Urmel_
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Zitat von Michael170570:
Wie schon gesagt: alles relativ
Das ist doch im Prinzip die gleiche Aussage wie "Menschen sind verschieden, jeder hat andere Vorlieben."
Und in einem gewissen Sinne ist das korrekt. In Bezug auf Anziehungskraft ist es aber nicht korrekt. Nimmt man als Vorzeichen eine gesunde Beziehung (also ohne Abhängigkeiten psychischer Natur) und setzt man als Maßstab maximale Anziehungskraft voraus (und eben nicht Ängste oder Erfüllung des Kinderwunschs), was sich beispielsweise als Indiz für hohes Verlangen und guten 6 übersetzen lässt, dann gibt es eine ganz klare Definition, was Frauen maximal anziehend finden:
Einen Mann, der die Fähigkeiten und Attribute besitzt, um an die Spitze einer willkürlichen Kompetenz-Hierarchie zu kommen und darüber hinaus noch weitere Fähigkeiten und Attribute besitzt, die es ihm erlauben in einer Vielzahl an Kompetenz-Hierarchien an die Spitze zu kommen. Diese Männer müssen beispielsweise ihre Ängste im Griff haben. Diese Männer haben Selbstvertrauen. Diese Männer müssen dennoch sozial kompetent sein...und so weiter.
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Liebe ist nicht bedinungslos. Argumentierst Du als Mann, dass die Voraussetzungen, um Anziehungskraft zu erzeuen, relativ sind, also austauschbar, dann ist diese Aussage falsch. Zum einen beruht sie auf einer emotionalen Weltsicht, die Männer von dem Zwang der Leistung befreien möchte, zum anderen impliziert sie bedingungslose Liebe (in einer Partnerin). Was beides ebenfalls falsch ist.
Das bedeutet, dass Du Deine Sicht der Dinge in dieser Diszplin auf falsche Daten fundierst. Und das spannende dabei ist, dass Du jetzt in Dir auf die Suche gehen kannst, an welcher Stelle diese Bedingungen zu einer Relativierung umgedichtet werden. An dieser Stelle warten spannende Dinge auf Dich.

