Zitat von Birkai: Mein Rat wäre eher Abstand zu schaffen. Deine Erklärungsversuche und auch der Fingerzeig auf sie, wird dich in keiner Weise vorwärts bringen. MMn machst du dich damit noch bedürftiger.
Der Meinung bin ich auch. Merrit strampelt sich ab und möchte dass sie ein anderes und realistischeres (?) Bild von ihm bekommt. Sie ist aber schon weit weg und will ihr Bild nicht korrigieren. Und da ist alle Liebesmüh umsonst.Und je mehr Mühe er sich gibt, je mehr er redet, desto lächerlicher wird das Ganze.
Außerdem braucht sie ja schon vor sich selbst eine Begründung, die Ehe aufzukündigen. Wieso also sollte sie dann das Bild von Dir in Frage stellen und korrigieren?
Du strampelst Dich immer noch ab und machst Dich damit noch bedürftiger. Bedürfigkeit wirkt niemals attraktiv.
Lass sie ziehen, sie hat sowieso immer Recht und ob sie ihr Bild von Dir korrigiert oder nicht, ist für Dich Jacke wie Hose. Du bist abgemeldet und das tut nur einem von Euch beiden weh. Sie hat ihre Rechtfertigung gefunden, die sich jeder Verlasser zurecht legt. Und davon rückt er nicht ab weil der Entschluss längst feststellt.
Als mein Affärenmann mich verließ, war ich auch am Boden zerstört. Dass ich selbst dazu beigetragen hatte, sah ich damals nicht, sondern erst mit sehr viel Abstand. Wieso hatte er mich, die sich doch so abgemüht hatte, alles richtig zu machen, abserviert? Und was dachte er eigentlich von mir? Hatte ich mich so dargestellt, dass er mich nicht mehr mochte? Dabei sah am Anfang doch alles ganz anders aus.
Ja, er mochte mich nicht mehr, er empfand die Fernbeziehung als Belastung. Er wollte frei sein, sagte er zumindest. Ein halbes Jahr später hatte er eine Neue und ich bin sicher, dass er sich schon kurz nach der Trennung an sie annäherte. Da waren so seltsame Unternehmuingen. von denen er berichtete und die so gar nicht zu ihm passen wollten.
Ich war so blöd damals und hielt noch Kontakt über Geräte. Das war für mich schädlich und nützte mir gar nichts, aber meine Gedanken und Gefühle kreisten weiterhin um ihn. Ich verlängerte damit den Ablöseprozess. Ich war davon überzeugt, dass ich ihn dennoch immer lieben würde, dann halt unglücklich.
Es kam anders. Die Zeit sorgte dafür, dass der Kontakt ganz abbrach und ich mich davon lösen konnte, was ein langer Weg war.
Hinterher ordnete ich diese Beziehung ganz anders ein und sah auch meinen Anteil klar. Noch fand ich es schade, dass er sicher schlecht von mich dachte und es möglicherweise heute noch tut. Wir begegnen uns gelegentlich dienstlich, grüßen uns und jeder geht seines Wegs. Wir größen uns auch nur, wenn es sein muss, also bei persönlicher Begegnung.
Was er heute von mir denkt oder auch nicht, ist mir egal. Es spielt keine Rolle für mich und auch wie er lebt, ist mir egal.
Am Ende steht nur Gleichgültigkeit und erst wenn man so weit ist, hat man den Absprung tatsächlich geschafft.
Akzeptiere die Trennung und gehe in die Distanz. Das ist das einzige was Dir hilft irgendwann darüber hinweg zu kommen. Du wirst noch merken, dass es einen Menschen gibt, der Dir immer im Leben bleibt und das bist Du selbst. Und was andere von Dir denken, ist egal, denn Du kannst die Gedanken anderer nicht ändern und umprogrammieren. Sie haben ein Recht auf ihre Meinung wie Du auch Und das auch, wenn Du glaubst, dass sie damit falsch liegen.