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Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

Nostraventjo
Zitat von Tatiana:
VOLL. Das sehe ich alles. Ales. Jetzt gerade. Nicht aber über allllllll die Zeit davor. Jahrelang. Und nein, für mich ist es nicht egal, ganz und ...

Im Grunde hat er ja heute nur das Gespräch mit dir suchen wollen um dir nochmal im Detail zu sagen wie kacke du bist. Wo war da etwas konstruktives, respektvolles oder zielführendes dabei?

Du musst ja in Zukunft immer Angst haben dass er jederzeit wieder das Handtuch wirft weil du eine Tasse hast stehen lassen.

x 4 #676


Waris07
@Tatiana

Man spürt sehr deutlich, wie intensiv, widersprüchlich und emotional diese Begegnung für euch beide war.
Was mir wichtig erscheint, ist der Blick weg von schnellen Etiketten und hin zu deinem Erleben dieses Gesprächs und seiner Wirkung auf dich.

Du hast heute eine für dich sehr "fremde" Seite deines Mannes erlebt: jemanden, der jahrelang Konflikte vermieden hat und dann alles auf einmal ausgesprochen hat. Das kann tief verletzen und überfordern – unabhängig davon, ob einzelne Punkte objektiv berechtigt sind oder nicht. Gleichzeitig beschreibst du einen Mann, der überfordert ist, weint, Nähe sucht, Verantwortung erkennt und sich – wenn auch vorsichtig – auf Paartherapie einlassen möchte. Beides darf nebeneinander stehen, ohne sofort in gut oder böse zu bewerten.

Die zentrale Frage scheint mir weniger zu sein, was mit ihm nicht stimmt, sondern:
Was macht dieses Setting mit dir – und was brauchst du, um dich emotional zu schützen?

Du musst das Gespräch nicht sofort vollständig einordnen oder zu einem abschließenden Ergebnis kommen. Es ist völlig legitim, die Erlebnisse erst ein paar Tage sacken zu lassen, nachzuspüren und zu sortieren.

Paartherapie kann eine Chance sein – aber nur, wenn du innerlich nicht in der Position bist, dich beweisen oder aushalten zu müssen. Dein Vertrauen, deine Grenzen und dein Sicherheitsgefühl sind genauso relevant wie seine Ambivalenz.

Als Orientierung könnte dir das Buch: Die Vermessung der Liebe von John Gottman, helfen.
Es beschreibt sehr differenziert, wie Nähe, Konfliktvermeidung und Verletzung in Beziehungen wirken – ohne Schuldzuweisungen.

x 3 #677


A


Was bitte ist hier passiert?! Plötzliche Trennung

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ElGatoRojo
Langt es nicht, dass er sich wie ein A'rschloch verhält, Muttersöhnchen ist und nur Kurzbeziehungen vor dir hatte. Danach schätze das Risiko ein, mit ihm weiter verheiratet sein zu wollen.

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NineNinchen
Zitat von Tatiana:
VOLL. Das sehe ich alles. Ales. Jetzt gerade. Nicht aber über allllllll die Zeit davor. Jahrelang.

Und nein, für mich ist es nicht egal, ganz und gar nicht, warum er gerade so kacke ist. Ich brauche ein Verständnis dafür, um ein stärkere Position einnehmen zu können. Ist er Narzisst? Na, dann kann ich mir sagen "Kapputte Person, wird nie klappen und nie wer mit glücklich, tschau". Und dann muss ich mich juristisch auf was einstellen. HSP? Ganz andere Sachlage! Narzisst und manipulativ? Ok, dann ist es das, statt dass ich nicht gut bin, wie ich bin. Therapie kann ich mir dann erstmal -zumindest aus dem Grund- schenken. es macht einen RIESEN Unterschied für mich, zu verstehen!

Ich verstehe dein Bedenken und deinen Wunsch und warum du diese Sicherheit brauchst. Es ist auch logisch. Aber du wirst das kaum herausfinden können, denn er müsste in Therapie.

Über ein Jahr habe ich wie du versucht Antworten zu finden, auch mit Therapie. Es hat auch was gebracht, keine Diagnose meines NM, dafür viele Erkenntnisse. Aber jetzt bin ich erschöpft. Das ist der Preis gewesen.

Wenn du nach Antworten suchen möchtest, kann dich keiner daran hindern und dann wirst du tief graben. Auch bei dir selbst. Ich hab viel chatgpt genutzt, vielleicht ist das auch was für dich.

x 4 #679


Winza
Zitat von Tatiana:
VOLL. Das sehe ich alles. Ales. Jetzt gerade. Nicht aber über allllllll die Zeit davor. Jahrelang. Und nein, für mich ist es nicht egal, ganz und ...

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/...930-238320

#680


NineNinchen
Zitat von ElGatoRojo:
Langt es nicht, dass er sich wie ein A'rschloch verhält, Muttersöhnchen ist und nur Kurzbeziehungen vor dir hatte. Danach schätze das Risiko ein, mit ihm weiter verheiratet sein zu wollen.

Nein. Denn mit so einer Trennung muss man erstmal klarkommen. Die TE versucht zu verstehen was passiert ist. Wie? Warum? Manche brauchen das. Es ist ein Weg mit der Trennung umzugehen. Nicht unbedingt der leichteste und schmerzfreieste. Aber einfach akzeptieren liegt nicht jedem.

x 2 #681


M
Zitat von Tatiana:
Er bespricht ja alles mit Mama und Papa und die sehen das ja alles genau so

es heisst ja, dass ein Narzisst nur der verlängerte Arm der Mutter ist, keine eigenen Identität und so. Die Mutter ist ja auch die Dominantere der Eltern oder?
Ich finde es leider auch zu verräterisch narzisstisch, diese Kühle, diese Manipulation, diese Macht, das beherschen wollen von Lebenbereichen, wo man wirklich Grenzen setzen muss. Ich erlebe ähnliches.

Zitat von Tatiana:
Hey deine Hose ist aber ganz schön eng", damit ich ins Gym gehe

das hat er gesagt? ...oh Mann... wie gesagt habe ich ähnliches erlebt und wie @Nostraventjo sinngemäß gesagt hat, das fängt so klein an und wird dann immer schlimmer, weitet sich aus - so erlebe ich es leider auch. Okay das körperlich abwertende kam tatsächlich relativ früh, oder andere auffällige Hiebe, klein machen wollen. Mal ist man die Tollste, Schönste für die er sich entschieden hat und dann ist es wohl doch nicht so.
"Sicherer" für "ihn" wenn man doch nicht so toll ist, abgewertet wird und man dadurch Abstand schaffen kann.
Ganz ganz miese unpartnerschaftliche Nummer.

x 1 #682


Nike666
@Mada

Also im Lehrbuch stünde, dass ein verdeckter Narzisst oft eine narzisstische Mutter hat.

x 1 #683


M
Ich denke Du wirst ohnehin externe Vermittlung brauchen, damit ihr einfach gut mit der Tochter
umgehen könnt, ohne dass sie instrumentalisiert wird oder so.
Dazu braucht es keine Diagnose.
Und für die Entscheidung, ob Du ihn zurückwolltest würde ich auch keine Diagnose zurate
ziehen, sondern sein Verhalten und was es in Dir auslöst.
Destabilisieren ist ein gutes Schlagwort. Und ich denke Deine Tochter wird das auch spüren.
Das ist nicht gut.
Entscheidungen müssen auch weder heute noch morgen getroffen werden.
Erstmal musst Du zur Ruhe kommen und dafür ist Abstand zu ihm glaube ich ganz gut.
Dann siehst Du klarer und kommst aus dem Nebel, der ja durch Manipulation und
destabilisierende Manöver erzeugt wurde, wieder heraus, um gestaltungsfähig zu sein.
Sei geduldig mit Dir und rede mit Menschen, die Dir gut tun.
Suche Dir am besten auch für Dich alleine möglichst schnell Beratung, Selbsthilfegruppe
oder notfalls Telefonseelsorge! Du brauchst ein externes Referenzsystem, um nicht auf
seinem Leim auszurutschen, scheint mir. Das Forum hier kann nur der erste Schritt sein...

x 2 #684


M
Zitat von Nike666:
@Mada Also im Lehrbuch stünde, dass ein verdeckter Narzisst oft eine narzisstische Mutter hat.

also eine Frau die (ihn) manipuliert, keine echte Identität hat, ein falsches Selbst, Macht und Kontrolle haben will (über den Sohn?) ?

x 1 #685


NineNinchen
Zitat von merretich:
Ich denke Du wirst ohnehin externe Vermittlung brauchen, damit ihr einfach gut mit der Tochter
umgehen könnt, ohne dass sie instrumentalisiert wird oder so.

Die Familienberatungsstelle des JA wäre da eine Anlaufstelle.
Egal was dein Mann sagte, aber eine begleitende Therapie durch die Trennung kann ebenfalls hilfreich sein. Eine gute Therapeutin hilft dir durch den vielen Nebel im Kopf. Da kommt ja auch immer wieder neuer dazu.

x 2 #686


Nike666
@Mada

Jepp, das wäre eine Frau, die selbst nur bedingte Liebe zu bieten hätte, d.h. wenn er performt oder still ist. Sie liebt das Ideal ihres Kindes. Das Kind lernt: Ich bin nur dann sicher, wenn ich unsichtbar bin oder die Bedürfnisse der Mutter bediene.

x 4 #687


M
Zitat von Nike666:
@Mada Jepp, das wäre eine Frau, die selbst nur bedingte Liebe zu bieten hätte, d.h. wenn er performt oder still ist. Sie liebt das Ideal ihres Kindes. Das Kind lernt: Ich bin nur dann sicher, wenn ich unsichtbar bin oder die Bedürfnisse der Mutter bediene.

Das Kind ist inzwischen Ende dreissig und voll verantwortlich für alles was es tut.
Wir wissen auch nicht viel von seiner Mama...ausser dass sie wohl "dominant" ist.
Na und?
Und wenn seine Eltern alles so sehen wie er, dann ist es doch gut, dass er wieder
zuhause ins kinderzimmer zieht 😇
Dann kann er sein komplettes Gehalt für sich behalten, nicht nur die 1200 Euro,
hat gratis Wäsche, Sauerkeit, Ruhe, emotionalen Support, Nestwärme, Kinderbetreuung,
wird nicht mehr mit Konflikten belastet oder traurigen Vibes...
Nur um den Sex muss er sich dann noch selbst kümmern...

x 4 #688


Scheol
Zitat von Nike666:
@Mada Jepp, das wäre eine Frau, die selbst nur bedingte Liebe zu bieten hätte, d.h. wenn er performt oder still ist. Sie liebt das Ideal ihres Kindes.

Also das Kind liebt für das was es tut nicht für das was es ist.


Zitat:
Das Kind lernt: Ich bin nur dann sicher, wenn ich unsichtbar bin oder die Bedürfnisse der Mutter bediene.

und durch das unsichere Widersprüchliche Verhalten der Mutter, entwickelt ein Kind eine Überlebensstrategie , und wird hell wachsam die Mutter und das Umfeld beobachten , um der Mutter aber auch seiner „Strategie“ gerecht zu werden. Also immer auf Alarm geschaltet.

x 5 #689


Scheol
Zitat von merretich:
Das Kind ist inzwischen Ende dreissig und voll verantwortlich für alles was es tut

Nur das das „Kind“ den Schalter nicht zurück legen kann. 🤷‍♂

#690


A


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