Zitat von Gast2000:Und weil es nur um " zwischenmenschliches " - was in sich schon undifferenziert und somit nicht
mehr als eine Floskel ist - geht ist dennoch ein verharmlosen und unter den Teppich kehren nicht angebracht und im Ergebnis in der Regel auch schädlich.
Die Vokabel habe ich aus Vereinfachungsgründe gewählt, da für meine Aussage es völlig ausreicht.
Ja ich kenne die Dramen und ich kenne das leid. Ich werde auch nicht jedem einzelnen die Verzweiflung absprechen wollen.
Wenn man aber in die metaebene geht dann ist Liebeskummer an sich vorübergehend und kein unüberwindbare s Trauma.
Alles andere sind selbstgemachte Dramen, für die jeder die Verantwortung trägt. Rosenkriege sind selbsterzeugers Leid.
Die Frage ist, ob man als Person differenziert genug ist, damit klar zukommen. Das hat ganz furchtbar viel mit dem Selbstbild und Selbstbewusstsein zu tun.
Es geht auch nicht darum, Dinge unter den Teppich zu kehren, das gibt doch nur Stolpersteine. Mit geht es nur um die Sinnlosigkeit von Kontrollen und auch dem aufzeigen, dass auch wenn ein Betrüger die volle Verantwortung für seine Handlungen tragen muss, er dennoch nicht seine Würde verliert.
Zitat von Gast2000:Dass die Betrüger hier in einem Trennungsschmerzen Forum, mit ganz wenigen Ausnahmen,
nicht auch noch gehuldigt und beklascht werden, sondern für ihre Heldentaten mit betrügen,
belügen, hintergehen, nicht mehr loyal zum LP stehen und oft auch billigend in kauf nehmen die
eigene Familie mit Kindern zu zerstören genau das gespiegelt bekommen, hat fraglos seine Berechtigung. Für mich ist ein solches Verhalten immer auch eine Frage von charakterlichen
Defiziten.
Eine Beziehung ist nur das Sahnehäufchen im persönlichen Lebensglück. Jeder sollte in der Lage sein, auch alleine leben zu können.
Die Tatsache dass jemand betrügt ist keine Zerstörung einer Familie. So eine einseitige Betrachtungsweise. Das ist nur eine nachgelagerte Folge, wenn beide es nicht schaffen eine neue Beziehung zu etablieren
Es geht mir auch darum aufzuzeigen, dass jeder in der Beziehung Verantwortung trägt.
Auch der betrogene. Und nicht jeder ist so abgeklärt, dass er mit seinen Gefühlen klarkommt.
Aber jeder verdient eine Chance. Auch die 2 3 4.
Ja, die Lösung lautet, wahrhaft miteinander sprechen. Aber das ist uns nicht angeboten.
Man muss es lernen. Wir setzen zu viel voraus, zeigen uns nicht wirklich, halten zuviel für unaussprechbar.
Zitat von Gast2000:Deine Argumentation hat einen Schönheitsfehler. Niemand zwingt einen LP zum Fremdgehen
oder eine Affäre einzugehen. Die damit meist verbundenen Folgen werden zumindest willentlich in
kauf genommen. Es geht nicht darum " Betrüger durch die Bank zu kreuzigen und sich in Sack und Asche kleiden etc. ", sondern das sie die vollständige, alleinige Verantwortung dafür übernehmen
und auch die Folgen zu tragen haben. Wenn das am Ende einer der Folgen ist - damit will ich nicht sagen das ich das für sinnvoll erachte - dann ist das so. Der Betrüger hat sich selbst, und nur er,
sich in diese Lage, zumindest in kauf nehmend, gebracht.
Nein. Der Betrüger hat Entscheidungen getroffen. Si claro muss er auch die Konsequenz tragen. Aber er muss sich nicht erniedrigen.
Dann eben nicht.