Zitat von steffid:
Das ist hier eine spezielle Situation mit der Ersten Liebe, denke ich. Das kann man nicht nachvollziehen, wenn man es nicht am eigenen Leib erfahren und erfühlt hat. Mein Mann ist wie katungwa selbst völlig perplex darüber, was ihn da für ein Verlangen vom normalen Leben wegzieht und er es nicht abstellen kann/will.
Die Erfahrung muss er nun machen. Da kommt keiner an ihn ran. Mir bleibt nur, das Beste aus der Situation zu machen und mich und meine Kinder schnellstens heil daraus zu bringen, zu schützen.
Derweil fliegt mein Mann auf Wolke 7 einem gewünschtem Ziel/Illusion entgegen.
Heute morgen habe ich eine räumliche Trennung gefordert mit dem Gefühl, dass es für mich besser wird und ich wieder Kraft für meine Kinder habe.
Er fliegt morgen eh für 6 Tage nach Amerika, vielleicht gehts mir mit seiner Abwesenheit ja besser.
@ steffid, ich denke Du versuchst immer noch Deinen Mann zu verteidigen bzw. im Denken " er
kann ja nichts dafür, die Gefühle sind übermächtig und da kann man nichts machen " zu verharren.
Richtig ist, wir Menschen können unsere Gefühle nicht steuern, aber wie wir damit umgehen, ihnen
nachgehen oder nicht, Raum geben oder nicht, sehr wohl. Es waren von Deinem Mann willentliche,
mehrfache, Entscheidungen dem nachzugehen und sich von Dir zu trennen, Dich und seine Familie
im Stich zu lassen und sich vor der eingegangenen Verantwortung für seine gegründete Familie
zu drücken und in keinster Weise gerecht zu werden.
Bitte sehe Deinen Mann so wie es, ohne zu beschönigen bis hin er kann nicht anders, tatsächlich
ist. Das ist wichtig für Dich um zu einem richtigen, selbst bestimmten, sachgerechteren Umgang
und Verhalten zu kommen.
Dein Mann hat doch überhaupt keinen Grund dafür die Situation zu überdenken. Du machst es ihm
zu leicht, viel zu leicht.
Er fliegt jetzt nach Amerika zu seiner Jugendliebe. Das wäre für mich der richtige Zeitpunkt - er packt
ja eh seine Koffer für die Reise - ihm zu sagen seine Sachen komplett zu packen. Mache ihm deutlich,
dass er sich entschieden hat und nun nach einer Rückkehr aus Amerika für ihn kein Platz mehr in
gemeinsamen Wohnung mehr ist.
Ich glaube zwar nicht, dass er dann wach wird, aber der doppelte Boden - falls das mit der Anderen
nicht so läuft wie gedacht - ist für ihn weg und damit die Leichtigkeit und Unbeschwertheit.
Dein Mann ist nicht mehr der Mensch der loyal und in Liebe zu Dir gestanden hat. Am liebsten wäre
es ihm wohl jetzt Du würdest Dich in Luft auflösen, er wäre den gefühlten Klotz am Bein los. Es gibt
kein "wir" mehr.
@ steffid, Du erscheinst mir als viel zu lieb und das nutzt Dein Mann schamlos, rücksichtslos und
ausschließlich egoistisch und verantwortungslos, aus.