@Zugaste
Da isser der Bogen. Merci. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, was das angeht.
Zitat:Bei mir ist es so, dass ich mir da am Anfang einfach nie Gedanken drüber gemacht habe und den Moment genossen habe, und öfters erst gemerkt habe, dass der Rahmen nicht passt, als ich emotional schon tief drin war. Was dann natürlich doof war für mich,
(wir mögen evtl. unterschiedliche Ansichten haben, was mit Rahmenbedingungen gemeint ist)
Bescherte mir im Nachhinein die Erkenntnis, dass ich mir nicht bewusst war, was ich eigentlich möchte in einer Partnerschaft und was nicht. Ich dachte es reicht das zu fühlen, mein Bestes zu geben und dem Ausdruck zu verleihen. Darüber hinaus, stellte ich fest, dass ich eben etwas mit mir rumtrage, dass dort seinen Weg ans Licht fand, bei den Ex-Partnern ebenso. Ist jetzt keine Überraschung in Bezug auf Beziehungen, aber es war trotzdem wichtig das zu begreifen und unterbewusst zu verankern. Vorher lebte ich mit der Überzeugung ich wüsste schon, wie das funktioniert. Es war eher ein wird schon gepaart mit einem starken Bindungswunsch.
Ich denke so lange man weiß, was eigentlich das Ziel ist, dann ist der Weg das Ziel. Also sich bewusst sein, was möchte ich eigentlich in einer Partnerschaft. Wie lässt sich das vereinbaren mit einem zukünftigen Partner und wie kann ich dann sein Verständnis für mich/meins für ihn fördern und umgekehrt. Und natürlich das eigene bereit sein. Und ja mittlerweile werde ich mich und Männer auch unter diesem Aspekt betrachten.
Zitat:Bin ich da komisch? Zu romantisch und zu unrealistisch? Zu unverkopft?
Nö bestimmt nicht. Es ist doch ok nicht alles immer mit dem Kopf zu entscheiden, aber ein wenig bewusster heranzugehen, kann eine Möglichkeit sein.
Und dann kommt noch zusätzlich zum tragen, was megan schrieb.
Zitat:Paarbeziehungen befinden sich doch immer im Spannungsfeld Nähe und Distanz oder in extremen Polen ausgedrückt Verschmelzung (seeehr guter 6) und Autarkie (völlige Unverbindlichkeit)
Jemand dem es schwer fällt, sich nicht in seinen Beziehungen "zu verlieren" empfindet das Gegenteil als anstrebsam.
"Gesund" ist vermutlich ein Mittelweg bzw. dynamischer Wechsel nicht ganz bis zum Rand der Extreme.
Als ich den Beitrag las stutze ich an der Stelle wo sie schrieb "nicht meine Tochter kennenlernen".
Ich las "heraus", dass anscheinend jegliches Vertrauen dahinein fehlt, dass die Beziehung zu dem Freund liebevoll und beständig würde sein können.
Nähe-Distanz, Verschmelzungsphantasien, sich selbst verlieren und schlussendlich Vertrauen. Da darf man sich selbst befragen, wie ist das eigentlich bei mir und dann wird es erst spannend. Ich denke, dass Kopfmenschen da genauso unterwegs sind, sie mögen Dinge zerdenken, aber das macht ihre Partnerwahl nicht besser. Jeder stolpert schlussendlich über die unbewussten Beine, die wir uns selbst stellen. Bewusstheit hat für mich auch nichts mit zerreden, zerdenken zu tun, sondern mit Erfahrung und Reflektion.