Karma1000
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ich glaube durchaus, dass man die Situation mit einer Depression vergleichen kann, zumindest mit einer Phase davon. Was passiert am Anfang einer Trennung? Der Körper ist in erheblichem Stress, Cortison wird ausgeschüttet und Neurotransmitter "versiegen". Wer kennt es nicht, man schläft extrem schlecht, wacht ständig auf, Dinge die einem zuvor Spaß bereitet haben sind jetzt eine Qual.
Aber genau hier liegt die Krux die jeder erkennt wenn er mal über den Punkt der ersten Wochen hinweg ist. Die Besserung beginnt langsam und kaum merklich, aber sie ist da.
Ich sehe es an mir. Auch mir geht es bei weitem noch nicht gut und nachdem ich sie am Wochenende gesehen habe denke ich wieder vermehrt nach, trotz allem ist die Situation in keinster Weise mit der Anfangssituatiuon zu vergleichen. Mein Schlaf wurde besser (hab heute morgen sogar verschlafen, zu Beginn überhaupt nicht möglich da man schon 2h bevor der Wecker klingeln sollte senkrecht im Bett stand und sich furchtbar gefühlt hat weil einfach alles gefehlt hat und die Gedanken wieder Achterbahn gefahren sind), ich habe wieder Freude am Sport der mir so viel bedeutet und denke in diesen Momenten wirklich kaum bis gar nicht mehr nach (war zu beginn auch nicht der Fall. Selbst da waren die Gedanken nonstop bei ihr) und auch auf Wochenenden freut man sich wieder sehr, auch wenn man den Sonntag teilweise alleine gestalten muss.
Was ich damit sagen will ist einfach, dass es unweigerlich ein langer und steiniger weg ist, wir Besserungen in vielen Momenten nicht sehen, sie aber zweifelsohne bei allen von uns da sind. Wir müssen einfach nur darauf achten und uns an den kleinen (und seien sie noch so klein) Besserungen erfreuen.
