Zitat von merretich: Das sind aber oft unschöne Streits, in denen paradoxerweise die Frau als "Golddigger" bezeichnet
wird, obwohl innerhalb der Ehe er sich auf ihre Kosten mit der besseren Steuerklasse schadlos gehalten hat, insbesondere wenn sonst bei den Ausgaben komischerweise 50/50 galt.
Derweil sie in der Ehe doch bei einem Kleinkind besser ihre Stunden reduzieren sollte, um mehr Zeit für Kleinkind und Paarzeit zu haben, weil er schließlich mehr Geld im Job bekommt (nicht immer gleichbedeutend mit „verdient“!), während sie nach der Ehe aber umgehend wieder einen Vollzeitjob annehmen sollte, statt sich auf seine Kosten auszuruhen.
Bei manchen Beiträgen fällt mir nicht mehr als

ein. Besonders dann, wenn sie von anderen Frauen kommen, verbunden mit viel Phantasie und den Geschichten einer Freundin, die einen Bekannten hatte, dessen Cousin jemanden kannte, wo der Nachbar seiner Friseurin ganz böse ausgenutzt wurde.
Wir leben Mitte der 2020er. Bei halbwegs verantwortungsvollen Paaren kommt kein Kind plötzlich und unerwartet, sondern ist geplant und erwünscht (ja bla, und jetzt bitte Nix vom Magen-Darm-Infekt und Pille wirkte nicht. Das wissen halbwegs verantwortungsvolle Menschen auch). Hier ist klar kommuniziert worden, dass es ein gemeinsames Wunschkind ist, das auf die Welt gesetzt wurde. Wurde manchmal überlesen.
Genauso wie die Aussage, dass die TE nahezu Vollzeit arbeitet und 80 Minuten Fahrzeit zum Job hat und sich damit mitnichten auf den Versorgergatten ausruht, wie ihr hier teilweise unterstellt wurde. Darüber hinaus wird völlig ignoriert, dass in D nach 1jähriger Ehe niemand in die anschließende lebenslange Vollversorgung geht. Echt ein Witz, was hier teilweise geschrieben wurde - wenn es nicht so traurig wäre.
Ich war auch mal Mutter eines 2jährigen Kindes. Ja, da kann vieles an Paarzeit auf der Strecke bleiben, wenn nicht beide (!) ihren Anteil an der Betreuung und Versorgung übernehmen oder zumindest anerkennen, was ein mehrleistender Partner wuppt. Mittlerweile habe ich ein 2jähriges Enkelkind und erlebe, dass es durchaus auch anders geht: Dass nämlich sowohl Vater als auch Mutter Stunden reduzieren, gemeinsam kaputt sind durch schlaflose Nächte (auch sowas verbindet

) und zusammen versuchen, sich Freiraum zu schaffen.
Ich finde es schlicht zum kotzen, das auch 2025/jetzt 2026 immer noch Frauen - und das grade auch von anderen Frauen! - aufgefordert werden, sich gefälligst um die Testikelprobleme ihrer Männer zu kümmern. Eine verheiratete Frau mit (gemeinsamen!) Kind verliert anscheinend im Gegenzug das hier oft propagierte Recht, umworben und verführt zu werden
@Tatiana : Dass Du Deine eigene Steuerklasse nicht kennst empfinde ich als grob fahrlässig. Aber geschenkt. Kümmere Dich jetzt darum und geh zu einem Fach(! Wichtig!)Anwalt für Familienrecht, um Dich beraten zu lassen. Davon muss Dein Nochmann nichts erfahren, kein Anwalt zettelt irgendwas an, ohne Dein „Go“ zu bekommen. Aber damit weißt Du schon mal, was schlimmstenfalls auf Dich zukommen kann.
Konzentrier Dich auf die momentanen Fakten: Dein Mann hat sich getrennt und will Eure Ehe/Eure Familie nicht mehr. Er hat seine Gründe, auch wenn Du sie nicht sehen, akzeptieren oder verstehen magst. Du bist leider nicht die oder der Einzige, der sowas erleben muss, auch wenn es sich natürlich immer einzigartig anfühlt
Ja, vielleicht hat Dein Nochmann psychische Probleme. Sein Ding, sie zu klären, wenn er denn will. Ich finde es extrem schräg, wenn Du auf Diagnosen von selbsternannten Experten hier so abfährst und denkst, ihm damit als Tipp helfen zu können.
Aktuell geht es nämlich nicht um ihn. Sondern um Dich, Euer gemeinsames Kind und um einen gangbaren Weg für Euch alle Drei.