Zitat von Tatiana: Meine Annahme war: Die Wohnung ist leer, also kein Verbrauch, also brauch ich auch noch keine Zählerstände ablesen.
Der aktuelle Zählerstand ist doch nur insofern interessant, als dass Dein Mieter die Stromkosten bis 31.12. zahlen muss. Entweder direkt beim Versorger - dann sollte es in seinem Interesse sein, den Zählerstand beim Auszug zu dokumentieren - oder über eine Nebenkostenabrechnung an Dich, falls der Vertrag über Dich läuft. Da momentan kein Strom verbraucht wird (außer vielleicht durch einen nicht ausgestöpselten Kühlschrank) ist es doch leicht nachzuvollziehen, welcher Verbrauch ab wann evtl. auf Deine Kappe geht.
Wenn nicht abgelesen wird, wird der Verbrauch geschätzt. Das ist täglich Brot der EVU ️.
Zitat von Tatiana: Ich würde mich über den Realitätscheck freuen- glaubst du, ich war chaotisch oder nicht
Welche Realität möchtest Du denn gecheckt haben? Deine, seine, meine, die der anderen User/innen? Frag 5 Leute und Du bekommst 7 Meinungen.
Ich läge vermutlich irgendwo zwischen Euch. Auf der einen Seite würde ich als Vermieterin schon beim Auszug genau gucken, in welchem Zustand die Wohnung ist und dabei auch selbstverständlich die Zähler ablesen. Auf der anderen würde ich jedoch ganz gewiss keinen Meltdown bekommen, wenn ich die doofen Zähler vergessen hätte, ja nun. Wie Du richtig schreibst: Du hattest grade andere Dinge im Kopf.
Du hast bereits öfter darüber geschrieben, dass Ihr bei ganz profanen Alltagsdingen unterschiedliche Sicht- und Herangehensweisen habt. Das endet in Stresssituationen dann gerne bei der berühmten Zahnpastatube (bei der ich niemals verstehen werde, wie man sie NICHT zudrehen kann ).
Ihr tickt halt unterschiedlich und ich sehe mich nicht in der Lage, Dir einen Realitätscheck zu geben. Ich kenne Euch nicht und kann (und will) nicht beurteilen, wer mehr im Recht ist, wer sich anstellt und wer „immer“ chaotisch ist. Anders ist anders und nicht zwangsläufig besser oder schlechter.
Was Du beschreibst sind Dinge, die ein Paar untereinander ausmacht und mit der Zeit guckt, ob die Macken des jeweils anderen akzeptabel sind und liebevoll hingenommen werden oder nicht.
Ich habs mir bisher verkniffen, folgendes zu schreiben, jetzt tu ich es aber doch: Diese Zeit als Paar hattet ihr kaum. Nach einem guten Jahr Beziehung (wovon zumindest in der ersten Zeit vermutlich sowieso alles durch die rosarote Brille betrachtet wird) warst Du bereits schwanger. Ein Kind stellt nun mal eine (auch gefestigte) Paarbeziehung erstmal/für eine längere Zeit auf den Kopf.
Lies es bitte nicht als Vorwurf! Ich kann die Gründe, warum Ihr so Gas gegeben habt, total nachvollziehen und geh davon aus, dass Ihr Euer Wunschkind beide von Herzen liebt. Aber so richtig gekannt habt Ihr Euch nicht. Dafür spricht, dass Du nicht weißt, woran seine bisherigen Beziehungen gescheitert sind (selbst, wenn es nur seine geschönte Version ist) und wie lange seine letzte Partnerschaft vor Dir her ist. Das finde ich ungewöhnlich - aber auch da ticke ich eben vielleicht nur völlig anders als Du. Anders, nicht besser oder schlechter
Geh jetzt nicht in den Wettbewerb darum, wer von Euch nun „normaler“ ist als der andere. Wenn er sowas anzettelt, dann „Ommm“ und keine weiteren Diskussionen. Die bringen grade Ü-BER-HAUPT nichts.