Zitat von YsaTyto:Hm, was genau meinst Du mit "ergeben"? Man kann doch auch etwas erkennen und sich durch sein Verhalten, seine Aussagen dagegen auflehnen. Nicht dass ich das in diesem Kontext anstrebe weil das Thema für mich viel zu unwesentlich ist, aber es ginge ja.
Ja, viele bestätigen diese Klischees aber immer wieder vor allem durch redundantes Neuerwähnen, dabei gibt es da schon etliche Gegenbeispiele. Das machen ja Politiker, die ihre Agendas durchdrücken wollen auch immer wieder. Und schwupps fruchtet es dann, obschon Statistiken und Studien das Gegenteil zeigen. Deshalb räume ich, sofern ich es sehe bzw. es in einer Diskussion an der ich beteiligt oder gar zitiert werden damit immer wieder auf.
Zitat:Generell ist das sowas von nicht mein Thema weil. . (uninteressant für Dich), ich mache mir darüber gar keine Gedanken, werde damit im Kontext mit der Liebe aber immer wieder konfrontiert. Glaube also kaum, dass ich mir das nur einbilde.
Und genau da würde ich dann direkt einhaken. Immer wenn ich mit diesen Klischees konfrontiert werde, dann räume ich die auch aus, sofern sie direkt ausgesprochen werden.
Zitat:Oder vielleicht doch interessant: ich persönlich denke nicht, dass es notwendigerweise einen Zusammenhang zwischen Liebe und säggsuellen Gelüsten gibt. D.h. ich sehe nicht, dass ein treuer Mann, der säggsuell wenig erlebte, automatisch mehr lieben kann, bzw. mich wirklich liebt, nur weil er treu ist. Von daher ist das Thema gar nicht meins.
Ich höre auch nicht auf, mich darüber zu wundern, dass viele Menschen selten sooo interessiert, ja regelrecht kriminologisch interessiert an ihrem Partner sind, wenn es (real oder befürchtet) einen säggsuellen Konkurrenten gibt.
Diese kriminalistische Neugierde am anderen könnte man auch in Bezug auf ganz andere Bereiche seiner Person haben.
Das hat ja auch etwas mit dem eigenen Ego zu tun bzw. welche Wertigkeit die Person dem Thema zuwendet. Es gibt auch Partner/Innen, die einen Mord verzeihen oder das sogar decken. Klar, ist in dem Umfang ein bewusst überspitztes Beispiel, aber diese Menschen gibt es. Und so haben eben sehr viele auch Interesse daran, ob ihr/e Partner/In fremdgeht. Vielen geht es dabei nicht mal um den Akt, sondern um das Verheimlichen, das Belügen... letztlich um Vertrauen. Und wenn Vertrauen gebrochen wird oder verloren geht, ist das für das Gros der Menschen schwer verdaulich.
Zitat:Oh man! Natürlich kann man fragen- ja und? Aber hier stand eben zur Debatte, ob es die alten Rollen noch gibt oder nicht. Ich denke eben schon. Und genau, vielleicht hat das einen Grund, ziemlich sicher sogar
Nein, ich glaube nicht, dass diese Rollen nur diktiert sind. Auch wenn es schlichtweg Rollen sind, so sind sie schon ganzschön alt, oder?
Die sind eben so alt wie die Menschheitsgeschichte, newa? Das wollen ja viele Menschen irgendwie nicht wahrhaben. Witzigerweise erklärt oder bzw. konnte mir nie jemand erklären, wie die Rollen sich in erster Linie gefestigt haben. Die kommen ja irgendwoher und wo genau, weiß halt keiner. Aber vielleicht hatte von Däniken ja doch Recht nach den neuesten Erkenntnissen könnten wir jetzt ja doch ausm All kommen, da Ribose (in unserem Erbgut) offenbar in Meteoriten gefunden wurde, die dann ja von einem anderen Planeten stammen. Also ist es jetzt nicht mehr auszuschließen, dass wir eigentlich eine Alienrasse sind, die hier nur eingeschlagen ist, um sich neu zu entwickeln. Dann wären wir und vermutlich die Rollen sogar NOCH viel älter als wir glauben.
Zitat:Das bestreite ich ja ebenfalls nicht. So kann man sagen- alles hat sich aus der Natur entwickelt
Aber es haben sich ja z.B. auch Matriarchate aus der Natur heraus gebildet.
Bitte nicht gleich wieder unterstellen, ich strebte das nun an. Mir geht`s gerade nur um die Frage nach unserer Natur.
Bingo. Und mit dem obigen Wissen wären die "Natur" dann sogar ubiquitär einsetzbar für "Weltall" oder "Andere Planeten".
Zitat:damit trägst Du dieses Klischee jetzt aber mit und ergibst Dich dem

Touché. Letztlich war das hier auch eher der Seitenhieb in die Richtung, denn ich halte den ganzen Kram von Einzelkind und Geschwisterkind für totalen Nonsens, was ja auch schon mehrfach via Studie belegt wurde (also Einzelkinder verwöhnt und unselbstständig, Geschwisterkinder können teilen und müssen eher Verantwortung übernehmen). Das sind so Dinger, die werden ja auch immer wieder weitergetragen und die verneine ich dann auch IMMER wieder. Sogar meine Vorgesetzte glaubt den Blödsinn (natürlich weil sie Geschwisterkind ist und sich so auch einen Status zuschreiben kann - dafür ist das ja meist auch da), obschon es da eindeutige Studien gibt, die besagen: Nein, hat damit so gar nichts zu tun, sondern lediglich mit Erziehung.
Zitat:warum dieses aggressive "sabbeln"?
Ja, keine Ahnung... dann lass das aggressive Sabbeln doch.
Zitat:Najaaaa, Sehnsucht? Ich kann ihn jederzeit sehen, wenn ich will, will aber nicht und das bedeutet auch keinen Schmerz für mich a la: ich würde ja sooo gerne, darf aber nicht weil. . .
Wir hatten lange nach unserer romantischen Phase (die nie zentral war) Kontakt wie Freunde, ohne dass die Frage nach einer Beziehung zwischen uns im Raum stand und da ist mein Fazit einfach: gailer Mensch! Genau wie ich auch nur ganz wenige Menschen als wahre Freunde betrachte. Das ändert sich auch nicht alle 2 Jahre, sondern bleibt lange oder für immer bestehen.
Ich habe lange schon keinerlei romantsiche Gefühle mehr ihm gegenüber, sondern bejahe ihn zutiefst und sein Wesen bereichert mich, macht mich glücklich. Ich schrieb, dass ich ihn auch heute noch heiraten würde weil ich sehe, dass ich bei ihm auch ohne große Romantik und säggsuelle Anziehung oder auch Treue damit auskomme.
Viele Beziehungen scheitern oder werden öde, wenn die Romantik und Ärotik verblassen. Erlebte ich früher auch so. Und mit ihm ist es eben anders.
Und dennoch ist es ja nicht so. Und das wäre dann schon eine Form von "Sehnsucht", wenngleich vielleicht in abgeschwächter Form... das hat vermutlich jeder, nicht umsonst heißt es "der große, weiße Büffel".
Zitat:Scheol zitierte diesen Satz im Thread "tiefgründige Sätze
ich höre Dich schon "Idealisierung!" ausrufen
Aber so war es für mich mit ihm. Wobei mir der Fokus aufeinander nicht ganz gefällt. Dieses ineinander lesen kann wunderschön sein, aber ich erlebte mit ihm, was ich zuvor so noch nicht kannte: er umschwärmte, romantisierte mich/uns kaum, unsere Liebe war selten Thema und doch war ich auch nach der Trennung glücklich mit ihm, einfach weil er ist, wie er ist.
Es brauchte nicht dieses unermüdliche: Oh Du meine Holde, Einzigartige, wir reiten in den Sonnenuntergang. . .
Das Unermüdliche ist ja auch totaler Kokolores. Sich gut zu verstehen, ist einer der Kernpunkte für Beziehungen. Was auch sonst? Groschenromantik ist und war immer Blödsinn. Und wer sich darauf einlässt, kann nur enttäuscht werden. Das ist ein Riesenproblem.