merretich
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Zitat von Waris07:@Tatiana Ich sage das ganz sanft: Mir fällt auf, dass hier schon sehr stark mit Diagnosen, Etiketten und Dämonisierung gearbeitet wird. Ich verstehe total, warum das passiert – nach so einem Streit sucht unser Kopf nach Erklärungen. Aber für mich wirkt es gerade ein bisschen heftig und klebt die Situation sehr ...
Ich denke das ist ein sehr wichtiger Punkt!
Deshalb auch mein Tip, Dein Spielfeld sauber zu halten.
Schau, wie Du Dir die Zukunft vorstellst und kommuniziere das sachlich.
Sätze wie: "Bin froh dass Deine Maske gefallen ist etc..." sind zwar nachvollziehbar, aber letztlich eine Kriegserklärung und befeuern die Eskalation. Egal ob er Diagnose hat oder nicht..
Ich denke auch, das Beste was Du für Deine Tochter tun kannst, ist sie nicht auf einem Schlachtfeld aufwachsen zu lassen. Verkneif Dir ihr zuliebe den Wunsch, ihn verletzen zu wollen- was verständlich ist, wenn man selber verletzt wurde. Aber am Ende verlieren alle. Am meisten das Kind.
Das heisst ja nicht, dass Du Dir alles gefallen lassen musst. Du kannst jederzeit sagen "ich sehe das anders" oder "ich fühle mich in dem Gespräch nicht wohl und möchte es abbrechen". Du hast jedes Recht Grenzen zu setzen. Sowohl räumlich als auch verbal. Aber mit Abwertung, Eskalation (auch über Diagnosen und psychologische Analysen kann man stark abwerten!) schadest Du Dir selber und gibst ihm auch Rechtfertigungen, sich daneben zu verhalten und Beweise, dass Du ja "instabil und das Problem" bist.
Hättet ihr kein Kind, wäre es an der Stelle sicher am gesündesten, einfach einen klaren definitiven Cut zu machen.
Aber die Möglichkeit hast Du leider nicht und musst daher strategisch und achtsam vorgehen, in der Balance zwischen Selbstschutz, Deine Interessen zu vertreten und Deeskalation.
