Zitat von Doppelherzchen: Bist du dir nicht selbst hinderlich?
Ja. Deswegen kann ich auch keinen zweiten Klotz am Bein gebrauchen, weil ich genug Energie für mich Klotz aufbringen muss. Solange er zweifelt, kann ich ihn nicht an meiner Seite gebrauchen. Und so lange soll er sich von mir fern halten. Und wenn es für immer ist, dann ist es so. Irgendwann werde ich darüber hinweg kommen. Wenn er mich aber unterstützen möchte, als Partner, wäre ich bereit für einen Versuch.
Zitat von Doppelherzchen: Meine These: Du willst ihn eigentlich gar nicht mehr
Doch, wollen tu ich ihn schon.
Aber ja, ich habe selber keine Ahnung, ob ich ihm verzeihen könnte. Darüber habe ich mir natürlich auch schon Gedanken gemacht, kann die Frage für mich aber auch nicht beantworten. Käme auf einen Versuch an. Ich weiß ja auch nicht, was die Zukunft bringt. Ich würde aber auch nichts unversucht lassen wollen.
Alten Trennungsschmerz habe ich meiner Meinung nach nicht. Mit den vorigen Beziehungen habe ich komplett abgeschlossen, sogar mit der vor knapp 20 Jahren, in der ich mehrfach betrogen wurde. Da tut nichts mehr weh. Ist mir mittlerweile egal.
Zitat von Doppelherzchen: Denn du selbst schaffst es nicht, dich zu trennen
Passt.
Mir fällt es unendlich schwer, ihn ganz loszulassen.
Und ja, es wäre leichter, wenn er endlich sagen würde: Es reicht! Jetzt habe ich endgültig genug!
Aber es reicht nie. Egal, wie tief ich ziele. Mir fällt auch in meiner größten Rage nichts mehr ein, womit ich meine Beleidigungen noch toppen könnte. Ich habe sämtliches Pulver verschossen. Nicht, dass ich stolz darauf wäre. Ich schäme mich zutiefst, wie tief ich in dem Moment sinke.
Aber es ist pure Verzweiflung. Wenn er mich nicht mehr will, soll er aus meinem Leben raus bleiben.
Aber eigentlich will ich ja, dass er mich noch will.
Tut er aber irgendwie nicht, auch wenn er immer wieder angekrochen kommt.
Also versuche ich, einen Mittelweg zu finden: Mich in den Griff zu bekommen und mir gesunde Verhaltensweisen anzueignen, aber die Tür für ihn nicht komplett zu verschließen, weil ich es einfach mal besser machen möchte.
Ich kann es lernen, ein guter, liebevoller Mensch zu sein.
Und ich bemühe mich wirklich sehr, wenn bislang auch nur im Kleinen.
Das ist sogar schon meinem Arbeitskollegen, mit dem ich mich lange nicht so gut verstanden habe, positiv aufgefallen.