Was ist passiert?

Ehemaliger User

Es ist nun ein paar Wochen her, es schmerzt noch immer sehr.

Geht es denn nie vorbei? Was bewegt mich so zu Leiden, warum Liebe ich so sehr obwohl ich so verletzt wurde.

Sie sagte es mir nicht, ich fand es durch einen Zufall heraus. Es gibt einen anderen.Sie sagte nicht "Geh es ist aus", ich w├╝rde dies doch Ihren Worten entnehmen k├Ânnen. Nein, ich entnahm Ihren Worten nur das es "derzeit" keine M├Âglichkeit gebe mit mir eine Beziehung zu f├╝hren und das Sie mich doch so lieb habe. Ich solle Warten, wenn das Schiksal es wolle w├╝rden wir schon wieder Zusammenkommen. Warum Qu├Ąlt Sie mich so?, warum strich Sie mir liebevoll ├╝ber die Hand?, warum rief Sie mich nochmals an und flehte das ich Warten solle? Sie war doch schon in seinen Armen, Sie gab sich Ihm doch schon hin.

Ich kann es nicht Begreifen was mit mir Geschieht, ich Lese eure Zeilen und sehe was alles passiert. Es ist mir nicht M├Âglich damit umzugehen. Schreie nach Ihr, Flehe in meiner tiefsten Trauer um ein Zeichen von Ihr. Sie suchte noch den Kontakt, ich sah Sie noch einmal aber ich kann nicht mehr....

Dieser Tag wird nicht Vergehen ohne nicht zu Leiden wie ich es jeden Tag erlebe. Es gibt Tage da scheint der Weg ein Ende zu Finden, doch ein kleiner Moment, ein Atemzug, ein stilles Wort und alles ist dahin.

Ich war Froh das mich keine Gedanken ├╝berkamen diese Welt zu Verlassen, doch ich ertrage diese Einsamkeit der Wochenenden nicht und Frage mich: Was soll ich Hier? Was ist der Sinn? Es wird Tag f├╝r Tag schlimmer, ich kann diese Einsamen Stunden nicht mehr ertragen. Als Sie ging, ging ein Traum zu Ende der mich schweben lie├č. Jetzt bin ich gefallen und sp├╝r den Schmerz tiefer denn jeh.

Ich zog aus der Wohnung in der selben Woche noch aus, Sie zieht dieses Wochenende um, ich sehe die Bilder unserer Liebe, sitze Hier und Weine soviele Tr├Ąnen. Bitte liebe fremde Macht, h├Âr endlich auf mich so zu Qu├Ąlen. Ich m├Âchte und mu├č wohl Leiden aber ich kann nicht mehr ┬ádiese Schmerzen ertragen.

Diese Bilder in meinem Kopf ich kann sie nicht Verdr├Ąngen, ich will nicht mehr. Habe alle Freunde verloren, mit meiner Mutter gebrochen. Ich war Anfangs so Stark, das Wetter war mies, jetzt scheint die Sonne, sie sind da draussen und ich sehe die Menschen Lachen. Ich war bis vor kurzem auch dabei.

Es ist mir unverst├Ąndlich was geschieht, Hilfe ich kann nicht mehr. Bitte Bitte hilf mir nicht Unterzugehen. Ich ertrinke....

Wir wollten im n├Ąchsten Jahr einen weiteren gro├čen SChritt f├╝r eine gemeinsame Zukunft gehen, jetzt geht Sie diesen Schritt mit Ihm. Wann h├Ârt dieser Wahnsinn auf? ┬áIch w├╝rde Sterben daf├╝r noch einmal Ihre N├Ąhe zu sp├╝ren, Ihre Begierde zu erleben, doch nun Sterbe ich jeden Tag ein bi├čchen ohne auch nur einen Funken der Hoffnung in mir zu haben.

Was ist passiert?

 

30.03.2002 10:17 • #1


Ehemaliger User


Hallo September!

Ich kann dich sehr gut verstehen, mir geht es ├Ąhnlich. Auch ich wurde verlassen, s├Ąmtliche Zukunftsperspektiven wurden mir geraubt. Ach sie macht mir immer noch Hoffnung, sagt, sie mag mich noch sehr und die Zukunft wird zeigen was passiert. Aber ich denke das ist einfach nur ein Gef├╝hl der Sicherheit f├╝r die Frauen. Sie wollen sich unserer Liebe noch sicher sein, solange ihre neue Liebe noch nicht so gefestigt ist. Ich weiss das dein Schmerz sehr gro├č ist. Aber ich denke der erste Schritt mu├č es sein, das ganze zu akzeptieren. Ich weis es ist schwer, aber verl├Âse dich von allen Dingen zu l├Âsen, die dich an sie erinnern. Pack alle Fotos, Dinge die dich an sie erinnern in eine Kiste und verstau sie im Keller. Ruf sie nicht mehr an, versuch keinen Kontakt mehr zu ihr aufzunehmen.

Das Gef├╝hl, mit niemanden reden zu k├Ânnen, keine Freunde zu haben, kenne ich auch selber nur alzugut. Aber es gibt Hoffnung. Es gibt Selbsthilfegruppen, wo du Menschen triffst, die auch diesen Trennungsschmerz empfinden. Die auch einsam sind und jemanden suchen, mit dem sie reden k├Ânnen und mit denen man etwas unternehmen kann.

Ich wurde auch erste vor kurzem Verlassen. Was mir hier sehr geholfen hat war der Chat. Dort h├Ârt man dir zu, baut dich auf und gibt dir Tipps.

Aber du darfst stolz auf dich sein. Du hast dich nicht aufgegeben. Du hast dich getraut, deinen ganzen Schmerz mit uns zu teilen. Auch wenn du dich sehr "down" f├╝hlst, zeigt dieser Schritt enorme St├Ąrke und einen starken Lebenswillen.

Wir treffen uns bestimmt demn├Ąchst im Chat. Bis dahin w├╝nsch ich dir alles Gute.

Orion



Eine sehr gute Seite, die dich bestimmt auf andere Gedanken bringt, dich anregt, deinen eigenen Weg zu finden ist: .zeitzuleben.de

Ich kann diese Seite wirklich jedem empfehlen.

Au├čerdem kann ich dir ein Buch empfehlen, dass mir scon sehr geholfen hat. Es heist "Wenn der Partner geht..." und ist von Doris Wolf.

30.03.2002 13:56 • #2



Was ist passiert?

x 3


Ehemaliger User


Hallo September !

Auch ich kann dich sehr gut verstehen, ich wurde vor 5 Wochen verlassen von Ihr, sie hat einen neuen Partner, na und will die Zukunft mit Ihm, die ich mit Ihr wollte. Das ist ein doppelter Schmerz, den man verarbeiten mu├č.

Wie auch Orion schon sagt, versuche Dich zu l├Âsen von Ihr, breche den Kontakt ab, lasse es nicht zu, das Sie Dich benutzt, wenn Sie es will. Bei mir ist es ├Ąhnlich, Sie sagt, Sie will unbedingt Kontakt weiterhin, m├Âchte Freund sein, Sie merkt nicht mal jetzt, das Sie auf meinen Gef├╝hlen rumtritt.
Sie hat einfach nur angst mich ganz zu verlieren, weil Sie auch wei├č, das Sie mit Ihm auf Dauer nicht gl├╝cklich wird.(meine Geschichte, steht weiter unten"Das nach 14 Jahren)

Es f├Ąllt verdammt schwer loszulassen, ich w├╝rde sie auch gern sehen, Sie h├Âren, weil ich Sie noch so sehr liebe, nur ist es nicht gut, weil es geht immer wieder von vorn los, und deswegen, versuche an Dich zu denken, ich z.B gehe viel spazieren, fahre Auto. Komme so oft hier auf die Seite, lese viel im Forum, komm in den Chat, Du wirst sehen, es lenkt ab, und es gibt hier sehr viele liebe Menschen, die dir helfen werden, die Dir auch vieles erkl├Ąren k├Ânnen. F├╝r mich hat sich schon so viel erkl├Ąrt, und das w├╝rd es f├╝r Dich auch.

Weine auch, so oft du kannst, das ist gut so, nur weine nicht vor Ihr, gib Ihr das Gef├╝hl, das Du nicht auf Sie wartest, das Du Dein Leben in den Griff bekommst, ich wei├č es klingt hier so cool, aber glaub mir, mir geht es auch verdammt dreckig, und es tut mir auch weh, das ich sie so versto├če, weil ich Angst hab, das Sie sich dadurch immer weiter von mir entfernt.
Aber was soll ich machen? Warten auf Sie? Das Gef├╝hl kann ich f├╝r mich haben, aber ich darf es Ihr nicht zeigen! Und Du darfst das auch nicht, mache dich interessant, nur so kannst du Ihr die Augen ├Âffnen.

Ich w├╝nsche dir, das es dir bald ein bisschen besser geht.

Viele Gr├╝├če Totti

30.03.2002 16:03 • #3


Ehemaliger User


ich sage Danke f├╝r eure Zeilen.

Jetzt beginnt der Ostersonntag. Letztes Jahr waren wir bei Ihren Eltern, die mich immer wie einen Sohn behandelten.

Wie konnte es nur passieren? Es wu├čten Ihre Eltern seit einiger Zeit bescheid, Ihre Geschwister wu├čten es, keiner gab mir einen Hinweis. Warum haben Sie es zugelassen, Ihr nicht klar gemacht das mann nicht eins Beginnen darf bevor das andere nicht Beendet ist?

Als ich nach zwei Tagen der Trennung Ihre Mutter anrief sagte Sie mir das Sie mit dem anderen schon Zusammen ist und Sie mit mir nicht mehr k├Ânne. Wie k├Ânnen diejenigen, die mit mir noch vor nicht allzulanger Zeit auf Familie gemacht haben, sich auf einmal gegen mich Stellen?

Ich wachte diese Nacht wieder auf, es gingen mir tausend Gedanken um Sie in meinem Kopf herum. Der Himmel scheint sich ├╝ber mir immer mehr zu verdunkeln, ich Warte so sehnlich auf ein zur├╝ck. Ich wei├č das Sie mit Ihm ist. Ich wei├č das er Ihr bei Ihrem Umzug hilft. Das Ihre Eltern dabei sind und er jetzt meinen Platz eingenommen hat. Er kann nichts daf├╝r, da├č ist mir klar. Ich bewundere diejenigen unter Euch welche sich der Qual aussetzen k├Ânnen, manche auch m├╝├čen, diese Personen miteinander zu Sehen. Ich stehe oft vor meiner T├╝r und ├╝berlege in unsere gemeinsame Wohnung zu fahren. Ich habe Angst das ich dann das Sehe was ich doch schon Weis und es mich noch tiefer nach unten zieht und ich kann nicht mehr .

Liebes Leben, ich habe sehr viel Genu├č gehabt, sehr viel Spa├č durfte ich erleben, habe auch schon schwere Stunden hinter mich gebracht aber diese Qual scheint schier unendlich.

Ich Liebe Sie mehr als mein eigenes Leben, habe alles aufgegeben um mit Ihr zu sein und jetzt steh ich da und bin einfach nur allein. Mein Kopf sagt mir das es keinen Sinn mehr macht und ich diesen Teufelskreis verlassen mu├č. Mein Herz jedoch schreit nach Ihr, mein ganzer K├Ârper vibriert und ich w├╝rde mein Leben geben wenn ich diese wundervolle Zeit noch einmal erleben d├╝rfte. Sie ist f├╝r mich die Verk├Ârperung meines Traumes. Ihre Haut, Ihre Art zu L├Ącheln, wie Sie geht, wie Sie spricht, wie Sie mich ber├╝hrte, Ihre Augen wie sie strahlten, ich vermisse Sie so sehr.

Ich kann es nicht Verstehen und Glauben was passiert ist. Ich dachte es w├╝rde der Tag des Abschieds kommen und ich w├╝rde es Verarbeiten k├Ânnen doch der Schmerz wird immer immer st├Ąrker.

Aus den Augen aus dem Sinn? niemals habe ich dies angezweifelt, doch ich werde eines besseren Belehrt. Die Hoffnung, das gilt auch Dir Totti, dass ich mich interessanter mache wenn ich mich nicht melde habe ich aufgegeben. Sie hat keine Zeit sich mit der Situation zu besch├Ąftigen. Sie beginnt Ihr neues Leben und dies findet nun mal ohne mich statt. Da kann ich mir einreden was ich will. Sicherlich ist meine Sehnsucht nach Ihr unerme├člich aber mein Leben hat keinen Platz mehr in Ihrer Welt.

Als ich Sie kennenlernte hatte Sie sich kurz vorher von Ihrem Freund getrennt. Sie betrog Ihn auch kurz bevor Sie diese Beziehung beendete. Sie hatte sich in ein Abenteuer gest├╝rzt. Als Sie mir damals davon erz├Ąhlte, gab ich Ihr zu verstehen das ich mit solch einem Verhalten nicht einverstanden bin aber es dabei belassen wollte. Doch innerlich trug ich es immer bei mir, diese Angst Sie k├Ânne diese Spiel auch mit mir treiben, jetzt sehe ich meine Furcht best├Ątigt. ├ťber ein halbes Jahr und die letzte Zeit mit dem Wissen Ihrer Familie. Ich m├Âchte dieses Leben nicht mehr, kann nicht Vergessen. Versuche mir die schlechten Dinge hervorzurufen, doch es ereilt mich immer wieder die Liebe zu Ihr und ich kann Sie nicht aus meinem Herzen streichen. Ich Liebe Sie ├╝ber alles was mir erdenklich ist. ┬á

september

31.03.2002 09:36 • #4


Ehemaliger User


Hallo September !!

Sch├Ân das Du weiterschreibst.............

Du sagst, Ihre Eltern wu├čten schon einige Zeit Bescheid, sowie auch ihre Geschwister. Ich denk, das ist sehr verletzend, auch sehr unf├Ąhr, aber wie sollten sie sich verhalten, es Dir sagen, ich denk nicht, das es Ihnen leicht gefallen ist, mit dieser Situation umzugehen.

So wie Du Deine Gef├╝hle im Moment schilderst, auch  die Gef├╝hle zu Ihr, genauso f├╝hle ich auch.
Ich h├Ątte mein Leben f├╝r Sie geopfert, Ich habe nur f├╝r Sie gelebt, hab daran geglaubt, das wir alt werden zusammen.
Darum ist es jetzt um so schwerer, Abschied zu nehmen von Ihr, weil nicht nur Sie weg ist, sondern auch die Zunkunft.

Das man so sehr vermisst, das macht einen kaputt,die Geborgenheit, Sicherheit, Sie zu sp├╝ren, man w├╝rde sich gern anlehnen, statt dessen ist nur Leere , Sinnlosigkeit, es scheint alles still zu stehen. All das was Du schreibst, durchleben ich auch,ich wollte dir nur damit sagen, du bist nicht allein,so wie es Dir scheint. Ich habe auch gedacht, ich bin der einzige, aber seit dem ich hier bin, baut mich das auf, ich lese viele Beitr├Ąge, das lenkt ab, man lernt besser zu verstehen. Und wenn es mir richtig schlecht geht, wie die letzten 2 Tage, schreib ich einfach ins Forum, um mich mitzuteilen.

Viele Gr├╝├če Totti

31.03.2002 13:17 • #5


Ehemaliger User


Hallo September,
es ber├╝hrt mich sehr, wie traurig und tief verletzt Du bist. Ich kann Deine Trauer fast k├Ârperlich sp├╝ren. Ich weiss, wie es sich anf├╝hlt, wenn man sich so weggeworfen f├╝hlt und so mies behandelt. Wenn man denkt, man hat jede Perspektive verloren. Du wirst es jetzt noch nicht glauben, aber der Schmerz geht vorbei, nicht heute und nicht morgen, aber irgendwann und Du kannst aktiv daran mitarbeiten.

Kein Mensch auf dieser Erde hat das Recht, einen anderen derart zu verletzen und ihm die W├╝rde zu nehmen. Das musst Du Dir immer wieder vor Augen f├╝hren! Wenn Sie so auf Deinen Gef├╝hlen herumtrampelt, kann sie niemals die Richtige an Deiner Seite sein! Sie scheint eine gewisse Struktur beim Beenden ihrer Beziehungen aufzuweisen. Sie verl├Ąsst ihre M├Ąnner immer nach der gleichen Methodik - und hat offensichtlich nichts dazugelernt. Stell Dir mal vor, sie k├Ąme wieder zu Dir zur├╝ck. Du k├Ânntest ihr nie wieder vertrauen, w├Ąrest permanent auf der Hut und das nur daf├╝r, sie - f├╝r eine begrenzte Zeit wahrscheinlich - wiederzuhaben? Dann ginge es Dir nicht sehr viel besser, es w├Ąre f├╝r Euch beide die H├Âlle. Glaube mir, Deinem "Nachfolger" wird es in ein paar Jahren ├Ąhnlich ergehen, die Frau ist offensichtlich so veranlagt.

Du musst Dich unbedingt ablenken und Abschied von ihr nehmen. Unternehme etwas, was Du zuvor - ihr zuliebe? - noch nicht gemacht hast, schreibe ihr einen Abschiedsbrief, und wenn die Tr├Ąnen noch so sehr fliessen, f├╝hre Dir vor Augen, dass nach jedem miesen Tag irgendwann ein besserer folgen wird! Gehe raus unter Leute und wenn Du gl├╝ckliche Paare siehst, denke nicht: so sieht sie jetzt mit dem anderen aus, nein, kehre Deine Gedanken um und denke: so gl├╝cklich werde ich bald auch wieder sein!

Ich w├╝nsche Dir alles Gute und wenn es ganz dicke kommt, die Leute hier sind immer f├╝r Dich da. Du kannst mir auch gerne mailen: Gewitterhexe123@freenet.de.

Ich w├╝nsche Dir viel Kraft!

Bine

31.03.2002 22:01 • #6


Ehemaliger User


Dieses Osterwochenende war wohl nicht nur f├╝r mich eine Zeit der schier nicht endenden Traurigkeit und es werden wohl noch viele folgen.

Ich habe mich die letzten Tage fast durch alle Eintr├Ąge in diesem Forum gelesen. Leider finden sich nur wenige Geschichten welche einem die Hoffnung geben in dieser einen Liebe nochmals Fu├čfassen zu k├Ânnen. Wahrscheinlich ist dies auch besser so um gegen weitere Entt├Ąuschungen gefeit zu sein. Es ist allerdings ein beruhigendes Gef├╝hl ├╝ber die Dramatik des Beginns der Trennung zu lesen, die Entwicklung der Einstellung der "Betroffenen", die tiefen Abst├╝rze und irgendwann enden diese Geschichten und ich Glaube fest daran das es jedem einzelnen gelungen ist sich in seinem neuen Leben wohlzuf├╝hlen. Die gibt mir die wohl die Kraft diese Zeit zu "├ťBERLEBEN".

Meine Gedanken kreisen immer wieder um Sie, in den unm├Âglichsten Situationen, w├Ąhren eines Gesch├Ąftsgespr├Ąches, w├Ąhrend einer Plauderei mit den Kollegen. Ich w├╝nschte dieser Zustand w├╝rde enden, es f├╝hlt sich jedesmal wie ein Faustschlag in die Magengrube an, wie Stiche ins Herz. Seltsamerweise sehe ich Ihr Gesicht nicht mehr, es ist Ihr K├Ârper denn ich sehe aber nicht Ihr Gesicht, was bedeutet dies? Ist dies ein erstes Zeichen von Entfremdung? Stelle mir immer wieder vor wie Er meinen Platz eingenommen hat, wie Er jetzt Ihre N├Ąhe geniessen darf, all die Dinge wie sie sich viele in diesem Forum in der gleichen Situation auch vorgestellt haben.

Warum nur bin ich nicht in der Lage aus all diesen Geschichten
die Kraft zu sch├Âpfen, diesen Weg der Losl├Âsung von meinen Gef├╝hlen f├╝r Sie, zu gehen? Ich dachte mit Mitte 20 ich h├Ątte diese Erfahrung schon hinter mich gebracht, dachte mir k├Ânne dies nicht mehr passieren und stelle fest das es eigentlich schlimmer wird je "├Ąlter" mann ist. Die Einstellung zu einer Beziehung ver├Ąndert sich, die Anspr├╝che dazu ver├Ąndern sich, es wird nicht einfacher sich mit einem neuen Partner zu binden. ┬á

Wenn ich eines Morgens aufwache und mich wieder als ein "freier" Mensch f├╝hlen darf, werde ich mit Sicherheit an dieses Forum denken und jedem der mir mit "unseren" Problemen begegnet, dieses empfehlen.

September

03.04.2002 08:07 • #7


Ehemaliger User


Soeben noch gedacht es w├╝rde vorw├Ąrts gehen, jetzt einen R├╝ckschlag welchen ich nicht erwartet h├Ątte.

Es mag sich f├╝r euch harmlos anh├Âren doch mich trifft es sehr.

Habe gerade eine gute Freundin von Ihr angerufen, bei Ihr haben wir eine gemeinsame Rechtschutzversicherung abgeschlossen, diese wollte ich ab├Ąndern. Ich sprach Sie nicht auf meine Ex an aber ich sp├╝rte das Sie es wu├čte, ich wartete auf eine Frage von Ihr "Wieso?, seid Ihr etwa getrennt?" oder ├Ąhnliches. Nein nichts von alledem, sie klang wie als wenn es das normalste der Welt sei. Ich mu├čte nach diesem Telefonat erst mal raus aus dem B├╝ro. Auch wenn es nur eine anscheinend unwichtige Situation war mich erschl├Ągt dies vollkommen.

Ist es denn wirklich v├Âllig normal sich gleich in eine neue Beziehung zu st├╝rzen, das der Freundeskreis und die Familie den neuen gleich voll akzeptiert,ich kann es mir einfach nicht vorstellen schlie├člich hat mann sich doch geliebt!?! Ich will es nicht fassen und verstehe die Welt nicht mehr.

Warum nur sitzt dieser Schmerz so tief? H├Ątten wir uns "normal" getrennt w├╝rde ich vermutlich um Sie k├Ąmpfen, vermutlich w├╝rde ich dann anders damit umgehen. Ist der Schmerz so Stark wegen des Betruges oder des verlassen werdens? ┬áich verzweifle vor Sehnsucht obwohl mir die Hoffnungslosigkeit bewu├čt ist, w├╝rde dieser Wahnsinn nur endlich ein Ende nehmen.

September

03.04.2002 09:35 • #8


Ehemaliger User


Hallo September,

dass deine Gedanken sich bei jeder deiner t├Ąglichen Besch├Ąftigungen um deine Ex kreisen, ist normal und Folge der emotionalen und geistigen L├Ąhmung, die wir in unserer Situation erleben. Du wirst sehen, dass dieses langsam nachl├Ąsst, in den n├Ąchsten Wochen die zeitlichen L├╝cken, in denen du dies nicht mehr tust, immer ein St├╝ckchen l├Ąnger dauern.
Bei mir ist es so, dass ich zwar auch nach fast 8 Monaten t├Ąglich an meine Ex denke, aber eben nur noch f├╝r 1 oder 2 Stunden, w├Ąhrend es zu Beginn jede Minute des Tages so war. Ich erlebe dies Erinnern und Vermissen dann zwar immer noch mit der gleichen Intensit├Ąt, aber ich habe meinen Alltag  Gott sei dank wieder im Griff.
Nein, es ist nicht normal, von einer Beziehung in die n├Ąchste zu wechseln. Ich bin fest davon ├╝berzeugt, dass dies neben dem Verliebtsein auch den Effekt des Verdr├Ąngens f├╝r deine Ex darstellt. Sie begeht einen Fehler, weil sie nicht aufarbeitet, aus ihrer Vergangenheit lernen und begreifen wird - es wohl auch nicht will.
Au├čenstehende haben da im Grunde keinen Einfluss drauf. Was sollen schon Verwandte und Bekannte sagen, wenn deine Ex ihnen mitteilt, dass sie nun mit dir Schlu├č gemacht hat und eben mit dem Neuen zusammen ist? Sie k├Ânnen allenfalls noch versuchen, die Hintergr├╝nde zu erfragen, aber werden dann die neuen Umst├Ąnde akzeptieren (m├╝ssen).
Auch ich habe mich immer gewundert, dass keiner meine Ex mal ernsthaft hinterfragte, wie es angehen kann, dass sie quasi im Vorbeigehen ihre s.uelle Ausrichtung neu definieren konnte oder warum wir uns getrennt haben. Von Anfang an haben sich zwar Alle hinter ihrem R├╝cken sich gewundert und geben ihr auch heute noch keine dauerhafte ├ťberlebenschance mit ihrer neuen Beziehung - aber niemand hat sich mit ihr hingesetzt und versucht, sich mit ihr einmal kritisch dar├╝ber zu unterhalten. Auch hat sich keine ihrer Freundinnen und Bekannten sich jemals bei mir gemeldet, obwohl ich zu Allen einen sehr guten Kontakt hatte.
Und so ist man als Verlassener von einem Tag auf den n├Ąchsten nicht mehr mit von der Partie. Ich hab schon fast an eine Art Verschw├Ârung geglaubt...
Ist schon verwunderlich, warum du dich nicht mehr an ihr Gesicht erinnerst, wohl auf ihren K├Ârper... Ich erinnere meine Ex als Ganzes sehr genau, auch jeden ihrer Gesichtsz├╝ge...
Vielleicht ist es das erste Anzeichen von Entfremdung, vielleicht vermisst du nur die mit ihr gemeinsam erlebte sch├Âne K├Ârperlichkeit, wer wei├č.
Auch wenn du den Eindruck hast,  nun einfach ausgewechselt worden zu sein: ihr habt eure gemeinsame Vergangenheit, die sicher auch ihr vielen sch├Ânen Seiten und tiefen emotionalen Verbindungen hatte. Auch wenn unsere Exe glauben und es im Moment so empfinden, dass sie gl├╝cklich sind (meine tr├Ągt jetzt schon Klamotten im Partnerlook - ich fasse es nicht!), so wird sie das, was passiert ist, irgendwann einholen. Irgendwann werden sie es bereuhen, einfach so was Neues begonnen zu haben, weil sie feststellen, sich nicht selbst aus der Vergangenheit heraus selbst zu erkennen. Sie werden sie gleichen Fehler wiederholen. Diese Erkenntniss wird in aller Regel nichts mit uns zu tun haben, aber sie wird kommen.

Viel Karft auf deinem Weg w├╝nscht

Ralf

03.04.2002 13:35 • #9


Ehemaliger User


Hallo September und alle anderen Verlassenden,

leider schreibst du nicht, wielange ihr zusammen wart. Zu deinen Gef├╝hlen und das, was du mometan erlebst, m├Âchte ihr dir folgendes sagen.
Auch ich geh├Âre zu den M├Ąnnern, die ihre Ex wegen oder besser durch einen Dritten verloren haben. Auch meine Ex weist dieses Verhaltensmuster auf, dass immer sie es ist, die eine Beziehung beendet und auch erst dann, wenn der nahtlose ├ťbergang (Sprungbrett) gesichert ist.
Ich habe mich auch am Anfang gefragt, wie wohl die Umwelt auf diese unsere Trennung reagieren w├╝rde. Ich habe nach Moralvorstellungen geschrien und mir ausgemalt, wie sie von der Gesellschaft ge├Ąchtet werden.
Nun, die Realit├Ąt sieht leider anders aus. Dieses Verhalten von uns Verlassenen ist allzu nat├╝rlich und das der Umwelt/Gesellschaft auch. Sie halten sich tunlichst aus allem raus. Und ganz wichtig ist zu erkennen, dass sich wirkliche Freunde erst dann zeigen.
Sofern es deine Freunde sind, so kommen sie auch auf dich zu und versuchen dir Halt zu geben. Sofern es die Freunde der Ex sind, so sitzen sie zwischen den St├╝hlen und versuchen nie Verst├Ąndnis oder Interesse f├╝r deine momentane Gef├╝hlslage auf zu bringen. Sie lassen dich in Ruhe, machen einen gro├čen Bogen um dich und wenn es Feiglinge sind, dann kennen sie dich pl├Âtzlich nicht mehr, wenn du ihnen begegnest.
Mach dir nicht allzu viele Gedanken ├╝ber die Gehirnwindungen anderer!
Vielleicht ist es auch gut gemeint, wenn sie dich nicht direkt darauf ansprechen. Die gute Freundin von ihr ist nunmal ihre Freundin. Und deshalb gilt f├╝r sie das, was ich oben angef├╝hrt habe.
Zu den Gr├╝nden der Exe, uns zu verlassen, kann ich nur sagen, dass die Beziehung wohl alles andere als intakt war. Sonst h├Ątte ein Dritter nie die Chance gehabt, das Herz von der Ex zu erobern. Es mag wohl die typische Masche dieser Menschen sein, dass man Beziehungsprobleme immer mit einer neuen Beziehung l├Âst. Nur, dass hei├čt auch im Umkehrschluss  - da gebe ich Ralf recht - , dass sie nie eine langfristige Bezeihung f├╝hren k├Ânnen, weil sie die Vergangenheit und eigene Fehler nie aufgearbeitet haben.
Und es kommt der Zeitpunkt, dann werden sie f├╝r diese Fehler bestraft, dann sind sie es, die verlassen werden und stehen pl├Âtzlich vor einer total unbekannten Situation. Ob sie das dann richtig verarbeiten k├Ânnen?

Ich habe damals angefangen, schonungslos die Fehler und Gr├╝nde auf zu decken, warum das alles so gekommen ist. Dabei hat mir diverse Literatur sehr geholfen. Auf diese Forum hier bin ich erst dann gesto├čen, wo ich das Schlimmste schon hinter mir hatte. Trotzdem hat es mir sehr geholfen, auch im weiteren Verlauf, meine Trennungsschmerzen zu verarbeiten.
Ich muss sagen, dass ich in diesen 18 Monate nach der Trennung soviel erkannt und gelernt habe, was die Exe wahrscheinlich nie lernen werden.
Das ist unser Vorsprung den wir haben, wenn wir eine neue Beziehumng eingehen.
Sicherlich hilft eine neue, unmittelbare Beziehung, die Schmerzen der Trennung zu verarbeiten. Die individuelle Fehlererkennung bleibt dabei jedoch auf der Strecke.

Trennungsschmerzen habe auch unsere Exe, auch wenn sie verlassen. Das schlechte Gewissen, was sie haben, versuchen sie dadurch zu beruhigen, indem sie dem Verlassenen entweder Hoffnung auf m├Âgliche R├╝ckkehr machen oder die Freundschaft anbieten. Aber was soll das? Freundschaft? Wissen die ├╝berhaupt, was das hei├čt? Wie k├Ânnen Menschen, die sich mal innig geliebt haben pl├Âtzlich ein rein freundschaftliches Verh├Ąltnis f├╝hren? Sicherlich ist so etwas zwischen Partnern nach einer gewissen Zeit m├Âglich, wenn die Trennung von beiden richtig verarbeitet wurde und beide wieder in neuen, gl├╝cklichen Beziehungen stecken. Aber ist das dann gleich schon freundschaftlich? Ich glaube kaum!
Und welchen Sinn w├╝rde das dann ergeben?
├ťber eins sollten wir uns allerdings gl├╝cklich sch├Ątzen. Unsere Exe haben den Weg des geringsten Widerstandes, die einfachste L├Âsung gesucht. N├Ąmlich die L├Âsung, die f├╝r sie mit den geringsten Schmerzen verbunden war und sie gleich wieder auf Wolke7  katapultiert hat. Sie haben nicht den Mut gehabt, mit einem offenen Wort bzw. mit Kommunikation ihre Beziehungsprobleme mit uns zu l├Âsen bzw. die Beziehung zu beenden. Nein, sie haben Vertrauensbruch begangen, indem sie fremd gingen und pl├Âtzlich den Trennungsgrund hervor zauberten. Somit ist jede vern├╝nftige M├Âglichkeit einer R├╝ckkehr bzw. einer Neu-Aufnahme der Beziehung verbaut. Sie w├Ąre sowieso nur tempor├Ąr. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende! Nur das muss einem erstmal klar werden.
Das sollte unseren Blick nach vorne sch├Ąrfen und uns nicht mehr von der Vergangenheit tr├Ąumen lassen. Es gibt weitaus geeignetere Partnerinnen f├╝r uns!

Die Zukunft kann also nur besser werden, auch wenn es jetzt ├╝berhaupt nicht danach aussieht!

Ich w├╝nsche Dir viel Kraft f├╝r den langen Weg.

Hubby




03.04.2002 15:42 • #10


Ehemaliger User


Hallo September,

in den Antworten, die Du bekommen hast, ist eigentlich schon alles gesagt worden. Alles das, was auch mir jetzt ein kleines bi├čchen hilft. Doch der Schmerz sitzt erst einmal wie ein Stachel. Und mit dem Verstand nimmt man tats├Ąchlich alles auf, wei├č es ja selbst, wie man sich eigentlich verhalten sollte, und dass der Schmerz vergeht und und und. Aber es dauert eben. Vor meiner jetzigen Situation (siehe mein Beitrag), gab es bei mir einen Mann, mit dem ich 2 Jahre verbrachte. Das Muster kann man auch bei ihm ansetzen:
er hatte damals noch eine Freundin (lebte mit ihr zusammen) und hat sie halt mit mir betrogen und nach ca. 1 Jahr hatte sie wohl die Nase voll von seinem Verhalten (sie wu├čte nichts von mir, aber das Verhalten ├Ąnder sich wenn es da jemand anderen gibt) und verlie├č ihn. Nat├╝rlich habe ich gedacht: oh, was ist, wenn er das mit mir auch macht. Aber den Gedanken habe ich sch├Ân beiseite geschoben. Wollte gar nicht dar├╝ber nachdenken. Und nach einem weiteren Jahr bekam ich dann per Zufall heraus, dass er bereits seit einem halben Jahr eine andere hat. Das allein tut schon weh ohne Grenzen. Aber wenn die andere dann auch noch 19 Jahre jung und h├╝bsch und blond ist und man selbst Anfang 40, dunkelhaarig und zwar attraktiv aber von einer Sch├Ânheit doch weit entfernt ist, dann f├Ąllt das Selbstbewu├čtsein erstmal in den Keller.
Und nach mehrmaligem Nachfragen, warum er mir das nicht
gleich gesagt hat, bekam ich die lapidare Antwort "ich wu├čte ja nicht, ob das mit ihr was wird". Also sch├Ân die T├╝r offen halten zu mir, ab und zu noch ein paar Mails, Telefonate und Streicheleinheiten, damit sie nicht abspringt bevor man wei├č ob die n├Ąchste o.k. ist f├╝r eine zeitlang. Von seiner Mutter erfuhr ich, dass er nie auch nur einen Tag ohne Freundin war und somit war das typische Verhaltensmuster klar. Auch er st├╝rzt von einer Beziehung in die n├Ąchste, betr├╝gt die vorherige noch monatelang um sicher zu gehen, dass er nicht pl├Âtzlich ganz ohne Freundin da steht. Also nicht nur Frauen tun das, es tun auch eine Menge M├Ąnner. Und leider hab ich bisher nur solche Exemplare kennengelernt. Der jetztige bzw. der aktuelle Ex hat es wohl auch gemacht. Denn die Zeichen waren seit Weihnachten alle da und die Alarmglocken schrillten in mir. Und heute habe ich dann Schlu├č gemacht, denn genau darauf hat er gewartet.
Ich verstehe auch nicht wirklich, wie Menschen so etwas tun k├Ânnen. Wie kann man mit vollem Bewu├čtsein einem Menschen so weh tun, den man doch mal "geliebt" hat. Und was mir halt auch am meisten weh tut: wenn man es dann endlich irgendwie erf├Ąhrt oder kapiert, dann ist der andere nicht da. Man wird seine berechtigte Entt├Ąuschung und Wut, Frust und Kummer nicht los. Man m├Âchte Fragen stellen, Antworten bekommen. Und wie in einer Antwort an Dich steht "Antworten kann nur der Verlassende geben", aber von dem bekommt man sie in den seltensten F├Ąllen, denn pl├Âtzlich will derjenige nichts mehr mit einem zu tun haben. Als wenn man die Pest h├Ątte. Dabei ist das ja wohl etwas, was man demjenigen schuldet, dem man den "Laufpass" gibt. Zumindest sehe ich es so.
Ich gr├╝├če Dich herzlich und w├╝nsche Dir,
dass dieser Schmerz langsam von Dir weicht. Es gibt ein Morgen, auch wenn man es im Moment nicht sehen will (will ich gerade auch nicht, m├Âchte nur schlafen, schlafen, schlafen).
Sammy

03.04.2002 16:15 • #11


Ehemaliger User


Hallo Ralf39, Hubby, sammy,

habe mich sehr ├╝ber die Reaktionen von euch gefreut, grad ├╝ber die der alten Hasen in diesem Forum.

Kurz ein Einblick in meine Beziehung, wir lernten uns vor 6,5 Jahren kennen als ich noch mit meiner Frau zusammen gelebt habe. Damals schon ging Sie mir nicht mehr aus dem Kopf, ich hatte aber, um meine Ehe nicht zu gef├Ąhrden, keinen Kontakt zu Ihr (Sie arbeitete zu diesem Zeitpunkt in einem Werk von unserer Firmengruppe). Es war aber klar das meine Ehe keinen Sinn mehr hatte wenn ich mich durch eine andere so verwirren lies. Vor 5,5 Jahren traff ich Sie wieder, inzwischen von meiner Frau getrennt, verliebte mich sofort in Sie und Sie erwiederte diese Liebe. Die ersten 2 Jahre lebten wir ┬áeine Wochenend Beziehung ┬ádanach zog Sie nach M├╝nchen wo wir uns eine wundersch├Âne Wohnung suchten. Alle meine Bef├╝rchtungen wir k├Ânnten uns vielleicht auf den Wecker gehen verflogen, es war eine harmonische Zeit. Letzten Sommer stritten wir uns einmal ziemlich heftig, einen Monat sp├Ąter fiel mir auf das Sie Ihr Handy nicht mehr offen liegen lie├č, Sie sich des├Âfteren wiedersprach, eben all die kleinen Dinge die einem alleine nicht Auffallen aber in der Summe.So kam eins zum anderen und Sie gab zu jemanden kennengelernt zu haben mit dem Sie sich sehr gut Unterhalten k├Ânne und dem Sie alles aus unserer Beziehung, incl. des damaligen Streites, erz├Ąhlt habe. Mir war klar das es nicht nur eine fl├╝chtige Bekanntschaft sein konnte, ich w├╝rde nicht mit jemandem "Fremden" ├╝ber meine Probleme sprechen (obwohl, tue ich ja hier auch). Sie versprach mir keinen Kontakt mehr mit Ihm zu halten und ich glaubte Ihr, tja und den Rest kennt Ihr ja schon.

Sicherlich ist es ersichtlich gewesen wenn man das jetzt so im Nachhinein liest. Wie lange sehen wir an den Dingen die wir nicht sehen wollen vorbei? treibt uns da etwa schon die Angst, die Angst das zu Verlieren was wir Lieben? Hatte diese Beziehung zu diesem Zeitpunkt Ihr Ende schon gefunden? sicherlich!

Leider kann ich mich nicht so gut ausdr├╝cken wie Ihr es k├Ânnt, ich bewundere diese F├Ąhigkeit und bin immer wieder erstaunt und freue mich ├╝ber jeden eurer Beitr├Ąge.

Vielleicht noch kurz ein Erlebniss das ich Gestern mit Ihr hatte. Obwohl ich Sie darum gebeten hatte mich nicht mehr anzurufen, meldete Sie sich gestern wegen einem unwichtigen Grund. Als Sie merkte das es mir nicht gut ging, fragte Sie mich "hast Du es den immer noch nicht verarbeitet". Diese Frage war f├╝r mich wie ein K.O.-Schlag. Allerdings konnte ich pl├Âtzlich nicht mehr inne halten und begann Ihr alle meine Gef├╝hle und meine Empfindungen und meine Wut zu erz├Ąhlen, ohne Punkt und Komma. Ich Glaube es war Ihr ziemlich Egal, als ich den H├Ârer aufknallte und schon Angst vor den n├Ąchsten Stunden hatte kam in mir ein Gef├╝hl der Befriedigung auf. Ich wu├čte erst nicht recht wie ich damit umgehen soll aber es war das erste mal seit der Trennung das ich mich besser f├╝hlte, befreiter. Nat├╝rlich ist dies nur ein kleiner Wink des Schiksals aber ich Glaube dies war mein erster Schritt und es tut gut. ┬á

Ich stand schon oft vor der T├╝re des Chat`s irgendwie bin ich aber noch nicht soweit werde aber mit Sicherheit auch diesen Schritt begehen.

September

04.04.2002 12:58 • #12


Ehemaliger User


Hallo September,

ich habe Deine Geschichte gelesen und kann sehr gut mit Dir f├╝hlen.

Du sagst, es ist gut, dass Du dich mal ausgekotzt hast, und mit ihr geredet hast.

Ich denke auch, es ist wichtig, sich mit der Ex-Partnerin auseinanderzusetzen, damit man eine realistische Einsch├Ątzung bekommt. Leider wollen die Verlassenden das aber oft nicht, weil sie mit ihren Zweifeln und ihrem Mitleid k├Ąmpfen m├╝ssen, weil es f├╝r sie auch nicht einfach ist.

Anscheinend passiert es aber ├Âfters, dass die ehemaligen Partner nach einer Trennung keinen Kontakt mehr zueinander haben und sich nicht auseinandersetzen.

Ich habe in den Antworten auf deinen ersten Beitrag Stimmen geh├Ârt, die gesagt haben, es sei gut, sich sofort aus dem Weg zu gehen, die Bilder in eine Kiste zu tun. Wie kann man dann etwas aus der Sache lernen?

Den Satz: "Nur die Ex kennt die Antwort." Finde ich total zutreffend. Die Gefahr ist unheimlich gro├č, dass die eigene Erkl├Ąrung der Wirklichkeit sich von der Realit├Ąt entfernt. Erst indem man die unterschiedlichkeit der beiden Sichtweisen erkannt hat, kann man weitermachen, denke ich.

Aber es ist verdammt hart, wenn man feststellt, dass die eigene Sicht nicht die einzige Wahrheit ist, sondern nur eine.  Aber die eigenen Gef├╝hle sind wahr, nur will der Verlassende damit gar nichts mehr zu tun habe.

Trotzdem denke ich, die Auseinandersetzung ist f├╝r den Verlassenen total wichtig.

Ich w├╝nsche dir alles gute auf dem langen Weg!

Moritz

06.04.2002 23:27 • #13


Ehemaliger User


Hallo September!
Ich bin heute zum ersten Mal auf dieser Seite und finde es erstaunlich, wie viele Parallelen man immer wieder in dem Verhalten derjenigen, die verlassen und in den Gef├╝hlen derjenigen, die verlassen wurden entdecken kann. Auch ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich selbst bin nach vier Jahren von meinem Freund verlassen wurden. Zwar war hier keine andere Frau im Spiel (so sagt er zumindest), doch war es deshalb nicht weniger schlimm. Wir wollten zusammenziehen, nachdem er von seinem Auslandsaufenthalt (1/2 Jahr) zur├╝ckgekommen w├Ąre, doch 3 Wochen bevor es soweit war teilte er mir mit, dass ich nicht mehr in sein Leben passen w├╝rde. Er m├╝sse noch Erfahrungen machen und die kann er nur alleine sammeln, er kann und will keine R├╝cksicht mehr nehmen und Beziehung hei├čt f├╝r ihn nur noch R├╝cksichtnahme und Kompromisse. Soviel zu meiner Geschichte. Das war vor gut zwei Monaten.
Was ich mit Parallen gemeint habe ist Folgendes:
diejenigen, die verlassen, versuchen entweder (wie in meinem Fall) so viel Abstand wie m├Âglich zu schaffen, da sie meiner Meinung nach nicht dazu in der Lage sind, sich mit dem Leid des Partners auseinanderzusetzen. Sie sind somit wahnsinnig feige und k├Ânnen einem nicht mal richtig ins Gesicht schauen. Sie f├╝rchten wahrscheinlich, dass sie sich ansonsten eingestehen m├╝ssten, dass ihr Verhalten nicht in Ordnung ist, was ja niemand gerne macht. So versuchen sie das Ganze zu verdr├Ąngen und sind somit absolut verletzend und geben einem das Gef├╝hl, dass man es nicht mehr wert ist, beachtet zu werden.
Andere, die verlassen, k├Ânnen wohl nicht loslassen und wollen noch ein bisschen Sicherheit haben. Welche der beiden Varianten die bessere oder schlechtere ist wei├č ich allerdings auch nicht. Was mir in der letzten Zeit klar wurde ist, dass wenn man eine Beziehung eingeht, Verantwortung ├╝bernimmt. Das hei├čt nicht, dass man mit 60 noch gemeinsam im Schaukelstuhl liegt, es kann immer Gr├╝nde geben warum eine Beziehung scheitert. Doch wof├╝r ich kein Verst├Ąndnis mehr habe ist die Art und Weise, wie es sich diejenigen, die verlassen, oftmals einfach machen. Das hat was mit Respekt dem Partner gegen├╝ber zu tun, mit Reife und eben mit Verantwortung. Ich bin jetzt ├╝ber zwei Monate sp├Ąter immer noch fassungslos, wie jemand von dem man dachte dass man jahrelang die absolut wichtigste Person sei, einen so mit F├╝├čen treten kann. Ich bin mir allerdings fasst sicher, dass Menschen, die selbst schon einmal ganz b├Âse verletzt wurden, sich anders verhalten w├╝rden.
Diejenigen, die verlassen wurden machen oftmals auch ├Ąhnliche Phasen durch und stellen sich ├Ąhnliche Fragen. Das f├Ąngt an mit dieser absoluten Verzweiflung, in der Du gerade noch steckst. Man sieht kein Land mehr und denkt man kommt da niemals heraus. Diese Zeit kennen wohl alle, die schon verlassen wurden. Typisch finde ich auch, dass man lange Zeit nicht w├╝tend auf die Person werden kann, wo man doch oftmals Grund genug h├Ątte. Nein man qu├Ąlt sich lieber selber, indem man an die sch├Ânen Zeiten denkt und sich auf einmal an keine schlechten Zeiten mehr erinnern kann.
Bei mir war es auch so, dass ich mich wahnsinnig einsam gef├╝hlt habe, obwohl ich eigentlich liebe Menschen hatte, die sich um mich gek├╝mmert haben und sich auch immer noch um mich k├╝mmern. Doch niemand und nichts, was davor an zweitwichtigister Stelle stand, kann an Platz eins aufr├╝cken. Ich w├╝rde Dir gerne Tipps geben, wie Du diese Zeit besser ├╝berstehen kannst, aber es gibt kein 10 Stufen Programm. G├Ąbe es das, h├Ątte ich es selbst probiert und dann w├╝rde es mir hoffentlich auch schon viel besser gehen. Trotzdem denke ich, es gibt einige Sachen, wie man besser mit dieser Situation umgehen kann. Akzeptiere diese Zeit der Verzweiflung, der schlechten Stimmung, des Heulens. Es bringt nichts, zu denken man darf es nicht an einen ran lassen, oder man muss sich unter Zeitdruck setzen. Allerdings solltest Du, Dich auch nicht scheuen, professionelle Hilfe aufzusuchen. Ich hab mir das auch schon ├╝berlegt und wer wei├č vielleicht mach ich es demn├Ąchst auch. Dein Ziel sollte nicht sein, dass es Dir wieder gut geht und Du dr├╝ber weg gekommen bist, sondern dass die Zeiten, in denen Du ein bisschen abschalten kannst l├Ąnger werden. Ich hab nach 4 Wochen, trotz dass es mir beschissen ging, lachen m├╝ssen und das richtig herzhaft. Erst hab ich kurz gedacht das geht doch gar nicht, wie kann denn das sein und war total ├╝berrascht. Doch warum nicht, der Absturz kommt soundso wieder, also warum nicht die kurze Zeit, wo man abschalten kann nutzen.
Viel dr├╝ber reden hat mir auch geholfen, aber da bist Du ja schon auf dem richtigen Weg. G├Ânn Dir was Gutes, wobei mir schon bewusst ist, dass man in so einer Zeit oft gar ┬ánicht wei├č, worauf man Lust hat.
Was mir auch manchmal hilft ist, dass ich das Ganze in Relation sehe. Ich ├╝berlege mir dann wie alt ich bin und wieviel in meinem Leben noch alles passieren wird. Ich wei├č, dass ich diese Zeit gerade nie vergessen werde, doch es w├Ąre sehr unwahrscheinlich, dass es mir in 10 Jahren immer noch schlecht geht. Es werden wahrscheinlich noch viele andere sch├Âne und auch schreckliche Sachen passieren und wir werden alle irgendwann wieder lachen k├Ânnen und auch wieder weinen. Diese Zeit ist eine Station in Deinem Leben, doch auch nicht Deine letzte. Das habe ich vorher auch gemeint mit akzeptiere diese Zeit. Ich wei├č, dass das alles supertoll klingt und man trotzdem manchmal einfach verzweifelt ist und keinen Sinn mehr in dem Ganzen sieht. Das geht mir genauso, doch wie gesagt, die Zeiten werden l├Ąnger, in denen man ein Licht am Ende des Tunnels sieht und ich w├╝nsche Dir, dass dieses Licht f├╝r dich auch ├Âfters mal l├Ąnger leuchtet.
Mach┬┤s gut
Pumuckl

08.04.2002 12:43 • #14


Ehemaliger User


hallo september;
du schriebst:
"Vielleicht noch kurz ein Erlebniss das ich Gestern mit Ihr hatte. Obwohl ich Sie darum gebeten hatte mich nicht mehr anzurufen, meldete Sie sich gestern wegen einem unwichtigen Grund. Als Sie merkte das es mir nicht gut ging, fragte Sie mich "hast Du es den immer noch nicht verarbeitet". Diese Frage war f├╝r mich wie ein K.O.-Schlag. Allerdings konnte ich pl├Âtzlich nicht mehr inne halten und begann Ihr alle meine Gef├╝hle und meine Empfindungen und meine Wut zu erz├Ąhlen, ohne Punkt und Komma. Ich Glaube es war Ihr ziemlich Egal, als ich den H├Ârer aufknallte und schon Angst vor den n├Ąchsten Stunden hatte kam in mir ein Gef├╝hl der Befriedigung auf. "

Mein Tipp: la├č es bei diesem einen Mal !
Ich habe festgestellt, da├č es den Exes manchmal nicht reicht, dich einmal zu verletzen. Manche (meine Ex z.B.) braucht immer mal wieder die Gelegenheit, Gift zu verspr├╝hen.
Besonders perfide und s├╝├č wird das Gift dann nach langer Zeit (bei uns 15 Monate): dann bekommst du m├Âglicherweise "liebe" mails  (meistens wenn sie irgendwas von dir wollen) mit s├╝├čgiftigen Einsch├╝ben "ich kann nichts daf├╝r, da├č du noch nicht dr├╝ber weg bist..." und als Absender dann Liebe Gr├╝├če oder M├Âge die Sonne in dein Herz zur├╝ckkehren.

Bull *beep*, wenn wir nicht wg. dem gemeinsamen Kind noch Mails austauschen m├╝├čten, w├╝rde ich alle Mails sofort l├Âschen.

Manche Ex sind halt gespalten, wo kommt diese Bosheit auch nach so langer Zeit (15 Monate) blo├č her ?

Aber mittlerweile best├Ątigen mich diese giftigen Attacken nur noch auf meinem Weg, auch wenn sie im Moment das Blut zum Kochen bringen

mick

08.04.2002 13:59 • #15



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