Zitat von Emma75:Und schon wenn ich so was schreibe, schäme ich mich für meine Bedürftigkeit.
Schämen, weil du das fühlst? Warum?
Zitat von Emma75:Dieses Anlehnungsbedürfnis, das da manchmal aufkommt, ist das, was ich unbedingt verdrängen will, denn das macht abhängig und hat mich damals beim Narzissten ins Verderben geführt.
War es denn wirklich das Anlehnungsbedürfnis oder doch eher, dass dein Ex deine Grenzen komplett missachtet hat?
Zitat von Emma75:Aber in schwachen Momenten bin ich schon einsam und die Oxytocin-Kicks, die ich mir ab und zu verschaffe, wirken dann wie ein schaler Ersatz.
Ja, das ist wohl gerade eine Sinnkrise, aber da muss ich wohl durch. Mir geht es nicht gut.
Ich drücke dich mal virtuell. Ganz vorsichtig natürlich.
Sich einsam zu fühlen magst du nicht. Ist es sich einsam fühlen oder alleine mit allem fühlen?
Dass es dir nicht gut geht tut mir sehr leid.
Das ist vielleicht kein großer Trost. Aber ich finde gerade solche Phasen so lehrreich. Weil ich da so viel über mich selbst lerne.
Ist es bei dir auch so?
Zitat von Emma75:Das ist vielleicht das Schlimmste. Auszuhalten, dass innendrin ein weiches, schwaches etwas wohnt, das einfach nur gestreichelt und geherzt werden will. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich dieses Ding leiden kann. Aber verjagen oder einsperren lässt es sich ja offenbar nicht.
Nein einsperren geht wohl nicht (mehr).
Kannst du dir selbst Trost spenden? Was genau ist für dich daran schwach, kannst du das genauer erklären?
Zitat von Sacred_Life:Wie sich für das eine öffnen, das Weiche, die Liebe, ohne die hart erkämpfte seelische Autonomie aufzugeben und sich zu verwundbar zu machen? Eine Herausforderung, wie ein Koan im Buddhismus. Ich wünsche, ich hätte den Trick raus
Vielleicht mit dem Annehmen? Dass eine geht nicht ohne das andere. Zum Leben gehört das Weiche genauso wie das Harte. Beides darf da sein.
Und ja, vielleicht wird man dann auch mal verletzt und enttäuscht. Und es tut weh, man ist traurig und fühlt sich dem auch hilflos. Und dass dann einfach versuchen anzunehmen.
Oft unterteilen wir in gute/ schöne Gefühle und schlechte/ unangenehme. Und in Stärke und Schwäche.
Aber irgendwie sind es einfach alles Gefühle und dürfen da sein, finde ich.
Aber auch mir fällt das ab und an schwer.