Zitat von Wurstmopped:Muss ich das positive immer betonen und postulieren...
Ich will aber Kinder haben, Ego Rules, kein Argument
So unterschiedlich sind Menschen.
Ich hab es lieber, wenn mein Partner die schönen Dinge des Lebens mit mir teilen möchte und betont Dass der Job anstrengend ist, der Kollege dämlich, der Stau nervig und die Kriege in der Welt Angst machen, ist doch bei allen so. Muss das daher ständig Thema sein? Was bringt es, das in die Beziehung zu tragen, wenn man es doch nicht ändern kann oder will? Warum dann nicht lieber den nächsten gemeinsamen Urlaub oder etwas, das wider Erwarten geklappt hat, thematisieren? Ganz bewusst, um die gemeinsame Zeit mit Schönem zu füllen?
Um meinen Ärger loszuwerden, habe ich doch Freunde, die mir dann auch auf weniger verletzende Art als ein Partner sagen können, wenn ich eine wehleidige, dauerempörte Hexe bin und endlich den Job wechseln sollte, statt mein Umfeld als seelischen Mülleimer zum weiteren Durchhalten zu benutzen.
Und zum Ego beim Fortpflanzen: Für mich war Kinder haben immer das Normalste von der Welt. Etwas, das jeder Erwachsene hat, es sei denn, er entscheidet sich aktiv dagegen oder es ist ihm nicht vergönnt.
Der Fortpflanzungstrieb ist doch etwas völlig natürliches, ohne den der 6trieb gar nicht existieren würde.
Dass man beidem nicht völlig gedankenlos und ohne Blick auf die Konsequenzen nachgeht, versteht sich von selbst.
Aber die Ansicht, dass Kinderlosigkeit der Normalzustand ist und Kinder bekommen mit guten Argumenten begründet werden muss, klingt für mich, als wäre Zölibat der Normalzustand und ein aktives Intimleben müsste wohl überlegt, gut begründet und im Grunde altruistisch sein.
Denn selbstverständlich ist Kinderbekommen egoistisch. Genauso wie das Streben nach einem guten Beruf. Das macht ja auch keiner für den künftigen Arbeitgeber, sondern um sich selbst was Gutes zu tun und die eigene Zukunft zu sichern. Und genauso ist es meiner Meinung nach mit Kindern. Man bekommt sie, weil man sie sich wünscht und damit etwas von einem selbst an die nächste Generation weiter gegeben wird und auf diesem Weg erhalten bleibt. Ob nun Gene, Werte, die Erinnerung an die Vorfahren oder ein materielles Erbe.
Dass man den Wunsch hat, dass das alles mit dem eigenen Tod enden und vergehen soll, erscheint mir doch eher die Ausnahme zu sein.