Zitat von Leomie:Ich versuche mir tatsächlich mal Zeit zu lassen beim Kennenlernen und dadurch dass ich mich immer von "Love bombing" blenden ließ, fühlt es sich gut an ihn nicht häufig zu sehen. Ich habe ihm auch sofort gesagt dass meine Wohnung für drei Leute ausreicht, für vier aber zu eng ist
Ich finde solche Aussagen auch grenzwertig, aber unser erstes Date war echt super schön und dauerte ganze 24Std.
Allerdings gab es keinen S.., sondern "nur" ein Gespräch, das mit viel Humor innerhalb kürzester Zeit verging.
Es ist sehr schwierig nochmal Fuß, aber auch Vertrauen zu fassen in die Männerwelt. Allerdings hab ich mir selbst das Versprechen gegeben dass ich gehe sobald sich etwas toxisch anfühlt.
Genau, lass dir einfach Zeit beim Kennenlernen. Die braucht es einfach, um jemanden richtig kennenzulernen - auch Monate sind häufig nicht genug, um jemanden wirklich kennenzulernen. Und dabei kommt es nicht nur auf die Frequenz der Treffen, sondern auch auf die Intensität der Treffen an.
Mit Intensität meine ich, die ersten Treffen müssen nicht unbedingt 24h dauern. Klar, wenn man sich gut versteht und die Gespräche unterhaltsam sind, kann die Zeit mal verennen - muss nichts negatives sein - ich persönlich würde dir aber empfehlen, dann doch irgendwann mal den Cut zu setzen. Im Sinne von du legst dir selber zuvor eine Zeit fest: Wir treffen uns um 18 Uhr und ich bleib bis maximal 22 Uhr. 24h Treffen lassen mich schon aufhorchen. Fällt für mich unter das Grenzen/Abgrenzungsthema
Ebenso die Gesprächsinhalte: Eine gefährliche Intensität wird aus meiner Sicht erreicht, wenn bei solch langen Gesprächen, bei den ersten Treffen, ganz intime und private Dinge (zum Beispiel deine Vorgeschichte mit Narzisten, deine Therapie etc.) thematisiert werden. Auch bezüglich der Inhalte empfehle ich anfangs eher mit unverfänglichen Dingen zu beginnen, die jeder über dich wissen darf. Dich auch diesbezüglich an der Dauer, die ihr euch kennt zu orientieren und erst mit fortschreitender Zeit tiefere und vertraulichere Dinge anzusprechen. Das hat den Vorteil, dass es einem eventuellen Narzist das Pulver nimmt, mit dem er dich manipulieren kann und es das Ganze noch nebenbei auf ein gesundes Maß entschleunigt.
Du hast dir selber das Versprechen gegeben zu gehen, sobald sich etwas toxisch anfühlt. Das finde ich eine sehr gute Einstellung und Idee. Diesbezüglich anmerken möchte ich nur: Das ist leider leichter gesagt als getan - die Krux an toxischen Beziehungen ist eben, dass man nicht aussteigen kann, obwohl man weiß, dass es einem nicht gut tut. Deshalb: Bei Bedarf frühzeitig reagieren - Wehret den Anfängen.