Zitat von marioh:
Aber gerade diese Zwangsruhe führt bei mir immer dazu, zu viel und zu oft nachzudenken. Da weiß ich einfach noch nicht wie ich da raus kommen soll. Über Tag geht das meistens ja immer, außer man hat mal wieder einen schlechten Tag.
Mir hat tatsächlich geholfen soviel Routine und Beständigkeit wie möglich zu schaffen. Quasi jeden Tag nach Schema F gestalten.
Morgens:
Wecker, sofort Licht an, aufstehen, Kaffee, duschen, los..teilweise in weniger als 15 Minuten.
Auf Arbeit mir viele Dinge auf den Tisch holen, in der Pause raus und spazieren, egal bei welchem Wetter. Vielleicht mit einer Freundin telefonieren.
Mittagstief überwinden! Gespräche mit Kollegen suchen, um sich abzulenken.
Feierabend und schlechtes Gefühl überwinden: Jeden Tag Kleinigkeiten im Supermarkt holen, die selben Strecken bewältigen, jeden Tag an den Briefkasten und nach Hause, alle Lampen anmachen, um ein bewohntes empfinden zu simulieren, Fernseher nebenbei laufen lassen oder Radio! Da hört man reale Menschen. Alternative sind Freunde, Familie, Bekannte. Werkeln und Basteln hilft mir auch immer. Den Kopf auf was anderes fixieren.
Wenn das ein paar Tage bzw. Wochen gepflegt wird, kann der Kopf etwas "Gewöhnung" empfinden. Mir hat das geholfen und weitere Bedürfnisse wie Hunger oder Langeweile haben sich wieder bemerkbar gemacht.
Alles ungewohnte behutsam integrieren.
Mein größter Fehler war, dass ich kurz nach der Trennung im Kino war! Alptraum! Ich dachte ich sterbe noch im Kinosessel.
Das muss aber jeder selber herausfinden!
Vielleicht ist da was passendes dabei?