Zitat von EEBär:@traurigeSeele
Kannst Du Dir nicht vorstellen, dass es für den Verlasser auch schwierig ist, eine Beziehung nach so langer Zeit zu beenden? Ich habe es Anfangs auch nicht wahrhaben wollen. Ich habe sehr lange mit mir gekämpft, es immer wieder versucht, mir immer wieder gesagt, ich kann das doch alles nicht hinter mir lassen, es gab doch auch schöne Zeiten. Und die gab es in der Tat.
Du weißt nicht, wie es einen innerlich zerreißt. Ich bin mit meiner Ex sogar noch 3 Wochen vor der Trennung in einen Kurzurlaub gefahren, der war nun mal gebucht und es war auch alles schön, auch ich habe ihr gesagt, dass ich sie liebe, weil sie es erwartet hat und auch S. mit ihr gehabt. Nach dem Urlaub habe ich dann gemerkt, dass ich das nicht mehr kann. Ich habe mich schlecht gefühlt, weil ich ihr was vorgespielt habe. Natürlich hatte ich sie noch lieb, vielleicht sogar geliebt, aber ich konnte nicht mehr mit ihr Leben, das war unmöglich für mich geworden. Die Gründe sind ja jetzt egal.
Was ich ganz wichtig finde ist, dass eine Trennung natürlich mit Tränen, mit Wut verbunden ist, aber man sollte es nicht ausarten lassen. Kein Rosenkrieg, vor allem, wenn Kinder im Spiel sind. Ich musste das leider als Kind mit erleben und das werde ich immer mit mir tragen, das hat wirkliche Narben hinterlassen, die ich auch als junge Erwachsene habe therapieren lassen müssen, aber die Narben bleiben, ich weiß nur heute damit umzugehen. Meine Schwester hat das damals so mitgenommen (sie war 2 oder 3), dass sie heute als erwachsene Frau völlig beziehungsunfähig ist. Sie hat zwar ein Kind, aber nie eine feste Beziehung. Nie. Überlege Dir gut, ob Du einen "Krieg" anfangen möchtest, nur weil Deine Frau nicht so reagiert und so ist, wie Du es Dir wünschst.
Lass' sie doch ein Glucke sein, ich wäre als Kind froh gewesen, wenn meine Mutter ein wenig Glucke gewesen wäre, nein, sie war nur mit der Trennung, mit Streit und ständigem Weinen beschäftigt. Keine Zeit für uns, weil sie ja nur mit dem "Rosenkrieg" beschäftigt war.
Willst Du Deine Ex mit dem Entzug des Kindes bestrafen? Ihr werdet sicherlich mit etwas vernünftigen Abstand eine anständige Lösung für Eure Tochter finden. Es gibt doch auch die Möglichkeit des geteilten Sorgerechts. Keine Ahnung 2 Wochen bei Dir, dann 2 Wochen bei Deiner Ex. Ich kenne das sehr gut aus meinem Bekanntenkreis, da klappt das perfekt und dem Kind geht es richtig gut dabei.
Überlege Dir Deine nächsten Schritte sehr gut und vor allem handle nicht zu voreilig, du wirst es bereuen irgendwann.
Ich will sie ihr nicht ganz entziehen, aber sie muss dann damit leben eben nur Umgangsrecht zu bekommen, zudem mich mittels Unterhalt zu unterstützen.
Meine Anwältin sagt, das Wechselmodell funktioniert bei einer von 3000 Familien, wenn man sich im Guten getrennt hat und man fast nebeneinander wohnt. Sie ist auch Mediatorin und eben auch Fachanwältin.
Ich habe so sehr geglaubt, dass sie alles ruhig und mit Vernunft angeht, aber Fehlanzeige. Wenn man jemanden da in einem Scherbenhaufen zurücklässt, mit dem Gewissen, dass ich nie ein Scheidungskind wollte oder es ertragen würde und dann noch nachtritt , was erwartet man dann von ihm? Gefüge und madig machen und er unterschreibt alles?
Wenn ich jetzt nicht handele, dann ist meine Frau mir 2-3 Schritte voraus und das kann mir das Genick brechen. Sie kann oder hat vielleicht sogar bei Gericht die Zuweisung des Hauses beantragt. Mir geht zudem Geld verloren, wo sie der Meinung ist, dass es ihr vielleicht zusteht.
Ich werde jetzt die Keule aktivieren müssen, da sie mir keine Zeit lässt.
Den Brief, den sie geschrieben hat hatte, laut meiner Anwältin, klare Bausteine. Sie hat voll bewusst gehandelt, da sie ihn in ihrem Namen per Einschreiben mit Rückantwort geschickt hat. Hätte sie Zweifel, hätte sie es vom Anwalt machen lassen.
Ich wollte es alles nicht so, die Trennung ist schon schwer genug, aber der Rest wird jetzt zu ihrem Problem werden.
Ihr sagt immer, ich soll nicht das Opfer spielen und nun kommt eben wieder mein Verhalten durch. Das bedeutet im Klartext, ich wende jetzt das Blatt und schlage sie mit ihren eigenen Waffen.