Guten Morgen. Ich möchte soch einmal auf das Anfangsthema eingehen: Was denke AFen über EFen? Ich glaube: nichts. Natürlich gibt es auch die Drama-Queens, die sich gerne in den Vordergrund spielen oder sich sogar verlieben. Doch den meisten geht es ums Spaßhaben. Die Gründe, warum dafür sogar in Kauf genommen wird, eine Familie zu zerstören, kann ich persönlich nicht nachvollziehen.
Zitat von Frank-und-frei:Es gab hier im Forum Teilnehmer, die offen die Auffassung vertraten, die oben genannten Änderungen sollten rückgängig gemacht werden, Ehebruch sollte wieder strafbar sein und bei Scheidungen sollte wieder das Schuldprinzip gelten. Insofern wundert es nicht, dass so oft in Täter-Opfer-Kategorien gedacht wird, und dass die Schuldfrage für viele so eine zentrale Rolle spielt. Diese Denkweise scheint ganz tief in vielen Menschen verwurzelt zu sein.
Ich verstehe die Täter-Opfer-Rolle, wie sie hier irgendwann zu Beginn des Threads angesprochen wurde, in einem psychologischen Sinn: Wenn dem Betrogenen eine Affäre oder Fremdgehen "um die Ohren fliegt", sprich aufgedeckt wird, ist er erst einmal "Opfer", der Fremdgeher "Täter". Wie die Partner damit umgehen, ist eine andere Sache. Wollen beide die Beziehung kitten, muss dieses Denken mit der Zeit aufhören. Denn wer kann schon jahrelang als reumütiger "Schuldiger" leben? Ähnliches gilt für die betrogene/hintergangene Hälfte: Nicht in der Opferrolle verharren, auch wenn es am Anfang sehr schwierig ist.
Ist es verletzter Stolz? Oder zu geringes Selbstwertgefühl? (Dieses liegt natürlich erst mal am Boden ...)
Zitat von Isely:Es mag tausend Gründe geben warum jemand fremd geht.
Aber keinen einzigen Grund den Partner nach Strich und Faden auch noch zu belügen, jeden Tag auf Neue.
Vor allem wenn er mehrmals von selbst nachfragt , ob es jemand anderen gibt.
Das hat kein Partner verdient, mag er sich noch so negativ verändert haben.
Für mich ist das einfach nur unfair und völlig Respektlos.
Darin bin ich ganz Deiner Meinung. Leider treten viele Affären-Suchende, also die "Täter", gerne die Flucht nach vorne an und rechtfertigen sich mit sogenannten "Unzulängichkeiten" in der Beziehung.
Zitat von Merilin:Eine Affäre ist eine dauer verliebtheit dh man macht nur schöne sachen zb bett, essen gehen, ausgehen, entspannen. Die anderen sachen sehen beide nie zb den mann der mann ist immer geduscht, gut angezogen, nimmt sich bei treffen nur für AF Zeit, ist entspannt, lustig, kümmert sich körperlich und geistig( ausgehen, essen gehen) um sie . Dass er in seiner Ehe nur auf der couch liegt, in Jogginghose, ungeduscht, schlecht gelaunt, jammernd, nervend ist und nie ausgehen will na das weiss die AF ja nicht. Sie denkt er wäre immer so toll. Und er sieht die AF fast nie Kochen, putzen etc..sie kümmert sich immer um ihn, zieht sich immer hübsch an, ist entspannt. Er weiss nicht dass sie im alltag wie seine frau ist.
Nun- im Alltag ist das ganz anders. Daher ist man im alltag nicht mehr dauerverliebt.
Für den mann ist die Affäre eine Auszeit vom alltag mehr nicht. Eine Energiequelle die er in den Alltag ein bringt.
Die frau kapiert das aber nicht. Die denkt er wäre immer so toll und seine ef hätte ihn nicht verdient.
Deine Aussage trifft in vielen Fällen zu - der Strahlemann, der sein Selbstwertgefühl außer Haus aufpoliert, ohne häusliche Diskussionen oder Verpflichtungen.