Zitat von KBR:Ich konnte gerade sehr viele Paare beobachten, die mit grauen unzufriedenen Gesichtern ihren Urlaub verbrachten und offenbar kein Interesse an Austausch miteinander hatten, aber ein Ehering am Finger.
Ja, das find ich auch furchtbar. Der Ehering hat dann eher den Charme einer Fußfessel.
Ich bin geschieden, mein Freund ebenfalls. (aber nicht voneinander

)
Als ich geheiratet hatte, hab ich den Nachnamen von meinem jetzt Ex angenommen. Kein Ehevertrag. Mit dem Resultat, dass ich Zeit und Geld, was ich in sein Haus gesteckt hab, besser verbrannt hätte. Den Nachnamen trage ich noch, da meine 8 jährige Tochter den ebenfalls trägt, und er einer Namensänderung bei ihr mit Sicherheit nicht zustimmen würde.
Wie stehe ich heute zum heiraten? Ich finds nach wie vor schön, sich offiziell zum Partner zu bekennen. Ein Vorteil, den ich sehe: eine Freundin von mir hatte (noch unverheiratet) einen Herzinfarkt. Sie hat danach ihren Freund geheiratet - denn der "Freund" bekommt keine Auskunft im Krankenhaus, der Ehemann schon.
Würde ich nochmal vorbehaltlos heiraten? Eher nicht - ich würde vermutlich ganz unromantisch einen Ehevertrag aufsetzen. Damit würde ich erneut heiraten. Würde ich nochmal meinen Nachnamen ändern? Hm. Schwierige Entscheidung. Einerseits wäre ich den Namen von meinem Ex gern los. Andererseits verbindet er mich mit meiner Tochter. Da aber meine Mutter auch einen anderen Namen trägt als ich, sogar einen anderen als meinen Geburtsnamen, und sie trotzdem noch meine Mutter ist, tendiere ich zu: Ja, würde ich.
Ich finde hier Reden ebenfalls ganz wichtig. Aber nicht reden, um den Kerl zu überzeugen, sondern reden um zu verstehen. Sich selbst hinterfragen, warum das einem so wichtig ist. Überlegen, wo man Kompromisse schließen könnte - für mich wäre das zB der Ehevertrag, ohne gibts nicht. Gibt es keinen Kompromiss: überlegen, ob man auch ohne Trauschein mit dem Mann, den man liebt, zusammenleben kann. Geht es Dir zB darum, dass er sich zu Dir bekennt - eventuell fällt Dir etwas ein, wie er das anders tun kann? Wichtig wäre in diesem Szenario, dass Du diesen Kompromiss aus voller Überzeugung eingehst und ihm das nicht immer wieder vorhälst. Wenn Du dann aber aus tiefster Überzeugung sagst: ohne Trauschein will ich nicht - dann bleibt schweren Herzens die Trennung. Liebe allein ist manchmal leider nicht genug.