Zitat von NurBen:Hier wird so getan, als hätte der Mann Einfluss darauf.
Darum habe ich das Beispiel gebracht, dass Frauen z.B. Männer anziehend finden, die größer sind als sie selbst.
Das sie sich von denen angezogen fühlt, kann sie nicht beeinflussen.
Kein Mann unterstellt einer Frau "Steinzeitdenken", weil sie nicht auf 1.60m Typen steht oder mangelndes Selbstbewusstsein.
Hier wird meines Erachtens nach mit zweierlei Maß gemessen.
Nein, ich finde,
Du misst da mit zweierlei Maß

Das eine ist körperliche Anziehung (Körpergröße, Statur etc). Das kannst Du also damit vergleichen, dass Männer auf der ganzen Welt sich körperlich eher zu Frauen hingezogen fühlen, deren Taille-Hüft-Verhältnis in einem bestimmten Verhältnis liegt. Das gilt für alle Kulturen, egal, ob dort gerade Skinny oder Rubens angesagt ist. Das können jetzt alle Frauen, die keine schlanke Taille haben, doof finden, spielt aber keine Rolle, weil da keiner was dazu kann. Das ist zB etwas, das biologisch determiniert ist. Früher haben sich Frauen deshalb in Korsetts gezwängt

Und so ähnlich verhält es sich mit der männlichen Körpergröße bei Frauen.
Du vergleichst aber körperliche Anziehung mit psychologischer Anziehung. Schließlich steht keiner Frau auf der Stirn, wie viele 6partner sie schon hatte. Du triffst erstmal selbst Annahmen dazu aufgrund Deiner bisherigen Erfahrung, Deiner Sozialisation etc, hast aber gar keine Ahnung, ob die zutreffen. Sprich - die initiale Anziehung zu einer Frau ist gar nicht davon betroffen, solange Du nicht weißt, was Sache ist.
Du kannst eine graue Maus treffen, Dich stark hingezogen fühlen, Dich verlieben und erfährst dann Monate später, dass sie früher jahrelang als Pro*stituierte gearbeitet hat. Das kann dann nachträglich ihre Anziehung auf Dich reduzieren, natürlich, je nachdem, welche Dinge für Dich wichtig sind für die Anziehung.
Das ist aber höchst individuell und mitnichten biologisch festgelegt, schon gar nicht geschlechtstypisch.