt. Meist, weil der Mann weiß, dass er emotional nun mal ein Krüppel ist und es schlicht nicht kann. Man redet der Frau ein, dass alle Männer und alle Frauen so sind. Sie wird keinen besseren Mann finden und wenn die Beziehung trotzdem ne Bruchlandung macht, ist sie schuld. Die Frau soll emotional alle Schutzschilde fallen lassen, während der Mann seine oben behält und das als Fels in der Brandung verkauft. Die weiblichen Tugenden umfassen übrigens keinerlei großartigen, geistigen, intellektuellen Fähigkeiten, weil der Mann sich dann klein fühlt. Wenn der Mann nicht bestehen kann, liegt das also nicht an seiner Schwäche, sondern weil die Frau sich nicht ihm zuliebe klein gemacht hat. ...Das ist echt ein Witz, dass es immernoch Männer gibt, die einem das als gerechte Sache verkaufen wollen. Gibt es wirklich Frauen, die sichj für so dumm verkaufen lassen? Springen die auch auf Zuruf durch einen brennenden Reifen? ...Meist werden diese Männer verlassen, weil die Frau einen Mann kennenlernt, der eben doch besser ist, als es in der Beschreibung stand. Dann bricht das Kartenhaus zusammen. Game over!
der umgekehrte Fall sind dann Frauen, die mit den Wimpern klimpern, dem Popo wackeln, den Mann filmreif anhimmeln sich in die Opferrolle begeben, weil Männer doch von Natur aus alle Vorteile haben und dafür erwarten, dass der Mann ihr Leben meistert, sie versorgt, ihre emotionalen Defizite ausgleicht, und sie so behutsam behandelt, wie ein rohes Ei. ...Und Gedanken muss er auch noch lesen können.
Ich frage mich immer, was in Männern vorgeht, die auf Sawas reinfallen. Man kann doch unmöglich derart nach Bestätigung hecheln, dass man blindlings in eine Venusfalle tappt.
...Meist werden diese Männer verlassen, weil Frauchen einen Mann entdeckt, der mehr Geld, mehr Power, mehr Liebe verspricht. Klar, diese Frau ist absolut lebensuntauglich, natürlich muss die sich die beste menschliche Krücke suchen.
Bei den meisten Menschen dienen Spiele und die große mysteriöse, an enge Regeln geknüpfte Anziehung zwischen Mann/Frau Defizite ausgleichen zu wollen und dem anderen die Schuld dafür zu geben, weil das nicht klappt. Der hat sich ja nicht an die Regeln zu halten. Der Mann war doch kein Gott, die Frau hatte einen eigenen Willen und ein eigenes Leben.
In Wirklichkeit erkennt man diese Menschen ja auch daran, dass sie einfach keine offene Konfrontation leben können.
Entweder sind sie stur und gefühlskalt und verkaufen diese Angst vor der Niederlage als Coolness und innere Ausgeglichenheit oder sie präsentieren sich als süßes Opfer, dass stets gepampert werden muss. Dass Männer eher zu Variante a) und Frauen eher zu Variante B neigen, liegt schlicht an Erziehung und Sozialisation.
Aber klar, diesen Psychokrieg verkaufen wir als Spiel.
Deswegen sind hier soviele Menschen im Forum, die zwar das Spiel beherrschen, aber trotzdem immer auf die Nase fallen. ...Weil die anderen nicht mitspielen. Die tummeln sich da draußen und haben noch andere Aufgaben als die Mann-Frau Geschichte. Die haben ein Leben.
Ist Euch mal aufgefallen, dass die Player kein anderes Thema haben, als das andere Geshlecht und alle anderen Dinge nur halbherzig behandeln?