JoEmmaT
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Das ist ein guter und mutiger Schritt. Es klingt so einfach und es ist alles andere als einfach. Ich habe den Schritt direkt nach der Trennung gemacht. Nur die Nummer habe ich behalten. Es ist wirklich mutig und ne ganz starke Leistung. Alles was einem selbst unnötig weh tut muss man von sich weghalten.
Auch wenn ich heute geschrieben habe, sehe ich das nicht als Rückschritt. Ich habe ihm kein mal nach der Trennung geschrieben. Kein "können wir nochmal reden", kein "wie geht es dir". Ich hinzu keinem Zeitpunkt hinterher gerannt oder habe anderswie gekämpft. Ich habe es auf sich beruhen lassen. Den Schritt den ich heute gemacht habe ist denke ich ein ganz normaler Schritt innerhalb eines Verarbeitungsprozesses. Sich seiner "Angst" stellen. Sich mit dem was passiert ist auseinander setzen. Der Realität ins Auge schauen. Nichts desto trotz habe ich ein ambivalentes Gefühl in mir. Irgendwas zwischen Aufregung und Anspannung. Ich mache mir keine Sorgen, dass das Treffen nicht nett wird oder so. Wir werden uns gut verstehen, wie immer. Wenn ein bisschen quatschten und zusammen lachen. Ich hoffe, dass es mir hilft ein Schritt Vorwärts zu machen. Einen Schritt in Richtung Normalität und innerer Zufriedenheit. Wahrscheinlich wird es mich zunächst verwirren und einen Schritt zurück werfen. Aber wie sagte meine therapeutin so schön, die Angst vor der Spinne geht nicht weg indem ich die Tür des Raumes zu mache. Erst wenn ochset Spinne gegenüber trete und sie auf der Hand an die Luft setze. Da ist schon was wahres dran. Hätte ich jetzt Monate lang so verharren sollen. Die Angst ihm unerwartet zu begegnen. Die Angst, dass er womöglich schlecht über mich redet oder denkt. Ich werde ihm gegenüber treten und mich erwachsen und selbstfürsorglich verhalten. Wir müssen nun mal noch mehr als ein halbes Jahr in derselben Stadt leben. Ich muss mich frei bewegen können und nicht Angst haben in die Bibliothek zu gehen.
Ich weiß nicht, was der richtige Weg aus der Misere ist. Aber ich versuche mich all meinen Ängsten zu stellen und über meinen Schatten zu springen. Das ist der einzige Weg, seine Ängste abzulegen.
Wer weiß. Vielleicht wird es nach dem Treffen erträglicher. Vielleicht fällt es mir dann leichter zur Normalität zurück zu kehren.
Wie @Thomas69 schon sagte: jeder geht anders auseinander. Natürlich bin ich wütend. Natürlich heiße ich seine Entscheidung nicht gut. Aber auch er ist ein Mensch und hat seine Gefühle. Er hat nichts verwerfliches getan. Er hat bemerkt, dass er mit mir oder mit dieser Beziehung nicht glücklich ist. Das hätte andersrum doch auch mir passieren können. Er ist deshalb kein schlechter Mensch. Und ja auch in 5 Jahren wird mich vielleicht interessieren wie es ihm geht und was aus seinem Leben geworden ist. Mir ist wichtig, dass ich jedem Menschen wieder in die Augen schauen kann. Irgendwann. Man kann niemanden zu etwas zwingen. Letztendlich ist er aufrichtig mit mir gewesen und auch wenn es mich verletzt und mir weh tut, hat er sich dennoch nicht verwerflich verhalten. Ich muss auch ihn und seine Gefühle respektieren. Anders herum erwarte ich doch auch, dass er mich und meine Gefühle respektiert. So ist leider das Leben.
Natürlich tut es weh. Natürlich wird es mich eine ganze zeit weh tun. Aber jeder muss für sich einen Weg finden mit sich und seinem Leben klar zu kommen. Mein Ziel ist es, innere Zufriedenheit zu finden. Meine Erfahrung im Leben ist, du kannst alles versuchen zu planen und am Ende kommt es doch ganz anders und unerwartet. Ich für meinen Teil glaube, dass negative Gefühle einen nur selbst blockieren. Wie soll ich denn zufrieden sein, wenn ich Wut und Hass in mir trage.
Naja gut, am Ende werde ich Donnerstag Abend heulen und es wird ganz schrecklich sein,aber vielleicht geht es dann nach ein paar Tagen wieder bergauf.
Go Ahead! 