Kaetzchen
Gast
Zitat von Schlaubi009:Tja, unterm Strich sind "Normalos" auf beiden Geschlechterseiten vermutlich eher die Gewinner als die Machos, Zicken, überkandidelten Anspruchsidioten usw. Weil die, auch wenn sie "langweilig" rüberkommen (was totaler Blödsinn ist), aber anders "gepolt" sind. Die nehmen sich Zeit, bleiben authentisch und wenn sie absagen, dann sagen sie das fair und direkt, ohne das Gegenüber zu verletzen.
"Normale" Menschen gibt es in Sachen Beziehung ab einem gewissen Alter doch gar nicht mehr. Und das ist ja das Problem. Mit 20/25 ist alles noch einfach. Da ist man noch naiv in Sachen Liebe unterwegs, ohne Misstrauen, neugierig, offen .. mit 40 und erst recht mit 50 sieht das aber halt anders aus. Da hat man schon Erfahrungen gesammelt, man schleppt alte Verletzungen mit sich rum, die von einer neuen Liebe womöglich getriggert werden, man ist misstrauischer, man weiß schon, dass eine Sache auch mal nicht schön ausgehen kann und ist entsprechend vorsichtig, man ist ängstlicher ... und schon ist der Wurm drin. Deshalb ist die Partnersuche doch auch so schwierig in dem Alter. Wir sind alle voller Neurosen, Ängste - und damit wohl das Gegenteil von "normal". Und dann trifft man jemanden, der ebenso vorgeschädigt ist, und schon geht's los. Wohl dem, der mit den Macken und Kanten anderer Menschen umgehen kann und womöglich sogar in der Lage ist, jemanden nicht trotz, sondern gerade WEGEN seiner Macken zu lieben. Denn so sollte es ja letztlich sein ...