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Wie gehts dir heute / Wie war dein Tag?

J
3 Wochen sind leider wirklich nicht lang. Ich hab jetzt 5 Wochen hinter mir. In der Tat gibt es kleine Verbesserungen. Aber die sind so gering, dass sie kaum merklich sind. Ich kenne die Ungeduld. Ich denke so häufig, ich muss jetzt wieder klarkommen. Aber es ist wohl mehr so, dass ich es unbedingt will. Ich will wieder lachen. Ich will nicht mehr leiden. Ich will dass es weiter geht. Aber die Seele und das herzen brauchen Zeit. Ich denke es ist abhängig davon wie lange man zusammen war. Was man erlebt hat und was noch für Faktoren im Leben dazu kommen. Ich habe nicht die erste Trennung hinter mir. Es braucht leider wirklich Zeit. Aber es wird erträglicher und nicht erst in 8 Monaten, sondern weit früher. Natürlich kommen wieder diese Momente. Die Wehmut! Aber man betrauert ja nicht nur den Verlust des Menschen an sich. Man betrauert die Veränderung im Leben. Man betrauert die Einsamkeit. Man betrauert den Abschied von den Hoffnungen. Man muss verarbeiten.
Ich bin auch der Meinung, dass es besser ist auf Abstand zu gehen. Kein hin und her diskutieren. Kein betteln. Nicht stalken. Man muss dem Gehirn die Chance geben zu verarbeiten und zur Ruhe zu kommen.
Du willst wieder zur Ruhe kommen und Du willst irgendwann wieder lachen können. Es geht nur noch um dich!

Aber ganz ehrlich. Es heißt immer, man solle zu sich selbst finden und sich selbst lieben lernen. Ich weiß, dass ich kein besonders großes Selbstwertgefühl habe. Ich weiß, dass ich mich selbst immer schlechter sehe, als ich wirklich bin. Ich versuche nun aber seid Jahren mich selbst mehr zu lieben und mich "toller" zu finden. Letztendlich weiß ich aber gar nicht wie ich das bewerkstelligen soll. Es wird immer so lapidar gesagt, aber keiner sagt einem wie. Ich für mich habe wohl noch einen weiten Weg vor mir. Natürlich habe ich Strategien erlernt zu differenzieren und selbstreflektierter zu sein. Ich wirke nach außen nicht, als würde ich an mir zweifeln. Ich wirke im Gegenteil sehr stark und selbstbewusst. Aber auf Dauer ist es sehr anstrengend, wenn alle einen anders sehen, als man wirklich ist.

Sollte jemand Ideen oder Anregungen haben, so lasst es mich bitte wissen!

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Musicmonk
Zitat von JoEmmaT:
Aber auf Dauer ist es sehr anstrengend, wenn alle einen anders sehen, als man wirklich ist.

Dann hinterfrage doch mal warum das so ist.

x 2 #30227


A


Wie gehts dir heute / Wie war dein Tag?

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MiriZini
@JoEmmaT
Die nennen das sein eigener Fürsprecher sein. Wie ein Papagei immer wieder sich selber laut sagen dass man etwas gut gemacht hat, sei es auch noch so gering in den eigenen Augen. Dass man alles mit extremer Konzentration macht, angefangen von Zähneputzen bis hin zu lesen. Dass man sich selber laut sagt dass man stolz auf sich ist. Hintergrund ist die neuronale Bahnung die dann agen rückwärts läuft, das funktioniert auch angeblich.
WennBei mir überhaupt nichts mehr geht dieser Tage dann mache ich diese minimale Meditation für Dummies, nämlich beim Atmen immer bis 10 zählen, mit Einatmen fängt man auf eins an und dann immer wieder neu und immer wenn man sich verzählt und nicht konzentriert muss man von neuem anfangen . hat zumindest bewirkt, dass die totalen Ausraster auf der Arbeit teilweise besser zu kontrollieren sind

x 2 #30228


MiriZini
Das hier ist wirklich ein wunderbares Forum, ein richtiger Segen . sehr entlastend dass man nicht völlig alleine ist mit diesen Gefühlen die so voller Wucht einen aus den Angeln heben

x 4 #30229


Lichtstrahl
Zitat von JoEmmaT:
Ich wirke nach außen nicht, als würde ich an mir zweifeln. Ich wirke im Gegenteil sehr stark und selbstbewusst. Aber auf Dauer ist es sehr anstrengend, wenn alle einen anders sehen, als man wirklich ist.

Sollte jemand Ideen oder Anregungen haben, so lasst es mich bitte wissen!


Hi @JoEmmaT
darüber grübel ich bereits geraume Zeit.
Ich habe einmal den Spruch gelesen: "Nur du kannst dich selbst verletzen, kein anderer."

Nach meinem jetztigen Stand ist das der für mich Schlüssel.
Es gab eine Zeit, in der es mir recht peinlich war, etwas nicht zu wissen oder zu verstehen, wenn jemand etwas sagte und ich habe mich geschämt nachzufragen, damit ich nicht als dumm dastehe. Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass ich nicht alles weiß und frage nach. Ich fühle mich nicht mehr als dumm, wenn ich etwas nicht kenne oder weiß.
Seitdem bekomme ich auf meine Frage auch eigentlich immer eine Antwort. Und selbst, wenn jemand sagt: "WAS DAS WEISST DU NICHT!" So berührt mich das nicht sonderlich, sondern ich kann dazu stehen das ich das nicht weis. Aber irgendwie kommt das eigentlich gar nicht mehr vor, wenn ich so nachdenke Mr. Green , oder mir fällt das gar nicht mehr auf?

Mein Rückschluss daraus ist einfach, wenn ich zu meinen Stärken und vor allem meinem Schwächen stehe, bin ich nicht mehr verletzbar. Das ist für mich der Weg. Wenn ich mich nicht selbst verletzte, kann es auch kein anderer. Auch nicht durch Kritik und Abwertung.
Das bedeutet für mich, nur wenn ich akzeptiere, dass ich auch mal schwach bin (und was genau ist eigentlich schwach), gewinne ich an Stärke.
Hmm,... hört sich vielleicht paradox an, aber was ich an mir akzeptiere wird dann für mich auch nicht mehr anstrengend, sprich es zu verbergen oder abzustreiten.
Allein dein Zweifel ist damit anstrengend, weil du stark bist und trotzdem zweifelst. Legst du die Zeifel ab, ist es auch nicht mehr anstrengend (so wie oben meine Dummheit).

Ist eventuell ein wenig philosophisch geworden, aber solange mir nichts besseres einfällt, glaube ich daran.
Vielleicht habe ich dir ein wenig mit meinem Rumgefasel geholfen Smile

x 3 #30230


Y
Heute ist die Trennung genau 50 Tage her. Sieben Wochen und einen Tag ohne den kleinsten Pieps von ihm. Ich stimme allen zu, die sagen, dass Kontakt nach der Trennung hinderlich für die "Heilung" ist, aber es verletzt mich trotzdem, dass er sich nie wieder gemeldet hat. Wir haben uns liebevoll verabschiedet, er sagte ich würde ihm sehr fehlen und er hat dabei geweint.
Klar, wahrscheinlich will er es mir ersten nicht schwerer machen als es eh schon ist und zweitens wird er auch nicht mehr oft an mich denken, jetzt, da er mit der Anderen glücklich ist.

Aber die Welt dreht sich weiter und damit geht auch mein Leben weiter. Anfangs hatte ich das Gefühl mitgeschleift zu werden und nicht mehr nachzukommen. Mittlerweile habe ich es geschafft mich aufzurappeln und wieder mit meinem Leben Schritt halten zu können. Nicht immer natürlich. Manchmal, da überkommt es mich einfach wieder und ich habe das Gefühl wieder am Anfang zu stehen. Aber auch dieses Gefühl vergeht.
Ich habe den Eindruck, dass ich langsam lerne ohne ihn weiterzumachen. Stück für Stück merke ich, dass die Hoffnung auf ein Lebenszeichen seinerseits schwindet. Einerseits macht es mich traurig, da es bedeutet, dass es endgültig vorbei ist. Andererseits zeigt es mir, dass ich dabei bin ihn los zu lassen und akzeptiere, dass es ein "uns" nie mehr geben wird.
Ganz hinten in meinem Kopf gibt es aber leider doch noch ein paar störrische Gehirnzellen, die hoffen, dass es noch eine Chance gibt. Aber ich denke der Großteil hat es kapiert. Glücklich

Hach, ich wünschte ich wäre schon so weit, dass ich an ihn denken könnte, ohne dass es weh tut. Manchmal würde ich in meinem Leben gern vorspulen können...

x 6 #30231


J
Danke für eure lieben antworten. Dafür ist das Forum wirklich ganz toll. Meine Schwester sagte heute zu mir, dass es Quatsch ist, wenn immer alle faseln, man müsse sich selbst lieben usw. Sie sagte mir, dass jeder "normale" Mensch an sich zweifelt und keiner völlig souverän Durchs leben geht. Sie sagte mir, ich solle meine "Schwächen" akzeptieren und solle diese nicht immer versuchen vehement zu verbergen. Sie meinte, dass ich schon manchmal etwas durch den Wind bin und dazu neige meine "Schwächen" durch Arroganz zu überspielen. (Will man natürlich nicht hören!) aber sie sagte, dass ich meine Schwächen zulassen soll und mich so sehen soll, wie ich bin. Mit allen ecken und Kanten. Das hat mir wohl ein Stück weit näher gebracht, was sich selbst lieben bedeutet. Ich muss mich nicht toll finden. Ich muss akzeptieren wie ich bin. Ich bin etwas temperamentvoll. Ich binder sensibel. Ich bin aber auch sehr liebevoll und sehr treu. Ich habe Seiten an mir, die viele gerne hätten. Ich muss für mich rausfinden, wo meine Rolle im Leben ist. Ich muss zu schätzen lernen, was ich habe. Ich muss rausfinden, was ich mag.

Zur Zeit fallen mir diese ganzen Tiefs noch sehr schwer. In dem Moment ist alles schwarz. Schrecklich. Es geht nie vorbei. Ich muss versuchen das über mich ergehen zu lassen. Dem Dasein eine Chance zu geben. Denn wenn ich das alles geschafft habe, kann ich ein viel besserer Partner und Mensch sein. Es wird nur leider sehr, sehr lange dauern. Das macht mir zu schaffen.

x 1 #30232


Mollimaus59423
Zitat von Goldwellchen:
meinen Ex weine ich nicht mehr hinterher..........Mir sind meine Freunde wichtiger....


das kann ich so unterschreiben Glücklich

x 2 #30233


J
Zitat von Goldwellchen:
Wobei meinen Ex weine ich nicht mehr hinterher..........Mir sind meine Freunde wichtiger.....
..mir auch. Moin. Wünsche, wohl geruht zu haben! Kaffee
@Foolish herz zwinkern Herze böse


Man muss es so einrichten, dass einem das Ziel entgegenkommt. Theodor Fontane

x 2 #30234


J


Zarah Leander Engel Tannenbaum 2 Smilies herz Smilies mit Mütze Geschenk Birthday Geschenke "Kann denn Liebe Sünde sein?" youtube original

x 1 #30235


V
Boah, die letzten 2 Tage träume ich nur von einer EX. Wie sie mit dem neuen zusammen ist, wie sie nur wie ein Geist durch mein Leben wandert. Gerade echt voll die Qual durchs Unterbewusstsein! Traurig

x 2 #30236


Sandwich
Guten Morgen ihr Lieben,
jeden morgen schlechte Laune wenn ich aufwache. Immer das Bedürfnis ihm zu schreiben" schick mir die Schüssel meiner verstorbenen Mama zurück, das ist ein Erbstück " und ihn gleichzeitig gute Genesungswünsche für seine Mutter zu schicken. Aber das sieht er dann sicher als Kontaktaufnahme und blockt. Wie kann man an jemandem so hängen den man nur kurz kennt? schei.! !

x 3 #30237


F
Guten Morgen ihr Lieben ... reiche den ersten Kaffee und ganz viel Trost

@Sandwich
wenn Du noch Gegenstände von ihm zu bekommen hast, dann kannst Du auch einen Freund bitte diese ab zu holen.

Freunde sind zu jedem Zeitpunkt wichtig. Bei mir sind durch 31 Jahre Schichtarbeit leider viele Kontakte den Bach runter gegangen. Die wo mir geblieben sind ... die sind jedoch fürs Leben ..

Auch heute wieder euch allen viel Kraft, Stärke und Zuversicht.
Es wird besser, wenn auch nur in kleinen Schritten.

@JungeRoemer
herz

x 2 #30238


S
Beim aufwachen ist mir wieder schmerzlich bewusst geworden, das ich in ein paar Monaten hier weg bin.
Weg aus diesem Land, weg vom Job, unserer Wohnung, weg von ihm...
Es tut weh, und ich habe Angst vor der Zukunft. Angst das ich ihn dann nie wieder sehe....Angst das ich den Neuanfang nicht schaffe...
Aber ich muss und werde es schaffen, kann mich doch wegen einem Idioten nicht total aufgeben...
Aber jetzt tut es nur weh...
In 16 Tagen kommt er aus dem Urlaub zurück, vorher haben wir uns noch gut verstanden, aber ich glaube danach werden wir uns noch weiter voneinander entfernt haben(Er meldet sich noch nicht einmal mehr)
Aber dann fällt es mir hoffentlich leichter zu gehen
Wird wieder ein trauriger Tag...aber irgendwann wird es besser...
Kommt gut durch den Tag!

x 3 #30239


L
Moin Euch allen da draußen,
bin seit März verlassen und immer noch im Tal ganz unten. Leider sehe ich meinen EX?-Mann jeden Tag auf Arbeit. weinen / tränen
Aber es wird von Tag zu Tag besser. Freunde sind nur Menschen, die einem helfen und zur Seite stehen auch in schlechten Zeiten und an Tagen, wo es einem beschissen geht.

Sende allen, Kraft, Hoffnung und Stärke. Irgendwann geht es bergauf. knuddeln

x 3 #30240


A


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