Nalf
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Dabei geht es eher darum, Dich selbst als Menschen wahrzunehmen, an Deinen Bedürfnissen zu arbeiten (sie zu erkennen und selbst oder durch andere zu befriedigen), statt auf kosmische Grundsatzbewegungen "pro Mann" und "contra Frau" zu hoffen.
Deine Der Statis Zahlen zeigen sowohl Alleinstehende (also Menschen, ohne Partner) und Alleinlebende (also Menschen, die einen Single Haushalt führen).
Und bei den Alleinlebenden gibt es doppelt so viele Männer wie Frauen im Alter von 25-45 Jahren, weil es viele Single Frauen mit Kindern gibt und wenige Single Männer mit Kindern.
Warum Männer ab 65 doppelt so häufig mit anderen Personen in einem Haushalt leben als Frauen, liegt vermutlich an der Selbständigkeit älterer Frauen, die auch im Rentenalter sich noch selbst versorgen können.
Du sitzt dem Männermärchen auf, dass 70% der Frauen sich für 30% der Männer interessieren und daher 70% der Männer entweder leer ausgehen oder eine "unterirdische" Frau wählen müssen.
In Wahrheit konkurriert ein Mann nicht gegen das "obere" Drittel anderer Männer, sondern zunächst mal gegen das Wohlgefühl, das sich bei vielen Frauen einstellt, wenn sie keinen Partner haben.
Diese spezielle Frau hat 4 Kinder und damit sowohl ihren Fortpflanzungstrieb bereits erledigt, als auch genug Gesellschaft im eigenen Haushalt. Die wenige Freizeit, die eine 4favhe Mutter hat, kann sie entweder mit ihren eigenen Interessen, Freundinnen oder einem Mann teilen. Da muss ein Mann schon extrem charmant, unterhaltsam oder anderweitig reizend sein, damit sie ihre Zeit mit ihm verbringen will, gerade weil Fortpflanzung wahrscheinlich keine Rolle mehr spielt und der 6 daher reine Entspannungsfunktion erfüllt. Wenn dieser Mann aber eine eigene Aufgabe ist, ein 5. Kind oder ständig diametral entgegen gesetzte Interessen verhandelt werden müssen, wäre diese viel beschäftigte Frau doch blöd, wenn sie diese komplizierte Freizeitbeschäftigung priorisieren würde, statt eine unkomplizierte Freundin zu suchen oder etwas, das ihre Zukunft aufbaut, wie z.B. ein Seminar.
Während der männliche Ansatz ist, "bei 4 Kindern kann sie doch froh sein, überhaupt noch einen Mann abzukriegen, und muss sich ins Zeug legen", ist der weibliche Ansatz "bei 4 Kindern hab sie weder Zeit noch Geduld für irgendwem, der eine Baustelle ist".
Wenn Du das mit "hohen Ansprüchen der Frauen" meinst, hast Du Recht. Seitdem Männer die Versorgerrolle aufgegeben haben bzw. für diese Rolle weniger gefragt sind, ist die Rolle als Fortpflanzungspartner die wichtigste, die ein Mann noch einnehmen kann. Die wird aber noch von vielen Männern vehement abgelehnt (wollen nicht "nur" Vater künftiger Kinder sein). Und wenn Frau in beiden Punkten (Versorgung und Fortpflanzung) versorgt ist, muss es wirklich triftige Gründe geben, mit einem Mann dauerhaft zusammen zu sein. Einer dieser triftigen Gründe ist z.B., dass man sich mit diesem Mann besser versteht als mit der besten Freundin, der 6 toll ist und der Mann ein Sonnenschein und Mutmacher. In dieser Rolle sehen sich aber noch viel zu wenige Männer.
Daher das große Ungleichgewicht zwischen Frauen, die einen Partner suchen, und Männern, die eine Partnerin suchen.