Hat jemand von euch mal etwas vom Primatenforscher Frans de Waal gelesen?
Ich lese gerade staunend. . .
Also erstmal eine wichtige Info für uns Frauen: die Bonobos leben in Matriarchaten und der Knaller: die Jungs bleiben bis ins Erwachsenenalter bei ihren Müttern (sonst gehen sie ein), während die Mädchen im Teeniealter in eine andere Gruppe wandern
De Wal schreibt, dass Menschenmänner sich bei Vorträgen oft dadurch beleidigt fühlen und ein Zuhörer und Professor mal aufgebacht ausrief "Was ist mit diesen Männchen bloß los?!"
Die Bonobos sind angeblich friedlicher und empathischer als Schimpansen (männliche Schimpansen töten auch bei Kämpfen), aber beide sind uns sooo ähnlich! Beeindruckend auch, Fotos zu sehen. Sie umarmen und streicheln sich zum Trost. Küssen sich (machen auch Liebe wie wir

) und schlichten Streiterein mit Gesten, die auch wir benutzen.
Sie haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und werden wie wir sauer wenn`s ungerecht zugeht. Sie teilen übrigens auch großzügig.
Und sie können sich Gesichter genau so gut merken, wie wir Menschen und sogar per Foto völlig fremde Artgenossen familiär durch Ähnlichkeit zuordnen.
Was ich traurig finde: männliche Schimpansen zeigen niemals Schwäche. Sind sie krank oder verletzt, halten sie sich abseits der Gruppe auf, um ihre Schwäche zu verbergen. Und wenn sie eine gute Stunde haben, besuchen sie die Gruppe und zeigen sich in Angeberposen kraftstrotzend und dann verkrümeln sie sich wieder.
Er erzählt von einem Männchen, das schwer krebskrank war, aber nichtmal die Menschen merkten es weil sie eben so gut verbergen, so dass er erst am Tag seines Todes zusammen brach. Die menschlichen Betreuer und Tierärzte versorgten ihn und schirmten ihn von seinen Leutchen ab, aber die sahen ihm seine Lage an und signalisierten so lange, dass sie zu ihm wollten, bis die Menschen sie ließen. Sie kraulten ihn, brachten ihm Holzwolle, die sie ihm hinter den Rücken schoben, damit es gemütlicher sei usw.