Zitat von Isnogud: Könntest du das bitte nochmal so formulieren, dass der Laie es versteht?
Heißt das, durch die Therapie werden im Gehirn neue Verknüpfungen und damit Denkmuster geschaffen?
Psychotherapie fördert neue Denkweisen, Einsichten, Emotionen usw. Das hat Effekte aufs Gehirn:
1. Nerven die feuern, bilden neue Verbindungen.
2. Durch wiederholtes Feuern spezifischer Nerven kann es zu längerfristischen Potentialveränderungen in den Nervenzellen kommen - damit wird die Veränderung dauerhafter.
Zitat von Piper2603: fiel langsam immer mehr in alte Muster zurück und letztendlich auch wieder in die Depression
Keine ausreichende Anwendung der gelernten Rückfallprophylaxe?
Eigenmächtiges zu frühes Absetzen der Erhaltungsmedikation?
Zitat von Piper2603: wieso konnte sie dann so schnell rückfällig werden?
Kann ich ohne den individuellen Fall zu kennen nichts wirklich vernünftiges zu sagen.
Zitat von Piper2603: so wie ich das lese, heben sich beide Theorien nicht auf,
Ich weiss nicht was Du liest, aber ich sage Dir nochmal: Die Serotonin-Hypothese ist nicht mehr haltbar.
Zitat von Piper2603: Fakt ist allerdings Depressionen sind eine echte und ernstzunehmende Krankheit
Das bestreite ich definitiv nicht. Auch wenn man sie für den zunehmend narzisstischen Teil der Bevölkerung nicht so nennen darf, sondern den absolut unsinnigen Begriff Burnout verwendet.
Zitat von Piper2603: Meine meinung, wenn es nur von den Neuronen abhängig wäre, dann wäre es glaube ich kein schwankender Zustand sondern eher gleichbleibend oder stetig sich verschlechternd und wie erklärt man dann manisch-depressive Menschen, deren Gemütszustand sich stetig ändert, wenn es nicht mit den Hormonen und Botenstoffen zu tun hat?
Wenn Du mir und der Weltöffentlichkeit erklären kannst, warum und wie bei bipolaren Menschen häufig Lithium stimmungsstabilisierend wirkt, wäre ich Dir sehr dankbar.
Es schadet nicht, sich nach und nach vom streng deterministischen Verständnis der (Psycho-)Biologie zu verabschieden ...