youmakemesick
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mein Tag war okay. War in der Uni, in der Bibliothek und in der Stadt ein bisschen bummeln. Ich merke, dass ich nicht mehr ständig an ihn denke. Schon noch sehr oft, aber nicht mehr jede Minute. Wovor ich zur Zeit sehr große Angst habe ist, dass ich ihm unerwartet irgendwo begegne. Ihn jetzt wiederzusehen würde mich, glaube ich, sehr weit zurückwerfen. An Tagen wie heute laufe ich also einerseits fast wie mit Scheuklappen durch die Innenstadt, andererseits halte ich auch irgendwie Ausschau nach ihm.
Seit ein paar Tagen weine ich nicht mehr wegen ihm. Wenn ich an ihn denke, bin ich sehr traurig, verletzt und enttäuscht, aber es kullert keine einzige Träne mehr. Als wäre ich leer geweint. Es fühlt sich komisch an. Aber vielleicht ist es ja auch nur ein Zeichen dafür, dass die Akzeptanz größer wird. Ich kann an der Situation absolut nichts ändern. Das konnte ich zwar von Beginn an nicht, aber in den ersten Tagen und Wochen nach der Trennung hofft man ja schon noch sehr auf ein Wiederzusammenkommen. Je mehr Zeit vergeht in der ich nichts von ihm höre und ich mich nicht bei ihm melde, desto deutlicher wird mir die Endgültigkeit.
Schon traurig, dass zwei Menschen, die sich mal so nah waren plötzlich rein gar nichts mehr miteinander zu tun haben. Einfach so gehört man nicht mehr zusammen. Liebe Nachrichten, gemeinsame Kinobesuche und Zweisamkeit bleiben einfach aus. Kalter Entzug. Er ist weg, und mit ihm ein großer Bestandteil meines Lebens. Zeit die ich zuvor mit ihm verbracht habe, muss ich nun mit anderen Dingen füllen. Das ist jedenfalls der Plan. Realität ist jedoch, dass ich oft schon am frühen Abend zuhause bin und nicht weiß, was ich mit mir anfangen soll. Ich denke dann oft darüber nach, was ich an so einem Abend gemacht hätte, wenn er mich nicht verlassen hätte. Klar, auch in der Beziehung haben wir nicht jeden Abend miteinander verbracht, aber allein das Wissen, dass man sich vielleicht am nächsten oder übernächsten Tag sieht, hat mich mit Vorfreude erfüllt. Jetzt sitze ich abends also allein in meiner Wohnung und weiß, dass es morgen, übermorgen und überübermorgen auch noch so sein wird.
Mir fehlen die Zweisamkeit, Nähe und Aufmerksamkeit. Ja, ich brauche Aufmerksamkeit. Jemand, der zuhört, der fragt wie mein Tag war, der mich in den Arm nimmt wenn es ein blöder Tag war, und jemand der sich mit mir freut, wenn der Tag gut war. Klar habe ich Freunde und Familie, die all das auch machen, aber es von einem Partner zu bekommen, ist dann doch noch was ganz Anderes.
Vielleicht mache ich mich auch zu abhängig von dem Gedanken einen Partner zu wollen. Man gewöhnt sich sicherlich ans Singlesein. Vielleicht findet man es sogar irgendwann gut.
Erst neulich hat mir meine Schwester von ihren kleinen und größeren Schwierigkeiten in ihrer Beziehung erzählt, und plötzlich schoss mir durch den Kopf: "gut, den Stress hast du gerade nicht!" Leider entgehen einem aber auch die ganzen schönen Seiten einer Beziehung.
Morgen "feiert" mein Single - Dasein sein achtwöchiges Jubiläum. Ich kann noch gar nicht glauben, dass ich ihn seit fast zwei Monaten nicht mehr gesehen, gesprochen, gelesen habe. Absolut nichts. Aber auch von mir nicht.
Ich würde gern wissen, wie es ihm damit geht... Vielleicht ist er erleichtert, weil ich ihm nichts vorheule und ihm ein schlechtes Gewissen mache. Vielleicht nagt es aber auch ein klitzekleines bisschen an ihm, weil er gedacht hätte, dass ich mehr an ihm hänge (Was ich natürlich tue, aber das weiß er ja nicht
Ich bin der Überzeugung, dass man sich im Leben immer zwei Mal sieht. Und wenn es so weit ist, dann möchte ich nicht das Häufchen Elend sein, als das er mich vor zwei Monaten an meiner Haustür zurückgelassen hat. Wenn es so weit ist, dann will ich eine selbstbewusste junge Frau sein, die aufrecht durchs Leben geht und sich nicht von so einem Blödmann hat brechen lassen.
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten und weitergehen.
So, genug Geschwafel und Selbstbeweihräucherung. Schlaft gut, ihr Lieben. Schön, dass es euch gibt.
ach ja Glitzer für alle aufs Haus 
und

lasst euch nicht ärgern! 