Zitat von elisabeth123:Du bist auch nicht im Hintertreffen. Du hast eben deine Meinung, die du gut begründet hast.
Ich habe eben eine andere.
Absolut. Lustig aber, dass es dann automatisch direkt behauptet wird.
Zitat:Die TE ist in eine ziemlich blöde Situation geraten. Wahrscheinlich war sie in den letzten Jahren mit der Entscheidung beschäftigt ob die Ehe überhaupt noch eine Zukunft hat bzw. mit der Rettung derselben beschäftigt. Und wenn ich es richtig verstanden habe ist es noch gar nicht raus ob sie sich von ihrem Mann trennen wird auch unabhängig von der Kinderfrage.
Wahrscheinlich hat sie sich deswegen auch nicht groß mit dem Kinderwunsch beschäftigt und mit dem 39. Geburtstag hat sie dann aber schon gemerkt, dass sie in dem Punkt langsam etwas tun muss.
Dass man auch noch mit Ende 30 locker schwanger wird oder sogar noch später ist eine Mär, befeuert von irgendwelchen seltenen Beispielen bzw. von irgendwelchen Promis, die aufgrund ihres Vermögens sich alle möglichen Fruchtbarkeitskliniken und-behandlungen leisten können.
Ich habe die Schwierigkeiten in dem Punkt so oft erklärt, deswegen erspare ich es mir das erneut zu tun.
Die meiner Meinung und Erfahrung nach einzige realistische Chance (ohne erhebliche gesundheitliche und finanzielle Risiken einzugehen) noch schwanger zu werden mit einer durchschnittlichen Wahrscheinlichkeit von ca. 15%, wäre jetzt mit dem Ehemann loszulegen.
Um den Punkt der späten Schwangerschaft ging es doch gar nicht, zumal das Risiko beim "Ehemann" (wir nennen das jetzt mal so) ja genau so hoch wäre.
Zitat:Solange sie nicht die Absicht hat ihren Ehemann finanziell und zeitmäßig auszunutzen, halte ich dies für den einzigen realistischen Weg noch Mutter zu werden. Dass es gegenüber ihrem Ehemann nicht fair ist, ist mir klar.
Deswegen war mein Ratschlag: Sie soll es mit ihm besprechen. Wenn er damit d'accord geht, dann soll's wohl so sein. Dann kann man zwar dennoch Augenrollen, aber wenn beide der Meinung sind: Hey, ist schon cool so. Vor allem, wenn Du dann mir 39 evtl. noch n behindertes Kind bekommst, dann juhuu... kommst Du natürlich niemals auf die Idee mich um finanzielle oder andere Hilfe zu bitten. Es geht hier ja auch n bisschen um Verantwortung. So'n gaaanz klitze bisschen.
Zitat:Dennoch wäge ich die Konsequenzen für beide ab:
Klar - die TE würde sein Leben manipulieren, aber die negativen Konsequenzen halte ich für relativ harmlos. Wenn er möchte kann er sich an der Kindererziehung beteiligen, wenn nicht, dann eben nicht.
Davon abgesehen hat er noch alle Zeit der Welt das klassische Mutter-Vater-Kind-Modell zu leben - mit einer anderen Frau.
Ich finde das in keiner Weise harmlos. Ich würde das absolut asozial finden. Immerhin ist es auch sein Erbgut über das da bestimmt wird und da hat er nunmal mitzureden. Deshalb soll sie auch nen offenen Dialog suchen. Und wenn der nicht fruchtet, dann muss sie sich nunmal den Vorwurf gefallen lassen nicht rechtzeitig in die Puschen gekommen zu sein. Das man dann lieber die Heimlichkeitsnummer abzieht, die ihm evtl. auch wenn er mal älter ist, schön vor die Füße kotzt in Form eines pubertierenden Kindes wird mir da viel zu sehr ausgeklammert.
Zitat:Würde die TE sich konsequent trennen, dann hätte sie "moralisch einwandfrei" gehandelt, bleibt aber wahrscheinlich kinderlos.
Mir wäre an der Stelle der TE die Moral wurst und ein Leben mit Kind wichtiger.
Jo, und das ist eben asozial einem anderen Menschen gegenüber, zumal dieser auch mitzubestimmen hat. Frauen haben schließlich auch das Recht mitzubestimmen, ob sie ein Kind austragen. Alles Andere fällt unter "Straftat".
Zitat:Würden die Männer die Kinder bekommen und ein Mann wäre in so einer Lage würde ich genauso argumentieren. Hat nichts damit zu tun, dass ich "immer für die Frauen Partei ergreife".
Auch in dieser Scheinwelt wäre das asozial.
Zitat:Was so nervt @Ricky ist, dass du unbedingt deine Meinung durchdrücken willst, weil alles andere "Irrglaube" ist.
Ne, ne, ne... Du siehst das eben so, dass es okay ist, weil Du einen emotionalen Aspekt auf "Das Leben des Kindes ist wichtiger als Moral" setzt. Das ist aber nicht so. Und das willst Du hier verbreiten, aber nochmal: Nur weil Du oder Bekannte es wiederholst, macht es das nicht richtiger. Es wäre schließlich auch nicht in Ordnung als Mann eine Leihmutter auszunutzen, nur weil man einen Kinderwunsch hat und ihr dann ihre Gene klaut.
Warum ihr Recht auf ein Kind, da über dem Recht des Mannes stehen soll, macht schlichtweg keinen Sinn. Denn Dein Argument ist "Ein Leben mit Kind" ist wichtiger als das Selbstbestimmungsrecht des Mannes.