Aline_8
Gast
Zitat von Alysa:Sie war zuerst meine Trainerin, durch einen familiären Notfall bei mir wurde sie eine Bezugsperson für mich, auch wenn ich anderweitige Probleme hatte zB. mit meiner alten Arbeitsstelle. Irgendwann war sie meine Sportfreundin (unbezahlt) und sie hat mir sehr viel privates von sich erzählt und war mit viel Spaß und Freude bei der Sache, schmiedete Pläne und meinte zum Thema Freundschaften, dass „sie meine Jugendlichkeit nicht mehr missen möchte.“ Irgendwann befanden wir uns in einer richtigen Hochphase bei der ich Gefühle entwickelte und ich aufgrund ihres zweideutigen Verhaltens absolut verwirrt war und glaubte, dass auch sie eine gewisse Anziehung zu mir spürt. Sie wirkte in dieser Zeit auch absolut glücklich mich zu sehen und ich wurde im Kurs regelrecht gepusht und genoss sehr viel Aufmerksamkeit im Kurs und ich gehörte zu den wichtigsten Teilnehmern,
Könnte es sein, dass das hier der Knackpunkt ist?
Du erzählst von Mobbing, von Betrug, dann hier ein familiärer Notfall. Und dann war sie plötzlich da und du hast in ihr eine Rettungsinsel gesehen. Sie ist deine Bezugsperson und ihr habt viel Zeit miteinander verbracht und euch ja sich bestimmt irgendwo angefreundet.
Ich kenne so eine ähnliche Situation aber auch. Nur dass ich die Rolle dieser Frau in dem Fall hatte.
Wahrscheinlich triggern mich deshalb deine Texte gerade so extrem.
Ein Junge aus meiner Schule wurde gemobbt und ich hab Ungerechtigkeit schon immer gehasst. Ich hab mich mittags mit ihm unterhalten und ihm zugehört und wir haben zusammen nach der Schule mal was unternommen. Meine Geschwister hat er beim Freibad kennengelernt. Für mich war das alles aber Freundschaftlich.
Er wollte sich aber dann immer öfter treffen. Ich hatte aber nicht jeden Tag Zeit und Lust. Und er hat durch so kleine blöde Nebensätze immer wieder geschafft, dass ich mich schlecht gefühlt habe.
Es gab zwischendurch treffen, auf die ich gar keine Lust hatte, aber mir auch diese mitleids-spitzen von ihm nicht mehr anhören wollte.
Irgendwann hat das so überhand genommen, dass er, wenn ich mit anderen zb im Kino war, auch auf einmal da aufgetaucht ist. Und mir dann später Vorwürfe gemacht hat. Aha, ich dachte du wolltest lernen. Sag ruhig, wenn ich dir peinlich bin, du keine lust auf mich hast, ich ne last für dich bin usw
Er hat meinem Bruder angefangen Nachrichten zu schicken, weil ich mich "noch nicht" bei ihm gemeldet hab
Wurde immer fordernder und hat ständig diese "Opfer karte" gezogen.
Ich bin nur ne Belastung für alle, guck wie angewidert du von mir bist, diese Welt hasst mich usw
Irgendwann ist mir der Kragen geplatzt. Dass ich ihm gern geholfen hab und auch ab und zu gern mit ihm was unternommen hab, weil er wirklich ein netter Kerl war. Aber er fing an eifersüchtig zu werden und Sprüche zu bringen, die ihm nicht Zustanden.
Diese Haltung "es sind immer die anderen und ich kann ja nichts für meine Umstände" triggert mich so dermaßen bis ins Blut.
Auch heute noch komm ich mit so leuten nicht klar.
Ich hab ihm geschrieben, dass er mich bitte in ruhe lassen soll. Weil ich schon anfange paranoid zu werden und mich auf der Straße erstmal umsehe ob er irgendwo wieder steht.
Was ich sagen will: viel hilft viel ist quatsch.
Ich vermute, sie konnte irgendwann diese Leichtigkeit nicht mehr spüren, wenn ihr Zeit miteinander verbracht habt. Und hat sich verpflichtet gefühlt durch den gemeinsamen Sport.
Vielleicht hast du viel zu viel deiner eigenen Defizite auf sie projiziert. Das schreckt Menschen unheimlich ab und macht mega unattraktiv weil niemand sich für nen sozialen Kontakt verpflichtet fühlen möchte.