Zitat von Aryla:ich habe Streit eigentlich immer als reinigend empfunden und nötig teilweise.
Ich finde streiten als unnötig, aber das diskutieren, als solches - hilft viel, das eigene zu beleuchten. Egal, welches Thema. Da ich damit, ihm die Möglichkeiten gebe, mich kennen zu lernen - in mein inneres zu blicken.
Ich möchte nicht mit der Formel diskutieren, wo ich meine Position aufgebe, um seine anzunehmen.
Ich möchte noch ich bleiben dürfen, auch wenn ich anderer Ansicht bin.
Wie oft, habe ich um des lieben Friedens willen, aufgehört, meinen Standpunkt zu vertreten, weil mir Harmonie wichtiger war - dafür hatte ich mich in all den Jahren verloren. Ich gefiel mir selbst nicht mehr. - und ihm auch nicht, sonst hätte er eine andere Lösung gefunden, statt sich jemand Neuen zu Allen zu finden.
Zitat von Aryla:Er sagt dann halt Sachen wie, es kann doch nicht schon wieder Theater sein oder sowas und das grundsätzlich bei jeder kleinen Diskussion und auch egal wie lange die letzte her ist. Und das setzt mich dann leider unter Druck bzw. befeuert diese Unsicherheit.
Du bist eben ein Mensch, der gerne und freudig diskutiert, debattiert und dich austauschst. Das ist kein negativer Aspekt. Aber eben für Menschen, die solches nicht gewohnt sind - unbequem. Sie wollen dann den Druck, den sie damit verbinden, abbrechen, ausweichen und werden "ungerecht oder fies".
Und dann wirst du unsicher, weil er Dich nicht verstehen will. Davor warst du dir aber noch sicher, sonst hättest du nicht damit angefangen.
Zitat von Aryla:meint er tatsächlich jede Art von längerem Gespräch, wo wir nicht einer Meinung sind.
Muss man ja auch nicht, aber es ist wichtig, das dein Gegenüber deinen Standpunkt weiß - und diesen dazu akzeptiert. Ohne das man dieses ausufern lässt - weil dann wird es echt anstrengend.
Zitat von Aryla:wenn es ihm zu viel ist
Wird es ihm schnell zu viel? Oder wie lange ist seine Zündschnur? Wie tief reicht deine Intension, das er dieses Ansinnen von dir wahr nimmt?
Man kann auch mal 5 gerade ein lassen.
Zitat von Aryla:ein vernünftiges Gespräch zu führen
Ein normales Gespräch über
was kochen, wann essen, wann zu Bett, wann was unternehmen, dem wird er ja nicht abgeneigt sein - somit ist er dem abgeneigt, was als Zusatz kommt - und ich weiß nicht, wie viel Druck du da aufbaust, das er sich Dingen stellt, denen er sich nicht stellen will, oder solches nie debattieren musste.
Leicht wird es nicht, aber du sagst selbst, das er derjenige wäre - wo du dich ein zweites Mal auf Ehe, sogar auf Kinder ein lassen könntest. Somit würde ich versuchen, weniger Druck auf zu bauen, ihn dort ein zu fangen, wo er steht - um ihm dann Einblick in dein Inneres besser vermitteln zu können. Er muss es ja nicht als Streit oder Diskussion wahr nehmen, sondern als Zeichen, das du so gestrickt bist - und es dir auch nicht leicht fällt, da Maschen zu verlieren.